Vor DFB-Pokal in Wehen

Kompliziertes BVB-Debüt von Marco Rose: Zahlreiche Handicaps

BVB-Trainer Marco Rose im Trainingslager von Borussia Dortmund
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Vor dem DFB-Pokal-Auftakt beim SV Wehen Wiesbaden muss BVB-Trainer Marco Rose ein Personalpuzzle lösen.

Das erste BVB-Pflichtspiel von Trainer Marco Rose wird zur kniffligen Aufgabe. Im DFB-Pokal heute gegen den SV Wehen Wiesbaden fehlen einige Spieler verletzt.

Dortmund (dpa) – 86 Tage nach dem Pokalsieg startet Borussia Dortmund die Mission Titelverteidigung. Die Vorbereitung auf das DFB-Pokal-Spiel des BVB beim SV Wehen Wiesbaden verläuft alles andere als störungsfrei. Das erschwert den Einstand von Trainer Marco Rose.

BVB: DFB-Pokal heute gegen SV Wehen Wiesbaden wird für Marco Rose zur Herausforderung

Eine holprige Vorbereitung, ungewöhnlich viele Ausfälle und ein später Corona-Alarm bei den BVB-Profis Julian Brandt und Thomas Meunier – Borussia Dortmund startet mit einigen Unwägbarkeiten in die Saison. Das Pflichtspieldebüt des neuen Trainers Marco Rose im DFB-Pokal am Samstag (20.45 Uhr/Sky) beim Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden könnte deshalb zum Balanceakt werden.

BVB-Trainer Marco Rose findet derzeit eine schwierige Personalsituation vor.

Trotz der vielen Handicaps verspürt der ehemalige Gladbach-Trainer wie gewohnt wenig Lust auf Understatement. „Wir sind Borussia Dortmund und müssen die Favoritenrolle annehmen. Wenn du den Titel gewonnen hast, sollte das Lust auf mehr machen“, sagte er mit Bezug auf den Pokal-Finalsieg des Revierclubs im Mai über RB Leipzig.

BVB: Verletzungen bereiten Borussia Dortmund Probleme – Marco Rose will nicht jammern

Von einem sorgenfreien Einstieg konnte für Marco Rose beim BVB wahrlich keine Rede sein. Nicht nur die verspätete Rückkehr der vielen EM-Teilnehmer, sondern auch die hohe Zahl an verletzten Profis zwangen in den ersten Wochen zur Improvisation. Die Corona-Fälle Thomas Meunier und Julian Brandt wenige Tage vor dem Saisonstart komplettierten das Bild von einer kniffligen Vorbereitung.

Dennoch sieht BVB-Trainer Marco Rose keinen Grund, die Partie beim bereits eingespielten Drittligisten vorsichtiger anzugehen: „Wir wollen wir sein. In den vergangenen Wochen haben wir uns etwas erarbeitet, für das wir stehen wollen. Wir wollen nicht jammern, sondern in die nächste Runde.“

BVB: Michael Zorc fühlt vor DFB-Pokal-Auftakt bei SV Wehen Wiesbaden mit Marco Rose

Zur Erleichterung aller Beteiligten blieben dem BVB weitere Corona-Fälle erspart. Denn die PCR-Tests beim restlichen Team am Donnerstag (5. August) fielen allesamt negativ aus. Damit konnte die Vorbereitung ohne weitere Einschränkungen fortgesetzt werden. Dass Rose trotz der vielen Störgeräusche gelassen blieb, nötigte Michael Zorc Respekt ab.

„Der Trainer ist im Moment nicht zu beneiden. Er macht das sehr gut und sieht immer das Positive“, lobte der BVB-Sportdirektor im Kicker. Neben Julian Brandt und Thomas Meunier muss Marco Rose noch auf die angeschlagenen EM-Teilnehmer Mats Hummels, Raphael Guerreiro und Emre Can sowie auf die Langzeitverletzten Dan-Axel Zagadou, Soumaila Coulibaly, Mateu Morey und Marius Wolf verzichten.

BVB: Viele Spieler verletzt – Überraschungen in der Pokal-Aufstellung möglich

Vor allem in der Abwehr ist die Not des BVB groß. Deshalb sollen die U23-Spieler Antonios Papadopoulos und Lennard Maloney auch in Wiesbaden aushelfen.

Angesichts der vielen Ausfälle plant Rose auch mit einigen erst vor wenigen Tagen in die Vorbereitung eingestiegenen EM-Teilnehmern wie Axel Witsel, Thorgan Hazard oder Jude Bellingham: „Wir müssen in unserer Konstellation schauen, wen können wir ein bisschen eher ins kalte Wasser werfen. Dabei müssen wir aber darauf achten, dass es nicht too much wird.“

Liebend gern würde der Dortmunder Bundesligist im kommenden Frühling wieder eine ähnliche Party in Berlin feiern wie im Mai. Wohlweislich warnte der 44-Jährige, der im Pokal mit Gladbach zweimal am BVB gescheitert war: „Es geht wieder von Null los. Möglicherweise wittert Wiesbaden eine Chance, uns zu erwischen. Wir werden ein hohes Maß an Gegenwehr erleben.“ (dpa mit RUHR24)