Dortmund festigt Rang zwei

Zweimal Note 2: Die BVB-Einzelkritik nach dem Sieg gegen Hertha BSC

Die BVB-Abwehrspieler erhalten in der Einzelkritik gegen Hertha BSC gute Noten.
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Die BVB-Abwehrspieler erhalten in der Einzelkritik gegen Hertha BSC gute Noten.

Der BVB-Einzelkritik und Noten fallen gegen Hertha BSC ordentlich aus. Borussia Dortmund hat am 30. Spieltag Rang zwei in der Bundesliga-Tabelle gefestigt.

  • Borussia Dortmund fuhr gegen Hertha BSC einen glanzlosen aber wichtigen Sieg ein.
  • Defensiv ließ der BVB fast nichts zu, offensiv war Luft nach oben. 
  • Die Einzelkritik und Noten nach dem Erfolg gegen Berlin.

Dortmund - Weil RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen am 30. Spieltag der Bundesliga Punkte ließen, schwingt sich der BVB (alle Texte auf RUHR24.de) in einem Kraftakt gegen Hertha BSC zum großen Gewinner des Wochenendes auf. Die Einzelkritik und Noten

Stadion

Signal Iduna Park

Trainer

Lucien Favre

Sponsor

Evonik Industries

Trainingsplatz

Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität

61.365

Einzelkritik BVB gegen Hertha BSC: Die Spieler von Borussia Dortmund in Noten

Roman Bürki: Beim 1:0 Erfolg des BVB gegen Hertha BSC (der Ticker zum Nachlesen) war der Torhüter abermals kaum beschäftigt. Die vereinzelten Abschlüsse kamen allesamt zentral auf den Kasten und stellten keine Herausforderung dar. Note: 3

Lukasz Piszczek: Anfangs gegen Dilrosun nur zweiter Sieger im Laufduell, ansonsten hatte er die schnelle Hertha-Offensive aber Dank seines routinierten Stellungsspiels im Griff. Nur drei Gegentreffer aus den jüngsten acht Bundesliga-Spielen: Das ist auch ein Verdienst der polnischen Konstante. Note: 3

Einzelkritik BVB gegen Hertha BSC: Can übernimmt Leader-Rolle, auch Akanji überzeugt

Emre Can: Leader ersetzt Leader: Der Neuzugang lief im Abwehrzentrum des BVB (die Partie gegen Fortuna Düsseldorf im Live-Ticker) anstelle des gelbgesperrten Mats Hummels auf und erfüllte die Aufgabe mit Bravour. Nach einigen Wacklern in der Anfangsphase nahm er die Chef-Rolle an. Nicht ganz von ungefähr kam es, dass er es war, der eiskalt zum entscheidenden 1:0 einnetzte (57.). Lucien Favre sagte nach dem Spiel: "Er hat es sehr, sehr gut gemacht". Note: 2

Manuel Akanji: Der Schweizer wurde in der Vergangenheit oft gescholten, weil er sich den einen oder anderen Schnitzer leistete. Zuletzt zwar stabilisiert, aber dennoch nicht immer komplett fehlerfrei. Heute spielte er mit neuem Nebenmann eine makellose Partie, schaltete sich zudem gewinnbringend ins Offensivspiel ein. Note: 2

Einzelkritik BVB gegen Hertha BSC: Hakimi ist der meistgesuchte Mann

Achraf Hakimi: Bereits in der 8. Minute verzeichnete er den ersten Abschluss des BVB. Auch gegen Hertha BSC suchten die Mannschaftskollegen den blitzschnellen Flügelflitzer immer wieder: Mit weit über 100 Ballkontakten war er Zielspieler Nummer 1. In der entscheidenden Aktion vor dem Tor fehlte auch heute wieder die Genauigkeit. Note: 3

