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Wenn Borussia Mönchengladbach am Samstag (18. Mai) den BVB zum letzten Spiel der Saison empfängt, geht es für beide Teams um alles oder nichts. Doch nicht nur das Geschehen auf dem Platz wird als sehr brisant eingestuft. Die Polizei spricht von einem Risikospiel und trifft entsprechende Vorkehrungen.

Die Polizei Mönchengladbach kündigt an, dass sie die Begegnung Gladbach gegen den BVB mit einem Großaufgebot begleiten wird, das berichtet die Rheinische Post.

Für Gladbach und den BVB geht es um alles oder nichts

Denn die Bundesliga-Partie am letzten Spieltag der Saison hat es nicht nur in sportlicher Hinsicht ziemlich in sich. Borussia Dortmund hat eine minimale Chance, in letzter Sekunde doch noch Meister zu werden. Borussia Mönchengladbach braucht einen Sieg, um sich einen Champions-League-Platz zu sichern.

Bei den Mannschaften steht viel auf dem Spiel, da können die Emotionen der Fans schon mal hochkochen. Damit rechnet auch die Polizei. Auch, weil am Samstag (18. Mai) zwei stark verfeindete Fan-Lager aufeinander treffen. Die Polizei möchte verhindern, dass es zu Ausschreitungen kommt.

Wie viele Einsatzkräfte rund um das Spiel in Gladbach im Einsatz sein werden, werde aus taktischen Gründen nicht verraten, schreibt die Rheinische Post. „Es werden mehrere Hundertschaften sein“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Röthgens.

In Polizeikreisen werde die Begegnung Gladbach gegen den BVB jedoch ähnlich eingestuft wie das rheinische Derby Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln. Da rücken auch schon mal 1000 Polizeikräfte aus.

Polizei spricht von erhöhtem Sicherheits-Risiko

Auch, weil rot-weiß vermummte Personen am vergangenen Donnerstag (9. Mai) einen Gladbacher Ultra attackiert haben sollen, rechnet die Polizei mit einem erhöhten Sicherheits-Risiko beim Heimspiel gegen den BVB. Die vermummte Gruppe wird der Kölner Ultra-Szene zugeordnet – und zwischen Dortmunder und Kölner Anhängern gibt es bekanntermaßen Freundschaftsverbindungen.

Sogenannten Problem-Fans soll der Zutritt zum Gladbach-Stadion am Samstag jedoch verwehrt bleiben. Es gibt Bereichsbetretungsverbote für Heim- und Gastfans. Auch hier will die Polizei laut Rheinischer Post keine konkreten Zahlen nennen. Geplant sei zudem der Einsatz von Hubschraubern, Wasserwerfern und Reiterstaffeln.

Im Umfeld des Borussia-Parks herrscht außerdem von 10 bis 20 Uhr ein Glas-, Flaschen- und Getränkedosenverbot. Sprich das Mitführen, die Abgabe und der Verkauf von Gläsern, Glasflaschen und Getränkedosen sind dort verboten.

Verein warnt vor Tickets auf dem Schwarzmarkt

Das Glasverbot gilt auf folgenden Straßen: Aachener Straße (von Autobahn bis Pfingsgraben), Albert-Brülls-Straße, Hehn (von Überquerung der Autobahn bis Parkplatz), Am Borussiapark, Heinz-Nixdorf-Straße, Am Hockeypark, Helmut-Grashoff-Str., Am Nordpark, Hennes-Weisweiler-Allee, Am Sitterhof, Konrad-Zuse-Ring, Belgrader Str., Lilienthalstraße, Dr.-Alfred-Gerhards-Str., Liverpooler Allee, Dr.-Albert-Jordan-Str., Madrider Str., Enscheder Str., St.-Christophorus-Str. 1-60, Gladbacher Str. (von Pfingsgraben bis Haus-Nr. 299).

Aktuelle BVB-Themen

Borussia Mönchengladbach warnt unterdessen vor Schwarzmarkt-Tickets für das Spiel gegen den BVB. Die Partie ist eigentlich schon lange ausverkauft, auf Online-Plattformen werden die Karten jedoch zum Teil für bis zu 450 Euro angeboten.