Erneutes Vergehen

Saftige Geldstrafe für den BVB nach Pyrotechnik im Derby

Ultras des BVB zünden Pyrotechnik beim Derby auf Schalke 2013
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Ultras des BVB zünden Pyrotechnik beim Derby auf Schalke 2013

Der BVB wird nach dem Einsatz von Pyrotechnik im Derby zur Kasse gebeten.  Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art beim Aufeinandertreffen von Schalke und dem BVB.

  • Sportgericht des DFB verkündet Strafe gegen den BVB.
  • Im Revierderby wird immer wieder Pyro gezündet.
  • Generelle Debatte um Einsatz von Pyrotechnik hält weiter an.

BVB: Geldstrafe für Pyrotechnik im Derby gegen FC Schalke 04

Der BVB ist heute vom Sportgericht des DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 28.000 Euro verurteilt worden. Grund ist der gleich mehrmalige Einsatz pyrotechnischen Materials beim Revierderby Ende Oktober.

Wie unter anderem der Kicker berichtet, zahlt der BVB die Strafe für das Abbrennen von insgesamt acht Rauchtöpfen und zwei Bengalos. Das Spiel wurde aufgrund der Pyrotechnik mit Verspätung angepfiffen. Auch im weiteren Verlauf des Spiels wurde Pyrotechnik im Gästeblock des BVB abgebrannt.

BVB gegen Schalke 04: Immer wieder Pyro im Revierderby

Es war nicht das erste Mal, dass im Revierderby gezündelt wurde. Besonders heftig war dies 2013 der Fall, ebenfalls im Gästeblock auf Schalke. Damals zog der FC Schalke 04 Konsequenzen und sprach ein Betretungsverbot für 400 Fans des BVB aus. Das Verbot galt bis 2019. Gleich im ersten Spiel nach Aufhebung kam es also zu einem erneuten Vorfall.

Auch die Fans des FC Schalke 04 mögen es bunt. Beim Derby in Dortmund im April 2019 stieg im Schalker Gästeblock blauer Rauch auf. Noch aufregender war das Spiel: Den Ticker zum denkwürdigen 4:2-Sieg des FC Schalke gegen den BVB könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Pro und Contra: Grundsatzdebatte über Pyrotechnik im Stadion 

Der Pyrovorfall im letzten Revierderby war vergleichsweise harmlos. Die Debatte, ob und wie Pyrotechnik im Stadion erlaubt oder bestraft werden sollte, hält an. Der DFB fährt eine harte Linie und bestraft Vergehen konsequent. In der Saison 2018/19 sind laut Polizeistatistik 152 Menschen durch Pyrotechnik rund um Fußballspiele in den drei Profiligen verletzt worden. Das klingt viel, relativiert sich aber bei einer Zahl von insgesamt 22 Mio. Stadionbesuchern deutlich.

Während beispielsweise die Innenminister der Länder noch härtere Strafen fordern, werben Fanvertreter für einen entspannteren Umgang mit Rauchtöpfen, Bengalos und Co.