Trainer im Fokus

Marco Rose im Visier: Gladbach-Chef erhebt jetzt Vorwürfe gegen den BVB-Trainer

Borussia Mönchengladbach-Sportdirektor Max Eberl hat sich nochmals über den Transfer von Marco Rose zum BVB geäußert und den Trainer scharf kritisiert.

Dortmund/Mönchengladbach – Fohlen-Manager Max Eberl hat im Podcast „MitGeredet“ die vergangene Saison Revue passieren lassen. Dabei hat er schwere Vorwürfe gegen Marco Rose, den neuen Trainer von Borussia Dortmund, erhoben.

NameMarco Rose
Geboren11. September 1976 (44 Jahre), Leipzig
Größe1,87 m
PartnerinNikola Pietzsch

BVB: Trennung zwischen Marco Rose und Max Eberl verlief friedlich

Der Aufschrei in der vergangenen Saison war groß als bekannt wurde, dass Marco Rose sich dazu entschlossen hatte, von seiner vertraglichen Ausstiegsklausel gebrauch zu machen, um zur neuen Spielzeit von Borussia Mönchengladbach zum BVB zu wechseln. Besonders in der Gladbacher-Fanszene machte sich deswegen großer Unmut breit.

Nicht wenige forderten eine sofortige Entlassung des 44-Jährigen. Doch Gladbachs Sportdirektor Max Eberl stellte sich schützend vor seinen damaligen Trainer und stärkte ihn in der Öffentlichkeit. Er sprach von einer sauberen Trennung ohne böses Blut zwischen den Beiden. Mit etwas Abstand scheinen sich seine Gefühle jedoch ein Stück weit verändert zu haben.

BVB: Max Eberl wirft Marco Rose mangelnde Identifikation als Gladbach-Trainer vor

Im Podcast sprach er von „drei sehr langen und sehr offenen Gesprächen mit Marco Rose, in denen „auch die ein oder andere Träne geflossen“ sei, bevor es zur Trennung kam. „Am Ende muss man sagen, dass er die Identifikation, die er am Anfang gepredigt hat, vielleicht nicht in dem Maße gelebt hat.“

Damit wirft er dem neuen Übungsleiter von Borussia Dortmund indirekt vor, Mönchengladbach von vorneherein nur als Durchgangsstation angesehen und sich daher nicht vollends mit dem Klub identifiziert zu haben.

Max Eberl wirft BVB-Coach Marco Rose vor, sich nicht genug mit Borussia Mönchengladbach identifiziert zu haben.

Marco Rose: Max Eberl hatte BVB-Interesse vorausgesehen

Nach dem Empfinden von Max Eberl hat sich Marco Rose „für einen Verein und einen größeren Schritt entschieden, bei dem er fühlt, eher Deutscher Meister werden zu können, als in Gladbach“ - das sei für den Sportdirektor das Hauptargument. Er habe bereits frühzeitig ein mulmiges Gefühl gehabt, gab der 47-Jährige zu.

„Ich habe natürlich gewusst, dass mit der Entlassung von Lucien Favre in Dortmund, so pervers sich das anhört, wir das Problem kriegen werden. Ohne, dass Marco mir da jemals gesagt hat, er kann sich das vorstellen. Es war ja immer so um uns herum: Dieser Klub da in Westfalen sucht sich ja den neuen Klopp - Ich bin ja nicht doof.“

BVB: Marco Rose ist laut Max Eberl davon überzeugt, mit Borussia Dortmund Meister werden zu können

Max Eberl hat nach eigenen Angaben dennoch alles versucht, um Marco Rose am Niederrhein zu halten. Erfolglos: „Er ist so von sich überzeugt, dass er sagt, ich kann mit Dortmund Meister werden. Ich schaffe das. Und das ist seine Überzeugung gewesen. Und das sind Argumente gewesen, die ich ihm dann auch nicht nehmen kann,“ so der ehemalige Profi.

Marco Rose ist davon überzeugt, mit dem BVB Deutscher Meister werden zu können.

Trotzdem betonte der 47-Jährige nochmal seine Wertschätzung gegenüber Marco Rose, den beim BVB nach der Verletzung von Mats Hummels große Abwehr-Sorgen plagen: „Ich möchte aber auch sagen, dass ich Marco Rose extrem schätze, ihn als Trainer und Menschen extrem schätze, wir auch wirklich im sehr Guten auseinandergegangen sind.“

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