Fußball-WM

Wegen WM-Farce: BVB knöpft sich FIFA vor

Der BVB appelliert an die FIFA. Auch die Stadt Dortmund setzt ein Zeichen in Richtung WM-Gastgeber Katar.

Dortmund – Die Fußball-WM 2022 findet im Schatten von Menschenrechtsverletzungen in Katar statt. Die FIFA steht massiv in der Kritik, doch der Verband verteidigt den WM-Gastgeber.

BVB-Präsident mit deutlicher Botschaft: „Für Borussia Dortmund sind alle Menschen gleich“

Präsident Gianni Infantino stellte sich in einem denkwürdigen Monolog gar an die Seite Katars: Er warf dem Westen „Doppelmoral“ vor. Insbesondere aus Deutschland wurden zuletzt immer wieder Stimmen laut, wonach im Mittleren Osten ein Zeichen für Vielfalt gesetzt werden müsse. Dies fordert auch der BVB. Präsident Reinhold Lunow findet deutliche Worte in den Sozialen Medien.

„Für Borussia Dortmund sind alle Menschen gleich“, schrieb Reinhold Lunow am Dienstag (22. November) bei Twitter. „Welcher Religion sie angehören, welches Geschlecht sie haben und wen sie lieben, spielt für uns keine Rolle“, betonte der BVB-Präsident, der am 20. November das Amt von Reinhard Rauball übernommen hat.

BVB knöpft sich FIFA wegen WM-Farce vor: „Das erwarten wir vom Weltverband“

„Vielfalt & Toleranz ist uns wichtig“, untermauerte Reinhold Lunow. „Und all das erwarten wir auch vom Fußball-Weltverband“, appellierte der Präsident von Borussia Dortmund.

Die FIFA weigert sich diesbezüglich jedoch partout, sich mit Minderheiten zu solidarisieren. Der Verband verbietet den WM-Teilnehmern sogar die sogenannte „One Love“-Kapitänsbinde, die für Vielfalt, Offenheit und Toleranz steht. „Diese WM verkommt zur Farce“, kritisiert der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, die FIFA.

Der BVB setzt sich für Vielfalt und Toleranz ein.

Neben dem BVB macht auch die Stadt Dortmund auf die Geschehnisse in Katar aufmerksam. „Dortmund setzt zum Start der Nationalmannschaft bei der WM 2022 in Katar ein deutliches Zeichen für Vielfalt“, hieß es am Mittwoch (23. November) auf dem Twitter-Account der Stadt. „Regenbogenfahnen wehen an öffentlichen Gebäuden, auch das Dortmunder U zeigt Flagge.“

Das DFB-Team, dem fünf BVB-Profis angehören, startete am Mittwoch (23. November) die Mission WM-Titel mit einem massiven Rückschlag. Gegen Japan verlor Deutschland das erste Gruppenspiel mit 1:2.

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