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Der BVB verliert verdient mit 0:2 bei Atletico Madrid. Erstmals seit Beginn der Datenerfassung bleibt eine Dortmunder Mannschaft in der Champions League ohne Schuss aufs Tor. Dennoch hat die Mannschaft von Lucien Favre gute Chancen auf den Gruppensieg.

Abtasten in der Anfangspahse

Ömer Toprak stand für den geschonten Dan-Axel Zagadou in der Startelf, ansonsten begann der BVB mit der bestmöglich verfügbaren Elf. Der BVB konnte in der ersten halben Stunde 67 Prozent Ballbesitz verbuchen, ohne sich dabei allerdings einen einzigen Torschuss herauszuspielen.

Atletico Madrid hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Mal versucht. Viele Fehlpässe im Spielaufbau machten es den Dortmundern schwer, gute Situationen zu kreieren. Von Paco Alcacer war nicht viel zu sehen.

Madrid dreht nach der Führung auf, Bürki herausragend

In der 33. Minute ging Atletico Madrid durch Saul Niguez in Führung. Spätestens jetzt war klar, dass es ein ganz schwerer Abend für den BVB werden würde.

Fortan starteten die Gastgeber einen wahren Sturmlauf mit Chancen im Minutentakt, der BVB war in dieser Phase total von der Rolle. Roman Bürki hielt sein Team mit glänzenden Paraden im Spiel und rettete den knappen Rückstand in die Pause.

Nach Wiederbeginn tat sich Schwarzgelb weiterhin schwer gegen die stark umschaltenden Spanier. Es schien bisweilen, als hätten dieser sowohl in Offensive als auch in der Defensive einen Mann mehr auf dem Platz.

So gelang es Dortmund selten, den Ball erfolgsversprechend in die Spitze zu tragen. Sturmhoffnung Paco Alcácer konnte nach 50 Minuten nur neun Ballaktionen vorweisen. Gefährlich wurde davon keine.

Erste gute BVB-Chance in der 65. Minute

Nach einer guten Stunde wurde Alcácer von seinen Gegenspielern auf der rechten Seite vergessen und brachte eine Flanke mustergültig auf den soeben für den schwachen Pulisic eingewechselten Guerreiro.

Der Portugiese, wahrlich nicht als Kopfballmonster bekannt, konnte den komplizierten Ball aus fünf Metern nicht aufs Tor bringen. Es war die erste und einzige wirkliche Torchance für den BVB.

Kein einziger Schuss aufs Tor

Lucien Favre versuchte alles, brachte noch Mario Götze und Jacob Bruun Larsen für Paco Alcácer und Jadon Sancho. Der BVB spielte gefällig, ohne wirklich gefährlich zu werden. Stattdessen nutzte Antoine Griezmann in der 80. Minute eine Kontersituation und machte den Deckel auf die Partie.

In den gesamten 90 Minuten musste Jan Oblak keinen einzigen Schuss parieren. Das gab es seit Beginn der Datenerfassung 2003 bei BVB-Spielen in der Champions League noch nie.

Trotzdem gute Chancen auf den Gruppensieg

Der BVB bleibt aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches (4:0) weiterhin mit neun Punkten Tabellenführer der Gruppe A. Vor den punktgleichen Spaniern.


 

Bei Siegen gegen den FC Brügge (28. November) und in Moncaco (11. Dezember) wäre Borussia Dortmund Gruppensieger. Ein Unentschieden gegen Brügge würde bereits zum Einzug ins Achtelfinale reichen.