Stefan Effenberg mit Klartext

BVB-Kapitän durch FC Bayern unter Beschuss: Jetzt meldet sich Marco Reus zu Wort

Stefan Effenberg hat Hasan Salihamidzic kritisiert. Dessen Provokation gegenüber Marco Reus habe aber auch eine positive Seite. Der BVB-Kapitän reagiert ebenfalls.

Berlin/Dortmund - Stefan Effenberg hat im Disput um die Länderspiel-Abreise von Marco Reus den Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic kritisiert. Offenbar wurde die Aussage gegen den Kapitän von Borussia Dortmund aus Kalkül getätigt.

BVB vs. FC Bayern: Effenberg kritisiert Salihamidzic für Aussagen über Marco Reus

„Damit wollte er ein Zeichen setzen wie einst Hoeneß – und daran ist grundsätzlich nichts falsch. Im Nachhinein muss man dennoch sagen: Das hätte er sich schenken können, zumal ich inhaltlich zumindest teilweise eher bei Zorc bin“, schrieb der 35-malige Nationalspieler Stefan Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de.

Hasan Salihamidzic hatte kritisiert, dass BVB-Kapitän Marco Reus gegen Bayer Leverkusen von Beginn an gespielt hatte, obwohl er zuvor vorzeitig von der Nationalelf abgereist war. BVB-Manager Michael Zorc hatte angefressen auf die Kritik reagiert: „Salihamidzic sollte seine Klappe halten.“

BVB-Kapitän Marco Reus spielte gegen Bayer Leverkusen von Beginn an.

BVB vs. FC Bayern: Aussagen über Marco Reus befeuern Rivalität – Effenberg findet das erfreulich

Dortmund verwies auf den Fall Thomas Müller, der noch vor dem ersten Länderspiel angeschlagen abgereist war, aber womöglich im letzten Spiel in Island wieder hätte spielen können. „Das wäre genauso schwachsinnig und unnötig gewesen wie ein Einsatz von Reus. Der hat nun mal eine besondere Verletzungsgeschichte hinter sich, weshalb ich absolut verstehen kann, wenn er sich in Absprache mit Dortmund und dem DFB genau wie Müller schont“, schrieb Stefan Effenberg.

Der 53-Jährige sieht den Streit aber grundsätzlich positiv. Er müsse über die Wortwahl von BVB-Manager Zorc schmunzeln, denn er fühle sich „an die Zeiten von Uli Hoeneß beim FC Bayern erinnert, der immer mal wieder mit einer Aussage bewusst polarisiert hat. Nun fliegen also endlich wieder ein paar Giftpfeile zwischen Dortmund und München hin und her. Es ist doch schön, wenn es etwas zu diskutieren gibt.“

Und Marco Reus selbst? Der BVB-Kapitän sagte auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas gelassen: „Klar habe ich das mitbekommen. Es hat mich im Wesentlichen aber nicht berührt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ (dpa mit RUHR24)

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