Neue Strukturen in Dortmund

BVB revolutioniert Gehälter: Wer nicht liefert, muss bluten

In neuen Verträgen will der BVB die Gehälter künftig stärker an Erfolg koppeln. Schneidet der Verein schlecht ab, bekommen auch die Spieler weniger Geld.

Dortmund – Viel Gehalt und wenig Erfolg? Dieses Modell bei den Spielergehältern soll es künftig nicht mehr geben. Borussia Dortmund will die Strukturen ändern.

NameSebastian Kehl
Geboren13. Februar 1980 (Alter 42 Jahre), Fulda
Größe1,88 Meter
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)

BVB revolutioniert Spieler-Verträge: niedrigere Gehälter bei Misserfolg

Aus in der Champions-League-Gruppenphase, raus in den Europa-League-Play-Offs und im DFB-Pokal war schon im Achtelfinale Endstation. Durch das schwache Abschneiden hat der BVB in den Pokalwettbewerben im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/22 15 bis 20 Millionen Euro weniger eingenommen als erwartet.

Damit sich derlei Enttäuschungen nicht wiederholen, oder der Verein im Wiederholungsfall zumindest weicher fällt, sollen perspektivisch die Gehaltsstrukturen umgekrempelt werden. Weniger Erfolg bedeutet auch weniger Gehalt. So die einfache Formel, die der BVB künftig anstrebt.

BVB-Gehälter mit Prämien: Neue Verträge stärker an Einsätze und Erfolge gekoppelt

„Eine Variabilisierung der Personalkosten im Lizenzbereich“ kündigt Borussia Dortmund im finalen Bericht für das Geschäftsjahr 2021/22 an. Laut Ruhr Nachrichten heißt das: Die Profis sollen künftig bei neuen Verträgen mit niedrigerem Grundgehalt ausgestattet werden. Dafür aber im Erfolgsfall höhere Prämien kassieren. Das gelte vor allem für die UEFA-Wettbewerbe.

Neue BVB-Verträge sollen deutlich leistungsbezogenere Gehälter beinhalten.

Damit ist nun offiziell, was Sportdirektor Sebastian Kehl schon Anfang September gegenüber der Sport Bild angekündigt hatte: „Es bringt nichts, einen Spieler mit teurem Grundgehalt zu haben, der keinen sportlichen Mehrwert bringt.“ Dabei richten sich die Gehälter der Profis verstärkt an Erfolgs- und Einsatzprämien aus.

BVB-Finanzen: Borussia Dortmund meldet Verlust und rechnet künftig mit schwarzen Zahlen

Der BVB hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, 35 Millionen Euro Verlust vermeldet. Das soll künftig durch Einnahmen über Tickets und Catering wieder besser laufen.

Für das Jahr 2022/23 geht die Geschäftsführung wegen des Endes der Coronamaßnahmen „von einem Jahresüberschuss von einer bis sechs Millionen Euro aus“.

Rubriklistenbild: © Action Pictures/Imago, Revierfoto/Imago, Steinbrenner/Kirchner-Media, Collage: Nicolas Luik/RUHR24