BVB: Irre Szene! Eckball von Werder Bremen offenbart die Probleme von Borussia Dortmund

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Manuel Akanji (l.) und Axel Witsel sehen bei einem Spiel des BVB ratlos aus. Foto: Marius Becker/dpa

Über diese Szene lacht das Netz. Gegen Werder Bremen zeigt der BVB bei einm Eckball, wo seine Problem liegen. Hier die Infos.

Mit großen Ambitionen gestartet, sieht es beim BVB aktuell eher nach Krise als nach Meisterschaft aus. Ein immer wiederkehrendes Problem sind die Standardsituationen. Eine Szene aus dem Spiel gegen Werder Bremen offenbart das ganze Dilemma, das weit über Eckbälle hinausgeht.

  • Die Raumdeckung bei Eckbällen wird für den BVB langsam zu einer Farce.
  • Das Spiel von Borussia Dortmund ist von einer generellen Passivität geprägt.
  • Die Hoffnung auf eine Besserung der Probleme schwindet zunehmend.

BVB: Szene vom Eckball steht symbolisch für die Probleme

Wieder ein Gegentor nach einem Eckball, wieder das gleiche Muster: Raumdeckung, keine klare Zuordnung und schon zappelt der Ball im Netz. Der Ausgleich von Werder Bremn zum 2:2 am Samstag (28. September) treibt die Standardschwäche des BVB auf einen vorläufigen Höhepunkt.

Das Bild zeigt die Szenerie kurz nachdem der Kopfball des Bremers Marco Friedl (21) die Linie überquert hat. Das Bild mutet bizarr an und verdeutlicht das ganze Dilemma.

Acht BVB-Spieler decken im Strafraum den "leeren" Raum

Die Spieler des BVB, dem zwei Weltmeister von 1990 einen neuen Stürmer empfehlen, sind im Strafraum klar in der Überzahl und haben die Situation trotzdem nicht unter Kontrolle. Es wird der „leere“ Raum gedeckt, die Gegenspieler hingegen stehen völlig frei. Daher ist der Wunsch nach einer Veränderung bei gegnerischen Standardsituationen groß.

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt (36), der im Visier von Borussia Dortmund stehen soll, gab nach dem Spiel zu, wie einfach es sei, diese Deckungsvariante des BVB auszuhebeln. Auch beide Pfosten sind nicht besetzt, am langen Pfosten steht dann schlussendlich Marco Friedl, der vollkommen unbedrängt einköpfen kann.

Roman Bürki bemängelt noch mehr Probleme

Dabei ist nicht nur die Deckungsvariante ein Problem. Vielmehr ist es ein generelles Problem von fehlender Konzentration und fehlender Verteidigungsbereitschaft, wie auch Roman Bürki (28) mahnte.

Diese Passivität lässt sich dabei nicht nur bei Standardsituationen beobachten. Vor allem nach Führungen wie gegen Eintracht Frankfurt oder Werder Bremen nimmt der BVB, für den Denis Zakaria (22) wohl sehr teuer wird, häufig den Fuß vom Gaspedal und wird passiv. So wird selbst ein alles andere als überzeugend auftretender Gegner dazu eingeladen, wieder am Spiel teilzunehmen.

BVB: Probleme bei Standardsituationen bereits in der vergangenen Saison

Diese Probleme sind nicht neu. Sie begleiten den BVB, der in der Champions League bei Inter Mailand zu Gast ist (zum Live-Ticker), schon spätestens seit der vergangenen Rückrunde. Selbst in der so erfolgreichen Hinrunde waren Tendenzen in diese Richtung zu sehen.

Eng verknüpft ist das alles mit der Personalie des Trainers. Das Spielverständnis von Lucien Favre (61) beruht auf maximaler Effizienz vor dem gegnerischen und minimaler Effizienz des Gegners vor dem eigenen Tor.

Strategie von Borussia Dortmund geht derzeit nicht auf

Diese Strategie funktioniert solange, wie der BVB seine Chancen nutzt und der Gegner nicht aus wenig Chancen viele Tore macht. Genau das ist aber aktuell der Fall.

Insofern ist es auch eine Sache von Glück und Pech. Beide Spiele in Frankfurt und gegen Werder Bremen hätte Borussia Dortmund trotz nicht überragender Leistung gewinnen müssen.

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Ob man diese Probleme dauerhaft in den Griff bekommt? Die Zweifel daran wachsen. Spätestens seit Samstag sieht sich der BVB deswegen auch mit einer beginnenden Trainerdiskussion konfrontiert.

Dennoch gibt es auch positive Nachrichten bei Borussia Dortmund: Gegen Slavia Prag kann Borussia Dortmund wieder auf Hummels setzen. Der 30-Jährige ist mit der Mannschaft nach Prag gereist. Außerdem kann sich Achraf Hakimi einen Verbleib beim BVB vorstellen.