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BVB: Marco Rose bleibt Trainer in Dortmund – fünf Gründe sind ausschlaggebend

Marco Rose soll Trainer beim BVB bleiben. Hans-Joachim Watzke überzeugen offenbar fünf Gründe.

Dortmund – Mit der aktuellen Saison kann Borussia Dortmund nicht zufrieden sein. Nach dem Vorrunden-Aus in der Champions League scheiterte auch das anschließend ausgerufene Ziel des Gewinns der Europa League krachend. Im DFB-Pokal endete die Mission Titelverteidigung derweil gegen St. Pauli. Einzig der gesichert scheinende zweite Platz in der Bundesliga tröstet.

BVB setzt weiter auf Marco Rose: Qualifikation zur Champions League wird wohl erreicht

Doch die damit einhergehende Qualifikation für die Champions League ist in Dortmund lediglich die Pflicht, nicht die Kür. Der BVB will Titel gewinnen. Davon gibt es – sollte Rekordmeister Bayern München im Saisonendspurt nicht überraschend häufig stolpern – in diesem Jahr keinen einzigen. Das führt zu Diskussionen, auch über den Trainer.

Marco Rose ist beim BVB inzwischen angezählt, sogar erste „Rose raus“-Rufe waren zuletzt von den Fans zu hören. Der Fußballlehrer selbst bezeichnete das als „nicht angenehm“. Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum Klubboss Hans-Joachim Watzke gegenüber Sport Bild nun ein Machtwort sprach: „Marco Rose steht bei Borussia Dortmund in keinster Weise zur Disposition.“

Die Sportzeitschrift will gleich fünf Gründe kennen, warum der Trainer trotz der enttäuschenden Ergebnisse in den Pokalwettbewerben weiter Rückendeckung von ganz oben erhält. Der wichtigste sei demnach, dass der BVB aller Voraussicht nach die Qualifikation zur Champions League erreicht.

BVB: Sportliche Misserfolge werden nicht nur auf Trainer Marco Rose zurückgeführt

Für die Dortmunder ist die regelmäßige Teilnahme an der Königsklasse nicht nur sportlich wichtig. Die Einnahmen sind schlicht nicht mit denen in der Europa League zu vergleichen. Früheren BVB-Trainern – wie Lucien Favre und Peter Bosz – kostete nicht zuletzt das drohende Scheitern an diesem Minimalziel den Job.

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund hätten zudem eingesehen, dass das sportliche Zurückbleiben hinter den Erwartungen nicht nur die Schuld des Trainers sei. Dem BVB fehle es schlichtweg an der Qualität im Kader. Insbesondere dann, wenn Leistungsträger wie Erling Haaland verletzt ausfallen.

Mit der aktuellen Saison kann der BVB nicht zufrieden sein. Schuld daran ist aber nicht nur Trainer Marco Rose.

Als dritten Grund für das Festhalten an Marco Rose nennt die Sport Bild die Ansprachen des Hauptübungsleiters in der Kabine. Diese würden von den Verantwortlichen mit Blick auf Inhalt und Atmosphäre als „richtig“ wahrgenommen. Es scheitert dann jedoch oft an der Umsetzung auf dem Platz – nicht selten aufgrund individueller Fehler.

BVB-Coach Marco Rose überzeugt mit Ansprachen – Mannschaft steht hinter dem Trainer

Marco Rose wird außerdem zugetraut, durch eben jene Ansprachen an die Mannschaft das viel zitierte „Mentalitätsproblem“ in den Griff zu bekommen. Als „zeitfressenden Prozess“ erkenne man hier intern etwa das Austreiben unnötig riskanter Pässe an. Der Trainer selbst wählte dafür nach der Niederlage gegen Glasgow den Begriff „Playstation-Fußball“.

Der letzte – und sicher nicht unwichtigste – Grund: Der Großteil der Mannschaft, insbesondere wichtige Säulen, stehe zum Trainer Marco Rose und machen sich intern sogar für ihn stark. Als konkrete Befürworter nennt Sport Bild Abwehrchef Mats Hummels und Torwart Gregor Kobel.

Unter diesen Vorzeichen scheint es so, als wird sich Marco Rose auch in der kommenden Saison auf der BVB-Trainerbank beweisen dürfen. Allerdings dürfte die Rückendeckung von Hans-Joachim Watzke bei einer erneuten Saison ohne Titel und nur der Champions-League-Qualifikation weniger stark ausfallen.

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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