Ein Kommentar

Schluss mit den Träumereien: Ex-BVB-Star Mario Götze sollte endlich in der Realität ankommen

Mario Götze träumt vom Gewinn der Champions League. Doch mit diesen Träumereien steht sich der ehemalige Profi des BVB selbst im Weg. Ein Kommentar von RUHR24-Autor Sven Fekkers.

Dortmund – Borussia Dortmund und Mario Götze (28) gehen seit Ende Juni getrennte Wege. Seit Montag (5. Oktober) ist zudem das Transferfenster endgültig geschlossen. Der vertragslose Weltmeister kann zwar immer noch wechseln, muss seine hohen Ansprüche jedoch gehörig nach unten korrigieren.

NameMario Götze
Geboren3. Juni 1992 (Alter 28 Jahre), Memmingen
Größe1,76 Meter
EhepartnerinAnn-Kathrin Götze (verh. 2018)
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Borussia Dortmund: Ex-BVB-Star Mario Götze ist noch immer ohne Verein

Am sogenannten „Deadline Day“ überschlugen sich mancherorts die Ereignisse auf dem Transfermarkt. Einige Schwergewichte des europäischen Klubfußballs öffneten noch mal hektisch ihre Corona-gebeutelten Geldschatullen. Doch der aufsehenerregendste „Nicht-Transfer“ des Jahres ist Ex-BVB-Star Mario Götze (alle News zu Borussia Dortmund auf RUHR24.de).

Der Weltmeister von 2014 hat seinen eigenen Marktwert gnadenlos überschätzt. Mehr noch: Der ehemalige Profi von Borussia Dortmund hat sich unlängst in blanken Illusionen verlaufen.

Borussia Dortmund: Ex-BVB-Star Mario Götze will unbedingt die Champions League gewinnen

„Mein Fokus liegt auf Europa. Ich habe ehrgeizige Ziele und will unbedingt noch die Champions League gewinnen. Das treibt mich jeden Tag, in jeder Einheit an“, mit Sprüchen wie diesen machte Mario Götze noch im September in einem Bild-Interview auf sich aufmerksam.

Doch die Zeiten, an denen sich das Who’s Who des Vereinsfußballs die Finger nach dem einstigen Wunderknaben von Borussia Dortmund geleckt haben, sind längst passé. Denn der 28-Jährige funktioniert vor allem als „Zehner“ richtig gut.

Mario Götze musste Ende Juni den BVB verlassen, seitdem ist er auf Klubsuche.

Borussia Dortmund: Ex-BVB-Star Mario Götze findet keinen Platz mehr bei einem Topklub

Das Problem von Mario Götze ist jedoch, dass inzwischen die wenigsten Spitzenklubs auf einen klassischen Spielmacher hinter der Spitze setzen. Im Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain suchte man einen solchen Spieler beispielsweise vergeblich.

Doch genau da will der ehemalige Profi des BVB laut eigener Aussage wieder hin. In die Beletage des europäischen Fußballs. Dass der 28-Jährige in anderer Position eine prägende Rolle bei einem absoluten Spitzenklub spielen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur noch mit viel Fantasie vorstellbar.

Borussia Dortmund: Mario Götze passte beim BVB nicht mehr ins System

Um als „Achter“ zu spielen, fehlen Mario Götze Robustheit und Schnelligkeit. Als Stürmer konnte er in der Vergangenheit nur gelegentlich überzeugen. Wie schon bei Borussia Dortmund dürfte der WM-Held von 2014 bei den meisten Topvereinen nicht ins System passen.

Um es mit den Worten von Lucien Favre (62) zu sagen: „Es ist nicht das ideale System für ihn – da muss man die Wahrheit sagen.“ Denn schon beim BVB fiel er nach der Systemumstellung auf ein 3-4-3 vollends durch das Raster.

Borussia Dortmund: BVB-Star Mario Götze muss seine Ziele nach unten korrigieren

Wohin also mit Mario Götze? Der ehemalige BVB-Profi muss endlich anfangen, kleinere Brötchen zu backen. Die Zeiten der großen Erfolge sind aller Voraussicht nach vorerst vorbei.

Die hohen Ansprüche des Weltmeisters sind zwar aller Ehren wert, doch derzeit fungieren sie eher als Bremsklotz statt als Karriere-Beschleuniger. Der 28-Jährige sollte endlich der Realität ins Auge sehen und sich nicht mit unüberwindbaren Hürden den Weg versperren.

Borussia Dortmund: Ex-BVB-Star Mario Götze sollte Neuanfang bei Hertha BSC wagen

Ein unvorbelasteter Neuanfang würde Mario Götze guttun. Den könnte er beispielsweise bei der Berliner Hertha wagen. Der Hauptstadtclub gilt noch immer als aussichtsreichster Kandidat auf eine Verpflichtung des ehemaligen BVB-Profis.

Bei Hertha BSC könnte er zumindest befreiter aufspielen, als es zuletzt bei Borussia Dortmund, Bayern München oder in der Nationalmannschaft der Fall war. Denn wie es in der jüngeren Vergangenheit für ihn gelaufen ist, ist eines Weltmeisters unwürdig. Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und spiegelt nicht zwingend die Ansicht der gesamten Redaktion wider.

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