Zwei BVB-Profis jubeln

Tor-Festival bei der EM: Manuel Akanji und die Schweiz werfen Frankreich raus

Mit den BVB-Profis Gregor Kobel auf der Bank und Manuel Akanji auf dem Platz hat die Schweiz ein kleines EM-Wunder geschafft. In einem spektakulären Achtelfinale wurde der Topfavorit Frankreich ausgeschaltet.

Bukarest/Dortmund - Die Fußball-Europameisterschaft hat ihre erste Sensation: Top-Favorit Frankreich ist im Achtelfinale ausgeschieden. Die „Équipe Tricolore“ unterlag in einem spektakulären Spiel Außenseiter Schweiz nach Elfmeterschießen. Dabei wartete die Partie mit mehreren Wendungen und vielen Toren auf.

NameManuel Akanji
Geboren19. Juli 1995 (Alter 25 Jahre), Wiesendangen, Schweiz
Größe1,87 Meter
EhepartnerinMelanie Windler (verh. 2019)
ElternAbimbola Akanji, Isabel Akanji
GeschwisterSarah Akanji, Michelle Akanji
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB: Manuel Akanji und Gregor Kobel jubeln - Schweiz wirft Frankreich bei der EM raus

Am Ende war es Torwart Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach, der einen Elfmeter gegen Superstar Kylian Mbappé parierte – und die Schweiz damit ins EM-Viertelfinale brachte. Unter anderem sehr zur Freude seiner Nationalmannschafts-Kollegen Gregor Kobel und Manuel Akanji von Borussia Dortmund.

Letzterer traf sogar im Achtelfinale gegen Frankreich einmal, als er wie vier seiner Kollegen vom Elfmeterpunkt antrat. 120 Minuten spielte der BVB-Verteidiger und machte gegen die klangvolle Offensiv-Power des Gegners einen guten Job.

Manuel Akanji (BVB) und die Schweiz mit starkem EM-Achtelfinale gegen Topfavorit Frankreich

In der Gruppenphase hatte es noch viel Wirbel um die Eidgenossen gegeben. Nach der 0:3-Pleite gegen Italien gab es in der Schweiz um BVB-Profi Manuel Akanji eine verrückte Frisur-Debatte. Das hinderte die „Nati“ im Achtelfinale aber nicht, gegen den EM-Favoriten Frankreich groß aufzuspielen.

Der Ex-Frankfurter Haris Seferovic brachte den Außenseiter nach 15 Minuten per Kopf in Führung. Das frühe 1:0 spielte dem Team um Trainer Vladimir Petkovic in die Karten. Denn fortan konzentrierte es sich auf sehr disziplinierte Defensiv-Arbeit, mit der die wenig inspirierenden Franzosen ihre Probleme hatten.

BVB-Profi Manuel Akanji (2.v.r.) und die Schweiz haben im EM-Achtelfinale Frankreich besiegt.

EM-Achtelfinale: Schweiz scheitert mit Elfmeter in der zweiten Halbzeit an Frankreich

Frankreich-Trainer Didier Deschamps reagierte daher auch in der Halbzeitpause und wechselte nicht nur Kingsley Coman vom FC Bayern München ein, sondern stellte ebenso das System um. Ehe er dafür belohnt wurde, musste der EM-Favorit aber noch einen weiteren Schrecken überwinden.

In der 53. Minute bekam die Schweiz nach einer VAR-Überprüfung nachträglich einen Foulelfmeter zugesprochen. Allerdings parierte Hugo Lloris diesen gegen den Ex-Wolfsburger Dario Rodriguez.

EM-Achtelfinale: Frankreich dreht in fünf Minuten das Spiel gegen die Schweiz

Nur fünf Minuten später hatte Frankreich das Spiel gedreht. BVB-Verteidiger Manuel Akanji musste mit ansehen, wie sein Weltklasse-Gegenspieler Karim Benzema von Real Madrid zweimal sehenswert traf.

Zweimal konnte Karim Benzema (r.) erfolgreich Manuel Akanji entwischen.

Nach 75 Minuten sah die Schweiz dann sogar wie der sichere Verlierer in diesem EM-Achtelfinale aus. Paul Pogba von Manchester United zirkelte aus dem Stand und aus 20 Meter zentraler Torentfernung das runde Leder unhaltbar in den rechten Winkel zum 3:1. Zu diesem Zeitpunkt hatte noch keiner mit einem völlig verrückten Schlussspurt gerechnet.

EM-Achtelfinale: Schweiz gleicht 1:3-Rückstand gegen Frankreich noch aus

Zunächst traf Haris Seferovic zum zweiten Mal an diesem Abend. Der Stürmer von Benfica Lissabon war in der 81. Minute wieder einmal per Kopf zur Stelle. Vier Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz der Franzosen – doch beim Tor des Ex-Schalkers Mario Gavranovic stand dieser im Abseits, wodurch der 3:3-Ausgleich nicht zählte. Im Gegensatz zur 90. Minute.

Sekunden vor der vierminütigen Nachspielzeit traf Mario Gavranovic erneut für die Schweiz und dieses Mal zählte der Treffer. Es sollte aber nicht das letzte Highlight in diesem spektakulären EM-Achtelfinale sein, ehe die Verlängerung begann.

Superstar Kylian Mbappé verlor nicht nur dieses Duell gegen Manuel Akanji.

EM-Achtelfinale: Schweiz und Frankreich hatten noch das 4:3 in der Nachspielzeit auf dem Fuß

Binnen einer Minute hatte erst Ahmir Mehmedi das 4:3 für die Schweiz auf dem Fuß, ehe Kingsley Coman für Frankreich artistisch per Volley nur die Latte traf. So aber blieb es nach knapp 95 Minuten beim 3:3, sodass es in die Verlängerung ging.

In der ging es zwischen der Schweiz und Frankreich verhältnismäßig ruhig zu. Mit Fortdauer des Spiels ließen die Kräfte beider Teams langsam nach – sodass zum ersten Mal bei dieser EM das Elfmeterschießen über einen Sieger entscheiden musste.

EM-Viertelfinale: Manuel Akanji (BVB) und die Schweiz trifft jetzt auf Spanien

In dem verwandelten die ersten neun Spieler allesamt – inklusive Manuel Akanji vom BVB. Einzig Kylian Mbappé scheiterte am gut reagierenden Yann Sommer, wodurch die Sensation perfekt war.

Während Weltmeister Frankreich nun überraschend früh die Heimreise antreten muss, trifft die Schweiz im EM-Viertelfinale am Freitag (2. Juli, 18 Uhr) in St. Petersburg auf Spanien. Die Iberer hatten sich wenige Stunden zuvor in einem ähnlich verrückten Spiel 5:3 nach Verlängerung gegen den Vize-Weltmeister Kroatien durchgesetzt. Auch hier hatte es nach 90 Minuten 3:3 unentschieden gestanden.

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