Raphael Guerreiro: Über den Portugiesen lief offensiv zwar nicht ganz so viel wie über seinen Partner auf der rechten Seite. Einige technische Feinheiten zeigte er dennoch und unterstützte außerdem Manuel Akanji in der Abwehrarbeit. Technisch weniger schön war sein Ballverlust, der die größte Chance für Hertha durch Esswein ermöglichte (56.), auch die Standards gehen besser.  Note: 3,5

Einzelkritik BVB gegen Hertha BSC: Nach Anlaufproblemen - Witsel mit ordentlichem Startelf-Comeback

Axel Witsel: Erstmals seit dem Wiederbeginn nach der Corona-Pause stand er wieder in der Startelf. Die lange Pause war ihm anfangs noch anzumerken. Zur zweiten Halbzeit schaltete der Mittelfeld-Motor aber einen Gang höher und wusste fortan durch Ruhe, Abgeklärtheit und Engagement zu gefallen. Note: 3

Thomas Delaney: Der Däne erledigte seine Aufgabe wie immer schnörkellos und unauffällig. Tut immer genau das, wofür er gebraucht wird: Den Gegnern den Spaß am Spiel vermiesen. Note: 2,5

BVB-Torschütze Emre Can (l.) freut sich mit Roman Bürki über seinen Treffer gegen Hertha BSC.

Einzelkritik BVB gegen Hertha BSC: Julian Brandt bleibt blass

Jadon Sancho: Zuletzt gab es viel medialen Wirbel um den jungen Engländer. Ob es daran lag, dass er in der Anfangsphase ungewohnt schlampig wirkte? Besserte sich aber mit zunehmender Spieldauer. In Minute 51 schob er freistehend den Ball am Tor vorbei, leitete nur wenige Minuten später mit einem Geistesblitz das 1:0 ein. Kurz vor Schluss erspielte er sich mit einem sehenswertem Dribbling die Chance auf das 2:0, scheiterte aber an Jarstein. Für Jadon Sancho verlangt der BVB eine hohe AblöseNote: 3

Julian Brandt: Die Formkurve des Spielgestalters zeigt derzeit nach unten. Auch gegen Hertha BSC konnte er dem BVB-Spiel nicht den Esprit verleihen, den man von ihm kennt. Leistet sich zu viele Ballverluste und Ungenauigkeiten. Der sympathische Neuzugang zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch: "Mir ist es natürlich lieb, wenn mir mehr Räume gegeben werden". Und weiter: "Ich mache da kein Geheimnis draus, das war heute kein Gaumenschmaus". Nichtsdestotrotz war seine Kopfball-Ablage für den Torschützen Emre Can heute spielentscheidend. Note: 4

BVB gegen Hertha BSC in der Einzelkritik: Hazard ist kein Ersatz für Haaland

Thorgan Hazard: Der Belgier musste heute erneut den verletzten Sturm-Riesen Erling Haaland ersetzen. Vergab nach 21 Minuten die erste dickere Chance des BVB (die Übertragung des Spiels gegen Fortuna Düsseldorf ist live im TV und Live-Stream zu sehen) und trat ansonsten meist als Vorbereiter in Erscheinung. Fühlt sich wohler, wenn er nicht in vorderster Front auflaufen muss. Zur kommenden Saison muss ein waschechter Mittelstürmer als Haaland-Backup her. Note: 3,5

Giovanni Reyna: Der Teenager kam nach 68 Minuten für Julian Brandt in die Partie. Ohne Note

Mateu Morey: Er feierte seinen zweiten Bundesliga-Einsatz, als er nach 79 Minuten Thorgan Hazard ersetzte. Ohne Note

Leonardo Balerdi: Ab der 80. Minute für Axel Witsel im Spiel. Ohne Note

Marcel Schmelzer: Weil inzwischen fünf statt drei Spieler ausgewechselt werden dürfen, kommt das BVB-Urgestein immer wieder auf Einsatzzeit. Auch heute - und zwar in der 90. Minute für Raphael Guerreiro. Ohne Note