Dementi folgt prompt

BVB-Krisengipfel nach Glasgow-Pleite? Eine Bedingung bleibt entscheidend

Nach der BVB-Pleite gegen die Glasgow Rangers soll es ein Krisentreffen gegeben haben.

Dortmund – Erneut muss Borussia Dortmund nach einer desolaten Vorstellung Krisenmanagement betreiben. Gegen die Glasgow Rangers setzte es für den BVB im Hinspiel der Europa League Play-offs eine sang- und klanglose 2:4-Niederlage. Entsprechend ereignisreich sollen die Stunden nach dem Spiel gewesen sein.

BVB: Krisensitzung nach Glasgow-Niederlage? Trainer Rose steht nicht zur Debatte

Nach Informationen von Sky soll es nach Abpfiff sogar eine Krisensitzung gegeben haben. Die Protagonisten: der zunehmend angezählte BVB-Trainer Marco Rose, Sportdirektor Michael Zorc und dessen designierter Nachfolger Sebastian Kehl sowie Klub-Boss Hans-Joachim Watzke.

BVB-Trainer Marco Rose steht nach der Pleite gegen die Glasgow Rangers wohl nicht zur Debatte.

Nach Sky-Informationen wurde bei dem Treffen die Lage nach der zweiten deutlichen Niederlage im eigenen Stadion in Folge – vor knapp zwei Wochen verlor der BVB in der Bundesliga mit 2:5 gegen Bayer Leverkusen – besprochen. Personelle Konsequenzen soll es zunächst aber wohl nicht geben.

BVB dementiert Krisensitzung nach Glasgow-Pleite: CL-Qualifikation für Rose ausschlaggebend

Eine Entlassung von Marco Rose stehe momentan nicht zur Debatte. Eine Einschätzung, die sich wohl nur ändern werde, sollte die für den Klub so wichtige Qualifikation für die Champions League plötzlich wackeln. Da Borussia Dortmund in der Liga nach 22 Spieltagen aber komfortable zwölf Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz fünf hat und die Konkurrenz nicht beeindruckt, ist das kein allzu realistisches Szenario.

Interessant: Am frühen Freitagmorgen (18. Februar) dementierte der BVB ein solches Krisentreffen nach der Niederlage am Vorabend. Möglicherweise stört sich der Klub aber lediglich am Begriff „Krisentreffen“. Denn Sky betonte trotz Dementi erneut, dass die Führungsriege nach dem Spiel zusammengesessen habe.

So oder so besteht nach der alarmierenden Vorstellung Redebedarf. BVB-Verteidiger Mats Hummels analysierte die Niederlage gegen die Glasgow Rangers bereits kurz nach Abpfiff schonungslos. Der 33-Jährige sprach von „unsinnigem“ und „unlogischem“ Fußball. Man könne so nie „dauerhaft erfolgreich“ sein.

BVB steht in Schottland vor Herkulesaufgabe – vorher kommt Gladbach nach Dortmund

Das Rückspiel im ausverkauften Ibrox Stadium in der kommenden Woche (24. Februar, 21 Uhr) wird angesichts dieser Niederlage zu einer echten Herkulesaufgabe für Borussia Dortmund. Selbstbewusst hatten die Dortmunder nach dem Ausscheiden aus der Königsklasse den Gewinn der Europa League als neues Ziel ausgerufen – auch aus finanziellen Gründen.

Das Vorhaben droht nun bereits zu scheitern, bevor es überhaupt so richtig begonnen hat. Viel Zeit zum Nachdenken und für weitere „Krisentreffen“ hat der BVB aber zunächst nicht. Am Sonntag (20. Februar, 17.30 Uhr) geht es in der Bundesliga darum, gegen Borussia Mönchengladbach die dritte Heimpleite in Serie zu verhindern.

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