Trotz Rettung in Berlin

Marcel Reif über Lucien Favre und den BVB: "Das kann nicht gut enden"

Lucien Favre zittert beim BVB um seinen Job. Doch auch nach dem Sieg am Samstag (30. November) glaubt TV-Experte Marcel Reif nicht an ein gutes Ende.

Dortmund - Lucien Favre rettet sich beim BVB momentan von Spiel zu Spiel. Nach der Niederlage gegen den FC Barcelona in der Champions League rechneten bereits die Meisten mit einer Entlassung des Schweizers. Doch er durfte noch einmal in der Bundesliga ran - und konnte prompt gegen Hertha BSC gewinnen. Lucien Favre bleibt also erst einmal im Amt. TV-Experte Marcel Reif sieht das jedoch kritisch.

Marcel Reif: Lucien Favre beim BVB - Spieler machen nicht mit

Ist ein erster Schritt in die richtige Richtung geschafft? Mit dem knappen aber verdienten 2:1-Sieg des BVB gegen Hertha BSC hält sich Lucien Favre zwar zunächst in Dortmund auf den Beinen, doch so richtig überzeugt scheint man noch nicht. Im Doppelpass bei Sport1 war erneut die Trainerdiskussion bei den Schwarzgelben ein Thema. Dort machte Marcel Reif deutlich: So geht es nicht weiter! Dabei appellierte er an die beiden geladenen Gäste und Ex-BVB-Profis Neven Subotic (30) und Jens Lehmann (50).

"Das wisst ihr als Spieler sehr viel besser als ich, das erträgt eine Mannschaft nicht", erklärt der TV-Experte und fügt an, dass das Team nicht mehr mithelfen würde. Dabei zog der 70-Jährige einen interessanten Vergleich. Die Situation sei ähnlich wie beim Konkurrenten FC Bayern München und Ex-Trainer Niko Kovac (48). "Wir saßen hier bereits alle bei Niko Kovac und dachten uns: "Das ist eine Mission Impossible." Der Trainer stand ebenfalls lange vor seiner Entlassung in der Kritik und Fans hatten den Abschied schon länger gefordert.

Marcel Reif über Lucien Favre: Ein toller Kerl, aber unter massivem Druck beim BVB

Und in der Tat: Eine Entlassung von Lucien Favre steht bereits länger im Raum. Doch der Schweizer schafft es immer wieder seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das Champions League-Gruppenspiel gegen den FC Barcelona galt auch als Schicksalsspiel für den Trainer, doch trotz Niederlage und schwächelndem Auftritt blieb er im Amt. Kritik an Lucien Favre möchte Marcel Reif nicht persönlich werden lassen. "Ich freue mich für ihn, weil er ein toller Kerl ist, er ist so, wie er ist", so der 70-Jährige im Doppelpass.

Der Experte ging noch ein Stück weiter und nahm den strauchelnden Trainer in Schutz: "Wenn du ihn gestern gesehen hast, er steht so massiv unter Druck. Er ist ja nicht blind." Die Situation für den 62-Jährigen dürfte sich beim BVB in den nächsten Wochen jedoch nicht wirklich entspannen. Durch die rote Karte fehlt ihm zudem mit Mats Hummels (30) eine wichtige Stütze in der Defensive.

Laut Marcel Reif hält sich Lucien Favre beim BVB nicht mehr lange

Deshalb glaubt auchMarcel Reif an ein Ablaufdatum von Lucien Favre bei den Schwarzgelben. Denn trotz kurzzeitiger Verschnaufpause sagt er: "Das ist eine Geschichte, die nicht gut enden kann." Ähnlich dachten auch die weiteren Gäste beim Doppelpass. Ex-BVB-Verteidiger und aktuell Union Berlin-Profi Subotic hält ein Bekenntnis zu Lucien Favre bis zum Saisonende für äußerst unwahrscheinlich.

Den kommenden Wochen blicken die Experten mit Sorge entgegen. Vor allem das Weiterkommen der Dortmunder in der Champions League könnte entscheidend sein. "Jetzt denkt man, heute alles ist gut, aber nichts ist gut", so Marcel Reif. "Wenn wirklich dann noch der Moment kommt, an dem Borussia Dortmund anerkennen muss, dass sie raus sind..." Bevor er den Satz beenden kann, wurde der Experte unterbrochen. Doch es braucht nicht viel Fantasie, um sich die Konsequenzen auszumalen. 

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