Borussia Dortmund

Kommentar: Der BVB sollte froh sein, wenn das Kapitel Mario Götze im Sommer endet

Mario Götze wird seinen auslaufenden Vertrag beim BVB wahrscheinlich nicht verlängern.
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Mario Götze wird seinen auslaufenden Vertrag beim BVB wahrscheinlich nicht verlängern.

Mario Götze wird den BVB im Sommer wahrscheinlich verlassen. Für Borussia Dortmund wäre dies ein Segen. Ein Kommentar.

  • Mario Götze wird seinen 2020 auslaufenden Vertrag beim BVB wahrscheinlich nicht verlängern.
  • Bei Borussia Dortmund sollte man dem 27-Jährigen allerdings nicht hinterhertrauern. 
  • Auch der Weltmeister von 2014 könnte von einem Wechsel profitieren.  

Dortmund - Borussia Dortmund und Mario Götze (27) werden im Sommer höchstwahrscheinlich getrennte Wege gehen. Der Nationalspieler und der deutsche Vizemeister können sich scheinbar nicht auf eine Verlängerung des 2020 auslaufenden Vertrages einigen. In Dortmund kann man froh sein, wenn das Kapitel Mario Götze endlich beendet ist.

Borussia Dortmund hätte Mario Götze niemals zurückholen dürfen

Im Sommer 2016 holte der BVB Mario Götze vom FC Bayern München zurück an die Dortmunder Strobelallee. 22 Millionen Euro ließ sich Borussia Dortmund den "Nostalgie-Transfer" damals kosten. Für den WM-Helden von 2014 ein absolutes Schnäppchen. Eigentlich! Denn das einstige "Wunderkind" aus der BVB-Jugend ließ sich für die Rückholaktion fürstlich entlohnen.  

Mit einem Jahresgehalt von 10 Millionen Euro stieg Mario Götze prompt zu einem Topverdiener beim BVB auf. Rückwirkend betrachtet ist dies nahezu eine absurde Summe. Denn sportlich rechtfertigte Mario Götze sein üppiges Salär viel zu selten. 

BVB: Stoffwechselerkrankung bremste Mario Götze bei Borussia Dortmund aus

Für einen Teil davon muss man den Offensivspieler jedoch komplett aus der Verantwortung nehmen. Schließlich wurde Mario Götze, der sich zu Hause die Zeit mit dem Hund von Ann-Kathrin Götze vertreibt, direkt in der ersten Saison nach seiner Rückkehr zum BVB von einer hartnäckigen Stoffwechselkrankheit ausgebremst. Hierfür kann er nichts.

Doch auch in den nachfolgenden Spielzeiten stand die Zeit des Weltmeisters bei Borussia Dortmund unter keinem guten Stern. Denn der BVB bekam einen komplett anderen Spieler vom FC Bayern zurück, als den, den sie dem Deutschen Rekordmeister 2013 mit lautem Zähneknirschen überlassen mussten.

Mario Götze: Bayern München entriss dem BVB 2013 das Herz

Damals entrissen die Münchner dem BVB mit der Verpflichtung von Mario Götze das kreative Herz der Mannschaft. Die meisten BVB-Fans hat jener Transfer im April 2013 daher bis ins Mark erschüttert. Sechseinhalb Jahre später sieht dies komplett anders aus. Im aktuellen Kader der Westfalen ist der 27-Jährige maximal ein Ergänzungsspieler. Böse Zungen würden ihn sogar als Mitläufer bezeichnen.

Anders als bei Mario Götzes erstem Abgang, ist der Weltmeister von 2014 diesmal ohne größere Anstrengungen ersetzbar für Borussia Dortmund. Besser noch. Ein Abgang des Offensivspielers wäre ein Segen für den BVB. Denn im aktuellen Kader der Westfalen ist er absolut entbehrlich

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Die Zahlen der laufenden Saison untermauern diese These. In der Bundesliga kommt der 27-Jährige auf lediglich fünf Startelfeinsätze. Sechsmal wurde der Offensivspieler eingewechselt. Trotz umfangreicher Abstinenz des Spaniers Paco Alcácer (26).

Neben unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen soll dies ein Hauptgrund sein, warum Mario Götze seinen 2020 auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern will. Daher ist es auch für Mario Götze an der Zeit weiterzuziehen. Denn Hoffnung auf mehr Spielpraxis sollte sich der 27-Jährige auch zukünftig nicht machen. Zumindest so lange nicht, wie Lucien Favre (62) auf dem Trainerstuhl des BVB sitzt.

Von einem Wechsel im Sommer würde also nicht nur Borussia Dortmund profitieren. Auch Mario Götze könnte endlich ein neues, unbelastetes Kapitel in seiner Karriere starten.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.