Nach Pleite gegen Frankfurt

Heftige Kritik von Mats Hummels: BVB-Abwehrchef prangert vier Fehler an

Eintracht Frankfurt hat gegen Borussia Dortmund gewonnen. Die Champions League rückt in weite Ferne. BVB-Verteidiger Mats Hummels findet deutliche Worte – und macht eine düstere Prognose.

Dortmund – Borussia Dortmund hat das inoffizielle „Endspiel“ im Kampf um die Champions-League-Plätze verloren. Mit einem 1:2 trennten sich der BVB und Eintracht Frankfurt am 27. Spieltag. Mats Hummels (32) war sichtlich sauer über den Auftritt seiner Mannschaft.

SpielerMats Hummels
Geboren16. Dezember 1988 (Alter 32 Jahre), Bergisch Gladbach
VereinBorussia Dortmund
Größe1,91 Meter
EhepartnerinCathy Hummels

BVB: Mats Hummels nennt vier Gründe für die Niederlage von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt

Der BVB-Abwehrchef hatte allen Grund zur Wut. Er selbst war es, der den Ausgleichstreffer erzielte. Für seine Leistung – sowohl defensiv als auch offensiv – erhielt Mats Hummels die beste Note der Borussen in der BVB-Einzelkritik. Der Rest der Mannschaft hätte sich an seinem Kampfgeist wohl ein Beispiel nehmen sollen.

Im Sky-Interview nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt wetterte Mats Hummels los. Und zählte gleich vier Fehler auf, weswegen es bei Borussia Dortmund nicht einmal für ein Unentschieden reichte. Allen voran lag es an der mangelnden Torgefahr der Schwarz-Gelben, fand der Verteidiger: „Die fehlende Chancenverwertung müssen wir uns vorwerfen“, so der 32-Jährige.

BVB-Verteidiger Mats Hummels übt scharfe Kritik: Unsauberkeiten und mangelhafte Chancenverwertung

„Es war extrem, wie oft wir in der zweiten Halbzeit 20 Meter vor dem Tor eine gefährliche Situation hatten und es nie geschafft haben, etwas Gutes daraus zu machen“, ärgerte sich Mats Hummels. Insbesondere wurmen den Verteidiger „Situationen, die Hundertprozentige werden müssen, die wir in einem guten Dutzend unsauber zu Ende spielen“.

Auch der torgefährlichste Dortmunder konnte gegen Eintracht Frankfurt nichts ausrichten: Erling Haaland (20) hatte vier Torschüsse, von denen drei neben das gegnerische Tor gingen. Möglicherweise beschäftigte den Norweger die Transfer-Reise seines Beraters mehr, als BVB-Stürmer Erling Haaland zunächst zugeben wollte.

BVB-Abwehrchef findet nach der Frankfurt-Pleite gewohnt deutliche Worte. Er übt scharfe Kritik.

Mats Hummels (BVB): Harte Kritik am Spiel von Borussia Dortmund – „technisch einfach nicht gut genug“

Doch seine Kritik ging weiter: Mit der Unsauberkeit benannte Mats Hummels auch gleich die zweite Schwachstelle von Borussia Dortmund. Fehlpässe, mangelhafte Abschlüsse, wenig Kontrolle. Der BVB habe „wie gegen Köln ein sehr unkontrolliertes Spiel zugelassen“, so der BVB-Verteidiger.

Aber mehr noch. Er bemängelte: „Mit dem Ball waren wir zu unsauber, zu unkonzentriert, technisch vielleicht einfach nicht gut genug. Da sind uns andere Mannschaften voraus.“

Mats Hummels (BVB) über Frankfurt-Pleite: Borussia Dortmund hat Schwächen in Offensive und Defensive

Mangelnde Chancenverwertung, Unkonzentriertheit, Unsauberkeiten und fehlende Technik – das sind laut der Kritik von Mats Hummels also die vier Gründe für die BVB-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Dabei muss sich offenbar die Offensive des BVB mehr an die Nase fassen, als die Defensive.

Wobei die Defensive bei den beiden Gegentoren auch nicht glänzte. Nico Schulz (28), für den der BVB jetzt eine Transfer-Entscheidung getroffen hat, war mit seinem Eigentor schließlich maßgeblich am Frankfurter Sieg beteiligt.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels: Das Nicht-Erreichen der Champions League wäre „eine Katastrophe“

Die Niederlage trifft den BVB hart. Das Ziel Champions League rückt in weite Ferne. Abwehrchef Mats Hummels hat eine dunkle Prognose: „Die Chance ist klein. Wir müssen schauen, dass wir jetzt unsere Siege einfahren. Wir haben uns ein großes Loch gegraben. Wenn wir realistisch sind, wird es sehr schwer werden. Das sollte nicht unser Thema sein“ Er resignierte: „Nicht die Champions League zu erreichen wäre sportlich und finanziell eine Katastrophe.“

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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