Nach Gerüchten um Trainerstar

Marcel Reif erklärt: Darum wäre José Mourinho schlecht für den BVB gewesen

Für eine Nachfolge von Lucien Favre beim BVB war auch Trainerstar José Mourinho im Gespräch. TV-Experte Marcel Reif meint: Keine gute Lösung. 

  • Lucien Favre sitzt beim BVB nicht mehr fest im Sattel. Ein Kandidat für seine Nachfolge beim BVB war José Mourinho.
  • Nun trainiert der Portugiese jedoch die Tottenham Hotspur aus der Premier League und ist nicht in Dortmund.
  • Das ist auch gut so, wenn es nach dem TV-Experten Marcel Reif geht.

Dortmund - Beim BVB waren in den letzten Wochen einige Namen für die Nachfolge von Lucien Favre im Gespräch. Der Schweizer überzeugt bei den Schwarzgelben nicht mehr und muss um seinen Job bangen. José Mourinho war ein Kandidat, doch am Ende klappte eine Verpflichtung nicht. Für Marcel Reif war das das Beste, was den Dortmundern passieren konnte.

The Special One beim BVB? José Mourinho ging nach England

In der laufenden Saison kommt der BVB einfach nicht in Fahrt. Seit einiger Zeit wackelt der Stuhl von Lucien Favre daher gewaltig. Die Aufregung war riesig, als auf einmal ein großer Name des Weltfußballs in den Ring geworfen wurde. Kein anderer als José Mourinho schien ein Topkandidat der BVB-Bosse zu sein. Am Ende entschied sich der Portugiese jedoch für die Tottenham Hotspur.

Kurios dabei: Der Erzrivale Schalke 04 soll dem  exzentrischen Trainer bereits ein Angebot gemacht haben, welches dieser jedoch ablehnte. Auch im Sport1-Doppelpass wurde die Trainerfrage bei der Borussia erneut diskutiert. Einer schien nicht besonders frustriert zu sein, dass "The Special One" nun in England und nicht in Deutschland eine Anstellung gefunden hatte.

Marcel Reif: "José Mourinho zu Tottenham - BVB kann froh sein"

TV-Experte Marcel Reif erklärte in der Talkrunde, dass die Dortmunder dadurch sicherlich keinen Verlust erlitten haben. "Da hat der BVB Glück gehabt und Mourinho musste dann zu Tottenham", so der 70-Jährige. Diese Aussage zog ein einige Lacher in der Runde nach sich, doch mit dieser einen Aussage war es noch nicht getan. 

Denn der ehemalige Sky-Kommentator erklärte zudem, dass er überzeugt sei, "Herr Watzke hätte sich sicher gerne mit José Mourinho geschmückt." Dabei schwingt neben der offensichtlichen Kritik am Kulttrainer auch ein leichter Seitenhieb gegen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (60) mit.

Marcel Reif: BVB hätte mit Mourinho neu erfunden werden müssen

Doch die Meinung über José Mourinho lässt Marcel Reif nicht ohne Erklärung. In seinen Augen hätte es beim BVB "einige vernünftige Menschen" gegeben, "die gesagt haben, da müssen wir den Klub dann aber neu erfinden", und spielt damit im Doppelpass auf den schlechten Ruf des 56-Jährigen an. Der viermalige Welttrainer des Jahres ist als sehr eigenwilliger Übungsleiter bekannt und sorgte bei jeder seiner Station für Skandale am Spielfeldrand.

Doch trotz großer Eigenwilligkeit: Der Portugiese konnte in seiner Karriere bereits viele Titel holen. Neben den vier Trainer-Auszeichnungen gewann "The Special One" zudem zweimal die Champions League (2004 mit dem FC Porto und 2010 mit Inter Mailand) und einmal die Europa League (2017 mit Manchester United) sowie insgesamt zehn Meisterschaften und 18 nationale Pokale in vier verschiedenen Ligen (Portugal, England, Italien und Spanien).

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