Frühes Aus in der Champions League

BVB: Marco Reus angefressen – Kapitän kritisiert Borussia Dortmund erneut

Das frühe Champions-League-Aus für den BVB hat Folgen. Doch zunächst machte sich Kapitän Marco Reus mächtig Luft über seinen Ärger.

Lissabon – An diesen Abend dürfte Borussia Dortmund noch lange zurückdenken. Durch die 1:3-Niederlage gegen Sporting ist der BVB frühzeitig aus der Champions League ausgeschieden. Statt Hoffnung auf das Achtelfinale heißt es Aus nach fünf von sechs Gruppenspielen und Anfang 2022 Europa League statt Königsklasse.

NameMarco Reus
Geboren31. Mai 1989 (Alter 32 Jahre), Dortmund
Größe1,80 Meter
Gewicht71 Kg
EhepartnerinScarlett Gartmann (verh. 2019)
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB: Marco Reus ist angefressen – Kapitän zählt Borussia Dortmund mächtig an

Neben dem sportlichen Schaden gehen den Westfalen zudem noch zweistellige Millionen-Einnahmen durch die Lappen. Das erschwert die Planungen für die nächste Saison ungemein. Denn Erling Haaland würde der BVB gerne mit einem XXL-Gehalt länger halten wollen und darüber hinaus müssten die Schwarz-Gelben in neue Spieler investieren. Das hat spätestens der Abend von Lissabon erneut gezeigt.

Ob daran auch Marco Reus denken musste? Der Kapitän von Borussia Dortmund war nach dem 1:3 gegen Sporting angefressen. Im anschließenden Interview zählte der deutsche Nationalspieler das eigene Team mächtig an.

BVB-Kapitän Marco Reus spricht von einem „besch*** Abend“ in Lissabon gegen Sporting

Gegenüber DAZN sprach der 32-Jährige davon, dass das Champions-League-Aus „komplett unnötig“ sei. „Wir spielen in Unterzahl besser als Sporting mit elf Mann. Die haben ja gar nichts gemacht.“ Zwar gab Marco Reus im selben Atemzug zu, dass „wir auch nicht unser bestes Spiel gemacht haben“. Dennoch sei die Niederlage für den BVB vermeidbar gewesen.

„Am Ende sind es immer Gegentore durch individuelle Fehler. Sporting war total verunsichert. Wir bringen sie ins Spiel rein. Das war ein besch*** Abend“, so der Kapitän weiter.

BVB-Kapitän Marco Reus war nach der Niederlage gegen Sporting mächtig angefressen.

BVB-Kapitän Marco Reus prangert individuelle Fehler von Borussia Dortmund an

Vor dem 0:1 unterlief Nico Schulz ein Fehler, vor dem 0:3 patzte der eingewechselte Dan-Axel Zagadou gleich zweimal. Erst verschuldete er völlig unnötig einen Foulelfmeter, dann schaltete sein Gegenspieler beim Nachschuss des Strafstoßes viel schneller als er selbst. Zwei Beispiele, die sich wie ein roter Faden durch die BVB-Saison ziehen.

Die Defensive von Borussia Dortmund ist bislang die Achillesferse unter dem neuen Trainer Marco Rose. In zwölf Ligaspielen fielen bereits 18 Gegentore. Hinzu kommen elf Gegentreffer in fünf Champions-League-Spielen. Einzig im DFB-Pokal hat Borussia Dortmund nach zwei Partien (gegen unterklassige Gegner) noch eine weiße Weste. Das Auf und Ab nervt Marco Reus.

BVB-Kapitän Marco Reus: Kritik an zu viel Inkonstanz – Rückschlag in der Entwicklung

„Wir sind raus, das ist die bittere Wahrheit. Wir haben zu viele Ups und Downs in kürzester Zeit. Das wirft uns in unserer Entwicklung zurück, weil wir einfach nicht daraus lernen“, so die mehr als deutlichen Worte des BVB-Kapitäns.

BVB-Kapitän Marco Reus kritisierte nach der Pleite gegen Sporting die individuellen Fehler.

Was dazu passt: In der Champions League ist zwar schon frühzeitig Schluss, aber in der Liga steht Borussia Dortmund trotz der Flut an Gegentoren auf Platz zwei und nur ein Punkt hinter dem Tabellenführer Bayern München. Im DFB-Pokal ist der Branchenprimus bereits ausgeschieden, während die Westfalen in der dritten Runde stehen.

BVB-Reise nach Lissabon ein Fiasko von vorne bis hinten

Es dürfte nur ein schwacher Trost für Marco Reus sein. Sowieso stand die Reise nach Portugal von Anbeginn unter keinem guten Stern. Erst fing sich Thorgan Hazard das Coronavirus ein, wodurch er gar nicht mitfliegen konnte, dann leistete sich Marco Rose einen peinlichen Fauxpas zum Sporting-Trainer, ehe auch noch BVB-Ultras nach Schlägereien in Lissabon festgenommen wurden.

Zum krönenden Abschluss verletzte sich der wieder genesene Raphael Guerreiro beim Aufwärmen für das Spiel, ehe die 1:3-Niederlage und das damit verbundene Aus in der Champions League folgte. Die langfristigen Schäden zeichnen sich dabei womöglich noch gar nicht ab.

Rubriklistenbild: © Patricia de Melo Moreira/AFP