TV-Experte zur Krise in Dortmund

BVB-Trainer Edin Terzic sollte sofort gehen: Lothar Matthäus nennt zwei kuriose Kandidaten

Wenn es nach Lothar Matthäus geht, braucht der BVB sofort einen neuen Trainer. Er nennt gleich zwei Kandidaten für die Nachfolge von Edin Terzic.

Dortmund – Borussia Dortmund bot am 21. Spieltag eine besorgniserregende Leistung. Nur durch Zufall gelang Erling Haaland (20) noch der späte Ausgleich für den BVB im Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim (2:2).

NameEdin Terzic
Geboren30. Oktober 1982 (Alter 38 Jahre), Menden (Sauerland)
Größe1,84 Meter
EhepartnerinKora Wölm (verh. 2013)
Bisheriger VereinBorussia Dortmund (Fußballtrainer, seit 2020)
AusbildungRuhr-Universität Bochum

BVB enttäuscht gegen die TSG Hoffenheim: Trainer Edin Terzic in der Kritik

Der BVB-Angreifer war auf einen Fehlpass von Hoffenheims Sebastian Rudy (30) angewiesen, damit er in Szene gesetzt wurde und in der 80. Minute wenigstens noch das 2:2 erzielen konnte. Denn seine Mitspieler präsentierten sich über weite Strecken des Spiels offensiv wie defensiv ohne Plan.

Auf eine derartige Leistung folgt unweigerlich die Frage nach der Verantwortung des Trainers. Schließlich holte Borussia Dortmund nur einen Sieg aus den jüngsten sechs Bundesliga-Spielen.

BVB-Trainer Edin Terzic ist sich sicher: Vertrauen der Spieler ist vorhanden

In der Presse wurde schon vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim berichtet, dass BVB-Trainer Edin Terzic bei den Spielern in der Kritik steht. Er führte daraufhin zahlreiche Einzelgespräche, nahm seine Führungsspieler in die Pflicht. Ohne Erfolg.

Dass er den Zugang zur Mannschaft verloren habe, sei aber falsch. „Ich habe schon das Gefühl, dass ein großes Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten ist“, sagte er bei Sky.

BVB-Trainer Edin Terzic glaubt an die Rückendeckung seitens seiner Mannschaft.

BVB-Abwehrchef Mats Hummels macht sich für Trainer Edin Terzic stark

Obwohl der Rückstand auf die Champions-League-Ränge am Sonntag (14. Februar) noch auf sechs Punkte anwachsen kann, stimmte ihm Mats Hummels (31) zu.

„Unter keinem Trainer der Welt ist nach zwei Wochen alles so, wie der Trainer es sich vorstellt. Das war bei Jürgen Klopp nicht so und ist auch bei Edin so“. Dennoch will der Abwehrchef des BVB jetzt schon eine generelle Besserung unter der Leitung von Edin Terzic erkannt haben.

BVB-Trainer Edin Terzic soll gehen: Lothar Matthäus nennt zwei neue Kandidaten

Er stärkt den Rücken des Trainers, der Mitte Dezember sein Amt in Dortmund angetreten hat. Und seither in zehn Bundesliga-Spielen auf eine Bilanz von vier Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen kommt.

Ganz anderer Meinung ist Sky-Experte Lothar Matthäus (59). Geht es nach dem Rekordnationalspieler, muss der BVB jetzt die Reißleine ziehen. Zwei Trainer hat er als persönliche Favoriten für die sofortige Nachfolge von Edin Terzic auserkoren.

BVB-Berater Matthias Sammer als Nachfolger von Edin Terzic?

Die Nummer eins ist für ihn Matthias Sammer (53): „Der Name steht für mich an erster Stelle. Er wäre für mich der richtige Mann. Wenn da vorne diese Persönlichkeit steht, die Dortmund-Geschichte geschrieben hat, die alles erreicht hat als Trainer und als Spieler, die ehrgeizig ist.“

Der Meister-Trainer der Saison 2001/2022 ist in Dortmund aktuell als Berater des Managements tätig. Noch einmal an die Seitenlinie zurückzukehren, schloss er bisher kategorisch aus.

