Nach Fehlentscheidung pro City

BVB-Star Jadon Sancho vollkommen im Recht: Manchester-Schiri muss überprüft werden

Der BVB hat bei Manchester City trotz großen Kampfes mit 1:2 verloren. Nicht nur Jadon Sancho ärgerte sich dabei über den Schiedsrichter. Ein Kommentar.

Dortmund - Bei der 1:2-Niederlage gegen Manchester City lieferte der BVB einen großen Kampf ab. Bitter nur, dass der Schiedsrichter nicht auf Champions-League-Niveau agierte, findet RUHR24-Autor Nicolas Luik.

NameJadon Sancho
GeborenGeboren: 25. März 2000 (Alter 21 Jahre), Camberwell, London, Vereinigtes Königreich
Größe1,80 Meter
VaterSean Sancho
Aktuelle TeamsAktuelle Teams: Borussia Dortmund (#7 / Mittelfeld), Englische Fußballnationalmannschaft (Mittelfeld)

BVB liefert Manchester City auch ohne Jadon Sancho in der Champions League einen großen Kampf

Wer hätte nach der niederschmetternden Pleite gegen Eintracht Frankfurt damit gerechnet? Im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse zeigte sich Borussia Dortmund von der besten Seite.

Gegen die Milliarden-Truppe von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan (50) spielte der BVB leidenschaftlich auf. Trainer Neuling Edin Terzic (38) stellte Welt-Coach Pep Guardiola (50) mit einer taktisch perfekt eingestellten Mannschaft vor arge Probleme.

BVB-Ärger gegen Manchester City: Nicht nur Jadon Sancho sauer wegen Tor-Klau an Jude Bellingham

Leider wurde Borussia Dortmund um eine noch bessere Ausgangsposition für das Rückspiel gebracht. Und zwar durch eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Ovidiu Haţegan (40). Was in Minute 37 geschah, brachte sogar einen auf die Palme, der dem BVB aktuell verletzt fehlt: Jadon Sancho (21).

Was passierte: Der riesig aufspielende Jude Bellingham (17) nahm Manchester-City-Torwart Ederson (27) den Ball vom Fuß. Dann schob er lässig zu dem Treffer ein, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für den BVB bedeuten hätte müssen.

Jadon Sancho kann derzeit nicht für den BVB auflaufen. Gegen Manchester City fieberte er trotzdem mit.

BVB: Jadon Sancho kommentiert Schiedsrichter-Fehlentscheidung auf Twitter

Der Schiedsrichter hatte allerdings etwas dagegen. Er erkannte auf Foulspiel und pfiff sofort ab. Noch bevor der Ball die Torlinie überquert hatte. Dieses Detail ist entscheidend, weil dadurch der VAR nicht mehr eingreifen und die folgenschwere Fehlentscheidung korrigieren konnte.

Jadon Sancho ärgerte sich. Er merkte auf Twitter mit einer gehörigen Portion Sarkasmus an: „Dieser Schiedsrichter muss überprüft werden.“ Hätte der rumänische Schiri nicht vorschnell auf Foulspiel entschieden, hätte er sich die gesamte Szene noch einmal auf Video anschauen können.

BVB wird gegen Manchester City ein Tor geraubt: Fehlentscheidung kann fatale Folgen haben

So aber erkannte er nicht, dass Jude Bellingham zuerst nur den Ball spielte, ehe das Bein des BVB-Spielers auf jenes von Manchester-City-Torwart Ederson traf. Für Borussia Dortmund ist diese Fehlentscheidung ein maximales Ärgernis. Denn wofür ist der Videobeweis da, wenn er vom Schiedsrichter aktiv verhindert wird?

Es geht für den BVB um den Einzug in das Halbfinale der Champions League (alle News zu Jadon Sancho auf RUHR24.de). Jedes Tor kann entscheidend sein. Gleichzeitig verzichtet der Schiedsrichter freiwillig auf die Möglichkeit, eine knifflige Entscheidung durch technische Hilfsmittel abzusichern. Das muss man nicht verstehen.

BVB: Schwalbe von Rodri erst durch VAR erkannt - Szene macht fassungslos

Das Desaster hatte sich aber angedeutet. Und zwar acht Minuten zuvor, als Ovidiu Haţegan auf Elfmeter für Manchester City entschied. Er belohnte damit eine oscarreife schauspielerische Darbietung von Rodri (24), die auch Jadon Sancho vor dem TV kopfschüttelnd zurückgelassen haben muss.

Der Mittelfeldspieler von Manchester City simulierte gekonnt eine mittelschwere Kopfverletzung, obwohl er von Emre Can (27) bestenfalls minimal am Bein touchiert wurde. Fast wäre man geneigt gewesen, dem Künstler Bewunderung für seine dramatische Inszenierung zu zollen. Doch der Sinn für Fairplay ließ nur ein fassungsloses Kopfschütteln zu.

BVB-Profi Emre Can (r., hier im Zweikampf mit Bernardo Silva) beim Spiel gegen Manchester City.

BVB: Jadon Sancho regt sich zurecht über Fehlentscheidung pro Manchester City auf

Was für ein Glück, dass in diesem Fall der VAR einschreiten durfte. So wurde diese haarsträubende Fehleinschätzung im Nachhinein noch korrigiert. Dass hier überhaupt auf Elfmeter gegen den BVB entschieden wurde, bleibt aber in höchstem Maße erstaunlich.

Zugegeben: Der BVB hat selbst durch individuelle Fehler dazu beigetragen, dass die Ausgangsposition für das Rückspiel in Dortmund nicht noch besser ist. Beim 0:1 (19.) machten Emre Can und Mahmoud Dahoud (25) keine gute Figur, beim 1:2 (90.) waren ausgerechnet die eingewechselten Thomas Delaney (29) und Thomas Meunier (29) nicht wach.

Dennoch bleibt nicht nur bei Jadon Sancho der Ärger darüber, dass Borussia Dortmund ein reguläres Tor aberkannt wurde. Es kann im Kampf um das Champions-League-Halbfinale entscheidend sein. Hinweis: Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autoren und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.

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