Viele Fehler im Supercup

BVB-Trainer Marco Rose verteidigt Felix Passlack trotz Horror-Leistung enorm

Felix Passlack leistete sich beim BVB-Spiel im Supercup gegen den FC Bayern viele Fehler und trug eine Mitschuld an der Niederlage. Doch Marco Rose stellt sich vor seinen Profi.

Dortmund – Borussia Dortmund musste sich im Supercup dem FC Bayern geschlagen geben. Das BVB-Problem hatte einen Namen, kommentierte RUHR24-Redakteurin Katharina Küpper. Felix Passlack war der Unsicherheitsfaktor in der Hintermannschaft der Schwarz-Gelben.

NameFelix Passlack
Geboren29. Mai 1998 (Alter 23 Jahre), Bottrop
Größe1,70 Meter
Aktuelles TeamBorussia Dortmund (#30/Abwehrspieler)

BVB: Trainer Marco Rose verteidigt Felix Passlack trotz Horror-Leistung

Das zeigte auch die BVB-Einzelkritik gegen den FC Bayern: Felix Passlack bekam von RUHR24 die Note 6. Der Verteidiger leistete sich in den 90 Minuten satte 16 Ballverluste und war an zwei Gegentoren direkt beteiligt. Ein Abend zum Vergessen für den 23-Jährigen.

Dortmund-Trainer Marco Rose wollte aber bei der Pressekonferenz nach dem Supercup-Spiel des BVB gegen den FC Bayern die Fehler von Felix Passlack nicht zu hoch hängen: „Ich bin froh, dass er bei uns ist, und sehe das ein Stück weit anders.“

BVB: Felix Passlack hatte laut Marco Rose „gute Situationen“ gegen den FC Bayern

So habe es Felix Passlack „in der Vorbereitung hervorragend gemacht“. Da sich Thomas Meunier beim BVB zuletzt in Corona-Quarantäne befand und erst am Mittwoch (18. August) das Training wieder aufnehmen konnte, sowie Mateu Morey womöglich sogar die komplette Saison verletzt ausfällt, kam der 23-Jährige auf der Rechtsverteidiger-Position zum Einsatz.

Marco Rose sah sogar positive Aspekte bei Felix Passlack im Spiel gegen den FC Bayern: „Wenn man ihn braucht, ist er da. Er hat gearbeitet, gekämpft und hatte gute Situationen.“ Tatsächlich hatte der Abwehrspieler am zwischenzeitlichen 1:2 seinen Anteil, als er einen langen Ball von Manuel Akanji gut annahm und auf Jude Bellingham weiterspielte, der wiederum für Marco Reus auflegte.

Felix Passlack (r.) leistete sich beim BVB gegen den FC Bayern viele Fehler. Doch sein Trainer Marco Rose nimmt ihn in Schutz.

BVB: Felix Passlack mit enormen Problemen gegen schnelle Außenspieler des FC Bayern

Doch letztlich wurde der Rechtsverteidiger im Supercup vor allem an seinen Fehlern gemessen. Gegenspieler Kingsley Coman setzte Felix Passlack immer wieder unter Druck, zumal der Abwehrmann in Sachen Schnelligkeit deutliche Defizite gegenüber dem Franzosen sowie Alphonso Davies und Serge Gnabry hatte.

BVB-Trainer Marco Rose wollte die Fehler von Felix Passlack letztlich auch nicht schönreden: „Bestimmte Fehler darfst du im eigenen letzten Drittel nicht machen und davon haben wir tatsächlich einige zu viel gemacht. Wir haben die Bayern hier und da mal eingeladen.“ Allerdings leistete sich auch Innenverteidiger Manuel Akanji vor dem 1:3 einen Bock, als er den Ball unmittelbar vor dem Strafraum im Spielaufbau verlor.

Felix Passlack (BVB): Marco Rose verzeiht dem Verteidiger „ein paar Dinge“

Dennoch: Zwei der drei Gegentreffer gingen auf die Kappe von Felix Passlack. Marco Rose zeigte sich nachsichtig: „Am Ende ist er auch kein hoch erfahrener Spieler, dem man auch ein paar Dinge verzeihen muss.“ Der Rechtsverteidiger brauche einen „gewissen Rhythmus, er ist kein Spieler, der ständig auf dem Feld steht“.

Dass sich Felix Passlack unter anderem die Ballverluste auf seiner Außenbahn überhaupt leistete, führte Marco Rose auch auf die Taktik zurück. „Die erste Prämisse ist es, spielerische Lösungen zu finden“, so der Coach, der allerdings auch anführte: „Aber die Entscheidungen treffen die Jungs auf dem Platz.“

Felix Passlack (BVB) in der Aufstellung in Freiburg? Thomas Meunier zurück im Training

Teamkollege Marco Reus sah das ähnlich und gab Felix Passlack keine Schuld an den Gegentoren: „Die Seite war keine Schwachstelle. Wir haben schlecht verschoben und sind nicht energisch rausgegangen“, sagte der Kapitän bei Sat1.

Ob Felix Passlack aber auch gegen den SC Freiburg in der Aufstellung des BVB stehen wird, bleibt abzuwarten. Thomas Meunier ist wieder im Training und könnte den Platz auf der Rechtsverteidiger-Position einnehmen.

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