Vor Bundesliga-Auftakt

Deutliches Statement: BVB-Boss Aki Watzke setzt Trainer Marco Rose direkt unter Druck

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke blickt optimistisch auf die neue Bundesliga-Saison. Er stellt eine klare Forderung an Trainer Marco Rose.

Dortmund – Die Worte, die Hans-Joachim Watzke auf der Bilanzpressekonferenz von Borussia Dortmund am Montag (9. August) wählte, waren eindeutig. Noch so eine Zitter-Saison wie die abgelaufene Spielzeit möchte der 62-Jährige nicht noch einmal erleben. Daher machte er eine klare Ansage und erhöht damit den Druck auf Marco Rose.

Name Marco Rose
Geboren11. September 1976 (44 Jahre), Leipzig
Größe1,87 m
PartnerinNikola Pietzsch

Marco Rose (BVB): Hans-Joachim Watzke stellt klare Forderung an seinen neuen Trainer

Eine Titel-Ansage ließ sich Hans-Joachim Watzke nicht entlocken. Trotzdem ist sein Auftrag an BVB-Trainer Marco Rose und die Mannschaft unmissverständlich: „Der dritte Platz aus der letzten Saison ist nicht der Anspruch, auch wenn wir am Ende darüber glücklich waren“, so der Geschäftsführer.

Damit spricht Hans-Joachim Watzke wohl vielen Fans aus der Seele. Gleichzeitig setzt er mit dieser Erwartungshaltung seinen neuen Coach bereits vor dem ersten Bundesligaspiel unter Druck, wohl wissend, dass die Personalsituation beim BVB derzeit angespannt ist.

BVB: Marco Rose soll trotz Personalnotstand gute Ergebnisse liefern

Der Auftakt beim 3:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden dürfte dem BVB-Boss gefallen haben. Allerdings war der Drittligist noch kein echter Gradmesser für das Team von Trainer Marco Rose. Dennoch scheint sich nach dieser Leistung vorsichtiger Optimismus in Dortmund breitzumachen.

Wie es tatsächlich um die Form des amtierenden Pokalsiegers steht, wird sich am Samstag (14. August) zeigen, wenn Eintracht Frankfurt im Signal-Iduna Park gastiert. Bis dahin hofft der BVB auf die Rückkehr einiger Spieler.

Marco Rose soll den BVB in der Bundesliga wieder stabilisieren.

BVB: Marco Rose und Hans-Joachim Watzke hoffen auf baldige Rückkehr von Leistungsträgern

Das Lazarett in Dortmund ist so üppig wie schon lange nicht mehr. Insbesondere die BVB-Abwehr ist arg gebeutelt. Mit Thomas Meunier, Mats Hummels, Emre Can und Raphael Guerreiro ist eine gesamte potenzielle Viererkette aktuell nicht einsatzfähig. Hinzu kommen die Langzeitausfälle von Dan-Axel Zagadou und Neuzugang Soumaila Coulibaly. Umso überraschender wirken daher die deutlichen Aussagen von Hans-Joachim Watzke.

Immerhin machten die Stellvertreter ihre Sache bisher sehr ordentlich. Allen voran Nico Schulz und Youngster Antonios Papadopoulus, wie auch der BVB-Einzelkritik gegen Wehen Wiesbaden zu entnehmen ist. Zudem erwartet Marco Rose bei Emre Can und Mats Hummels eine baldige Rückkehr ins Mannschaftstraining.

BVB-Trainer Marco Rose: Hans-Joachim Watzke von Kader-Qualität überzeugt

Sollte sich die Personalsituation bei Borussia Dortmund zeitnah entspannen, verfügt Marco Rose über einen starken Kader, darüber sind sich viele Experten trotz des Abgangs von Jadon Sancho zu Manchester United einig. Mit Erling Haaland, der im Fokus des FC Bayern steht, hat der BVB einen der besten Spieler der Welt in seinen Reihen.

Hans-Joachim Watzke hofft auf ein besseres Abschneiden in der Bundesliga als zuletzt

Dahinter tummelt sich ein Mix aus gestanden Bundesligaspielern und vielversprechenden Talenten. Die Kampfansage von Hans-Joachim Watzke scheint aus seiner Sicht daher nicht aus der Luft gegriffen: „Uns ist es wieder geglückt einen sehr, sehr guten Kader aufzustellen. Wir sind gerüstet für die Saison und ambitioniert ohnehin“, erklärte der 62-Jährige.

BVB: Hans-Joachim Watzke will mit Marco Rose den FC Bayern angreifen

Mögliche Gründe für die Offensive des Klubchefs gibt es neben der bereits erwähnten Kader-Qualität einige. Zum einen ist der BVB aufgrund der Corona-Pandemie finanziell ein wenig angeschlagen und daher zu sportlichem Erfolg verdammt, um so etwa Einnahmen aus der Champions-League zu kassieren.

Zum anderen drängt sich das Gefühl auf, dass die Bayern-Dominanz in dieser Saison zerschlagen werden kann. Der FCB hat nur sporadisch seinen Kader angepasst und qualitativ hochwertige Abgänge wie David Alaba oder Jérôme Boateng zu verzeichnen.

Hinzu kommt der Wechsel auf dem Trainerposten. Es scheint als würde Hans-Joachim Watzke eine Chance wittern. Insbesondere mit Marco Rose als Trainer, der – wie der Geschäftsführer lobt – „wie die Faust aufs Auge“ zu Borussia Dortmund passt.

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