BVB: FIFA-Verfahren wegen Transferfehler? Borussia Dortmund wehrt sich

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Andrey Yarmolenko im Trikot des BVB. Foto: dpa

Die FIFA hat ein Ermittlungsverfahren gegen den BVB angekündigt. Als Grund nennt der Verband nicht geleistete Solidaritätszahlungen. Hier die Infos.

Borussia Dortmund hat offenbar ein FIFA-Verfahren am Hals. Als Grund nennt der Fußballverband nicht gezahlte Solidaritätsabgaben beim Transfer von Andrey Yarmolenko (30). Der BVB wehrt sich gegen diese Vorwürfe.

  • 2017 wechselte Andrey Yarmolenko von Dynamo Kiew zu Borussia Dortmund.
  • Circa 25 Millionen Euro überwies der BVB in die ukrainische Hauptstadt.
  • Laut FIFA sollen jedoch Solidaritätsabgaben für einen Ausbildungsverein des Spielers fehlen.

BVB: Ärger um Transfer von Andrey Yarmolenko

Das Kapitel von Andrey Yarmolenko beim BVB war ebenso kurz wie erfolglos. Beide Seiten waren froh, als der Ukrainer 2018 nach weniger als einem Jahr aus Dortmund abzog und bei West Ham United in der Premier League anheuerte. Zuvor überwies der deutsche Vizemeister 25 Millionen Euro an Dynamo Kiew für die Dienste des Angreifers.

Der Transfer, der sich im Nachgang als Flop erwiesen hat, holt die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund nun aber wieder ein. Die FIFA ermittelt im Zuge des Yarmolenko-Transfers wegen nicht erbrachter Solidaritätsabgaben in Höhe von 301.578,95 Euro.

BVB: FIFA fordert Solidaritätszahlungen für Ausbildungsvereine

Einem Bericht vom Kicker zufolge klagt die FIFA an, dass der BVB es versäumt hat, jene Summe an die "Specialised Childhood-Youth School of Football Olympic Reserve Yunist" zu bezahlen. Yunist soll als Ex-Klub des 30-Jährigen allerdings einen Anspruch auf das Geld haben.

Die Summe, die zunächst in einen Solidaritätstopf für die Jugend- und Ausbildungsvereine von Andrey Yarmolenko fließen sollte, fehlt aber bisher. Insgesamt sollen bei den Vertragsverhandlungen mit Dynamo Kiew Zahlungen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro für sechs Ausbildungsvereine festgehalten worden sein.

BVB weist Schuld von sich

Nach Recherchen des Sportmagazins einigte man sich während der Verhandlungen darauf, dass Dynamo Kiew die Solidaritätszahlungen für den BVB übernimmt. Fünf der sechs Ausbildungsvereine sollen ihre Gelder auch bekommen haben. Yunist jedoch nicht.

Borussia Dortmund weist die Schuld von sich und verweist in diesem Zusammenhang auf die Absprache mit Dynamo Kiew.

BVB erwartet Stellungnahme von Dynamo Kiew

"Die Erwartung an unseren Vertragspartner ist, dass er diese Angelegenheit so löst, wie er es uns versprochen hat", sagte BVB-Chefjustiziar Dr. Robin Steden. "Kiew muss eine plausible Erklärung liefern, warum das bisher nicht geklappt hat."

Die FIFA hat Borussia Dortmund nun eine Frist bis zum 16. November gesetzt, um die Angelegenheit zu klären. Beim BVB liegt der Fokus jetzt auf dem Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern München - wir berichten im Live-Ticker.