Stream mit Borussia Dortmund

BVB-Serie bei DAZN: Wie Mahmoud Dahoud und Julian Brandt mit dem Druck im Profifußball kämpfen

Die DAZN-Serie „Who we are“ liefert Einblicke ins Leben der BVB-Spieler. Julian Brandt und Mahmoud Dahoud sprechen in der neuen Folge über Probleme.

Dortmund – Der Streamingdienst DAZN veröffentlicht in einer zehnteiligen Serie tiefe Einblicke in den Verein Borussia Dortmund und das Leben einiger Spieler. Während in der ersten Folge Marco Reus (31), Michael Zorc (58) und Lars Ricken (44) über Heimat sprechen, geht es in der zweiten Folge um Kopfsache.

SenderDAZN
ÜbertragungsartStreamingdienst
Gründungsjahr2016

Mahmoud Dahoud und Julian Brandt bei „Who we are“: BVB-Serie zeigt Privatleben der Spieler

Konkurrenzkampf, Millionenbeträge, Wettbewerbe: Im Profifußball kann man sich über viele Dinge einen Kopf machen. Worüber – das beschreiben Julian Brandt (24) und Mahmoud Dahoud (24) in der neuen Folge von „Who we are“ – der DAZN-Serie, die Einblicke beim BVB und deren Spieler gewährt.

Julian Brandt und Mo Dahoud kamen zum BVB als große Versprechen, die beide bislang nicht eingelöst wurden. Mahmoud Dahoud hatte zuletzt lange mit einer Verletzung zu kämpfen. Gegen seine Konkurrenz im Mittelfeld konnte er sich kaum durchsetzen: Auch wenn er fit war, bekam er nur wenig Einsatzzeit – beim BVB stand Mahmoud Dahoud im Sommer wohl schon auf der Streichliste.

Mahmoud Dahoud in der DAZN-Serie: Der BVB-Spieler macht sich viele Gedanken

Leistung, kaum Spielzeit – das setzt einem zu: „Jeder macht sich Gedanken“, sagt Mahmoud Dahoud in der neuen DAZN-Serie „Who we are“ über den BVB.

Er möchte „alles perfekt“ machen – auf dem Platz und im echten Leben. Deswegen gibt der 24-jährige Mahmoud Dahoud, der im Alter von etwa sieben Monaten von Syrien nach Deutschland gekommen ist, nur ungern Interviews. Er will sich nicht verplappern oder Fehler machen.

Mo Dahoud (r.) saß in der aktuellen Saison meist nur auf der Ersatzbank von Borussia Dortmund - wie hier mit Ex-BVB-Spieler Mario Götze.

Borussia Dortmund: Onkel macht einen Spaß über Mahmoud Dahoud

Aber immerhin hat BVB-Spieler Mahmoud Dahoud den Rückhalt von seiner Familie. Sein Onkel Zein Dahoud, der Bruder der Mutter, kommt in einer Szene in der DAZN-Serie zu Wort. Auf die Frage, wie Mo als kleiner Junge war, antwortet er: „Hässlich.“

Natürlich revidiert er. Neffe und Onkel lachen gemeinsam. Also nicht nur dem Druck von außen, auch Foppereien innerhalb der Familie müssen Fußballprofis standhalten – auch wenn dies leichter fallen dürfte.

Julian Brandt lobt BVB-Teamkollegen Mahmoud Dahoud in DAZN-Serie „Who we are“

Neckereien bei der Familie, Lob vom Teamkollegen: Julian Brandt nennt Mahmoud Dahoud einen „genialen“ Spieler. „Er hätte es verdient, mehr Zeit zu bekommen.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

MO OF THE MATCH! 🏆

Ein Beitrag geteilt von Borussia Dortmund (BVB) (@blackyellow) am

Auch Julian Brandt kam 2019 als Hoffnungsträger zum BVB – zuvor spielte bei er Bayer 04 Leverkusen. Auch wenn er manche genialen Momente hat, ist der 24-Jährige eher ein Wackelkandidat beim BVB. Über seine wechselhaften Leistungen sagt Julian Brandt: „Das ist halt mein Spiel.“ Als Wechselkandidat gilt Julian Brandt übrigens nicht – der BVB hält an ihm fest.

Julian Brandt in BVB-DAZN-Serie: Der Nationalspieler riskiert gerne etwas

Julian Brandt sagt über sich selbst, es locke ihn, auf dem Spielfeld Sachen zu machen, wo andere den sicheren Weg gehen würden. Am 16. Spieltag der vergangenen Saison gegen RB Leipzig haben die Zuschauer gesehen: Das kann klappen, es kann aber auch in die Hose gehen. Julian Brandt hat ein starkes Tor geschossen, ermöglichte aber auch durch einen Fehlpass den Ausgleichstreffer.

Für Julian Brandt gibt es nichts Schlimmeres, als das ein Trainer ihm sagt, er müsse sich an genaue Abläufe halten. Über sein Standing beim BVB berichtet er, Couch Lucien Favre (61) sagt ihm; „Das ist deine Position – lauf rum, wo du willst“.

DAZN-Serie über den BVB: Sportpsychologe über Mentalität und Psyche

Zum Thema der DAZN-Serie „Who we are“ sagt BVB-Spieler Julian Brandt: „Für den Fußball ist der Kopf gar nicht so wichtig – für‘s Drumherum ist der Kopf wichtig.“

Ständige Wechselgerüchte und wachsender Leistungsdruck: Auch Sportpsychologe Phillip Laux, Ex-Torwart vom BVB, betont, welchem Druck die jungen Profis ausgesetzt sind: „Man vergisst manchmal, dass die Jungs auch Menschen sind.“

Fehlerspiel Fußball: Youngster beim BVB müssen Fehler akzeptieren

Fehlpässe, Eigentore, Fouls: Im Spiel gibt es viele Fehlerquellen. BVB-Sportpsychologe Phillip Laux sagt: „Für die Spieler ist es wichtig zu akzeptieren, dass Fußball ein Fehlerspiel ist. Es gehört eine radikale Akzeptanz dazu, dass Fehler zu diesem Business gehören. Es ist nur die Frage, wie man mit dem Fehler umgeht.“

Insbesondere die Mentalität wird bei Borussia Dortmund oft in Frage gestellt, auch nach der 3:1-Pleite beim Champions-League-Spiel BVB gegen Lazio Rom. „Mentalität bedeutet Denkart – wie denke und handele ich in bestimmten Leistungssituationen“, erklärt der BVB-Sportpsychologe. Und betont: „Sie ist veränderbar, erlernbar, trainierbar.“

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa