Schwere Rückschläge

So schwer treffen den BVB die Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt – wie reagiert Lucien Favre?

Borussia Dortmund ist durch die Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt stark geschwächt. Kann Lucien Favre die Ausfälle kompensieren?

  • Borussia Dortmund musste zuletzt gleich mehrere Rückschläge hinnehmen.
  • Neben Marco Reus muss der BVB auch verletzungsbedingt auf Julian Brandt verzichten.
  • Welche Möglichkeiten hat Lucien Favre, um auf die Verletzungen zu reagieren?

Dortmund - Borussia Dortmund musste in der vergangenen Woche gleich mehrere Rückschläge hinnehmen. Auf die 2:3-Niederlage gegen den SV Werder Bremen im DFB-Pokal (Dienstag, 4. Februar), folgte auch in der Bundesliga beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 8. Februar) das nächste Negativerlebnis für die Elf von Cheftrainer Lucien Favre (62). 

Borussia Dortmund: Marco Reus und Julian Brandt fehlen dem BVB wegen Verletzungen

Doch damit nicht genug. Denn weitaus schlimmer treffen den BVB vermutlich die Verletzungen der beiden Leistungsträger Marco Reus (30) und Julian Brandt (23), wie RUHR24.de* berichtete. 

BVB-Kapitän Marco Reus hat sich im Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen eine Muskelverletzung zugezogen. "Nach jetzigem Stand wird er damit in rund vier Wochen wieder ins Training einsteigen können", verkündete Borussia Dortmund am Mittwoch (5. Februar) auf dem vereinseigenen Twitter-Kanal.

BVB: So reagierte Lucien Favre gegen Bayer Leverkusen auf die Verletzung von Marco Reus

Auf die Verletzung des 30-Jährigen reagierte Lucien Favre im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen mit der Umstellung auf eine Viererkette. Zudem rückten unter anderem die beiden Winterneuzugänge Erling Braut Haaland (19) und Emre Can (26) in die Startelf der Westfalen. 

Diese Planspiele musste der 62-Jährige gegen die "Werkself" allerdings bereits in der Halbzeitpause wieder korrigieren. Nach einem unglücklich geführten Zweikampf mit dem Leverkusener Lars Bender (30) in der zweiten Spielminute konnte Julian Brandt in der zweiten Halbzeit nicht weitermachen.

Borussia Dortmund: Julian Brandt fällt für den BVB gegen Eintracht Frankfurt aus

Bereits am Sonntag (9. Februar) teilte Borussia Dortmund mit: "Julian Brandt hat sich gegen Bayer Leverkusen [...] einen Anriss des Außenbandes im Sprunggelenk zugezogen. Er wird in der kommenden Liga-Partie gegen Eintracht Frankfurt nicht zur Verfügung stehen". Derweil geht die Boulevardzeitung Bild von einer Ausfallzeit von vier Wochen aus. 

Somit ist zumindest auch im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Freitag (14. Februar) Lucien Favres Improvisationstalent gefragt. Doch welche Möglichkeiten bleiben dem 62-jährigen Schweizer?

Am wahrscheinlichsten wäre gegen die Frankfurter Eintracht ein Einsatz von Shootingstar Giovanni Reyna (17). Schließlich besetzte der 17-Jährige bereits in der zweiten Hälfte gegen Bayer Leverkusen die vakante Position des verletzten Julian Brandt.

Video: Warum der Ausfall von Marco Reus für den BVB gerade jetzt so bitter ist

Zudem ist davon auszugehen, dass Erling Haaland – anders als noch im Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen – fortan von Beginn an im Sturmzentrum des BVB auflaufen wird. Dennoch hat Lucien Favre noch weitere Möglichkeiten, um auf die Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt zu reagieren. 

Zum einen könnte Mario Götze (27) den kreativen Part im Mittelfeld von Borussia Dortmund bekleiden. Der 27-Jährige bekam zuletzt allerdings nur wenige Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen. In der laufenden Saison stand der Weltmeister von 2014 in lediglich fünf Bundesliga-Partien von Beginn an für die Westfalen auf dem Rasen.

Der BVB muss verletzungsbedingt auf Marco Reus und Julian Brandt verzichten.

BVB: Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt treffen Borussia Dortmund schwer

Noch ernüchternder sieht derweil die Saisonbilanz von Mahmoud Dahoud (24) im Trikot der "Schwarz-Gelben" aus. In der Bundesliga schenkte Lucien Favre dem 24-Jährigen nur in drei Spielen von Beginn an sein Vertrauen. Kein einziges davon über die kompletten 90 Minuten.

Fakt ist daher, dass der BVB die Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt nicht ohne größeren Qualitätsverlust kompensieren kann. Für den 62-jährigen Trainer von Borussia Dortmund ist daher guter Rat teuer, um die Westfalen in einer ohnehin schwierigen Saisonphase erneut zu stabilisieren.

*RUHR24.de  ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

SF

Rubriklistenbild: © Andreas Gora/ dpa

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