BVB-Berater Matthias Sammer: Rückkehr als Trainer ist ausgesprochen unwahrscheinlich

Obwohl Lothar Matthäus sagt „ich weiß, dass er es nicht machen wird“, richtet er einen Appell an Matthias Sammer: „Stell dich drei Monate da hin, du musst ja nicht 90 Minuten das Training leiten, dafür hast du deine Co-Trainer, und mach es! Das wäre schon eine Lösung für Dortmund, die sich auch die Fans wünschen würden.“

Matthias Sammer spricht über das Topspiel.. Foto: Sven Hoppe/dpa

Inwiefern diese Lösung dem Wunsch der BVB-Fans entspräche, kann nur spekuliert werden. Denn obwohl Matthias Sammer bereits als Berater für den Verein tätig ist, tut man sich in Dortmund schwer, Lösungen für wiederkehrende sportliche Probleme zu finden.

BVB: Lothar Matthäus bringt Arsene Wenger als Nachfolger für Trainer Edin Terzic ins Spiel

Der zweite Trainer, den Lothar Matthäus als Nachfolger von Edin Terzic in den Ring wirft, versprüht auch nach vielen Jahren noch Glanz: Arsene Wenger (71). „Das ist so einer, den ich immer im Kopf habe, seit er bei Arsenal aufgehört hat. Er wurde ja auch mal bei Bayern München ins Gespräch gebracht“.

Der langjährige Erfolgstrainer des FC Arsenal gab sein Amt im Sommer 2018 nach 22 Jahren auf. Trotz vielfacher Gerüchte kehrte der 71-Jährige seither nicht mehr auf die Bank zurück.

Lothar Matthäus hält auch Arsene Wenger für einen geeigneten Trainer-Kandidaten beim BVB.

BVB: Arsene Wenger hat einen anderen Job, Michael Zorc will mit Trainer Edin Terzic weitermachen

Stattdessen ist er seit November 2019 als „Direktor Entwicklung“ bei der FIFA tätig. Deshalb kommt auch Lothar Matthäus zu dem Schluss: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so etwas für drei Monate macht“.

Gut möglich also, dass die Wunschtrainer des Sky-Experten nicht das Amt von Edin Terzic übernehmen werden. Zumal Sportdirektor Michael Zorc (58) jüngst in der Bild am Sonntag versprach: „Edin hat viele richtige Dinge angestoßen. Wir werden den Weg mit ihm weitergehen.“

BVB: Nicht nur Trainer Edin Terzic steht in der Verantwortung

Bis Sommer würde man wohl gerne mit dem Mendener weitermachen. Dann gilt Marco Rose von Gladbach als heißer Kandidat für die Trainer-Nachfolge beim BVB. Dazu sagte Lothar Matthäus bei Sky90: „Er ist ein Trainer, der jede Mannschaft besser machen kann. Ich als ehemaliger Gladbacher würde mir natürlich wünschen, dass er in Gladbach bleibt“.

Glaubt man einem anderen TV-Experten, liegt die Schuld ohnehin nur bedingt am Trainer. Laut Didi Hamann trägt nicht Edin Terzic Schuld an der BVB-Misere, sondern die Mannschaft. „Die Dortmunder müssen aufpassen, dass sie nicht untrainierbar werden. Sie haben schon einen Trainer verschlissen“, lautete der Vorwurf an die Spieler. Weiter sagt der Ex-Nationalspieler: „Ich glaube schon, dass er in Dortmund was reißen kann. Sie müssen ihn nur so akzeptieren, wie er ist.“

Rubriklistenbild: © Roy Gilbert/Revierfoto/Pool via Kirchner-Media

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