Neuer Beschluss

BVB droht Geldstrafe: DFL zieht wegen Videospiel FIFA Konsequenzen

Die DFL hat mit einem neuen Beschluss im Bereich E-Sport für Aufsehen gesorgt. Dem BVB drohen dadurch Geldstrafen.

Dortmund – Borussia Dortmund gehört zu den wenigen Klubs aus Deutschland, die im Bereich E-Sport nicht innerhalb der sogenannten Virtuellen Bundesliga organisiert sind. Das soll sich in Zukunft jedoch ändern. So ist zumindest der Plan der DFL.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
VereinsfarbenSchwarz-Gelb

BVB droht Geldstrafe: DFL zieht wegen Videospiel FIFA Konsequenzen

Um dieses Bestreben voranzutreiben, wurde kürzlich ein neuer Beschluss vonseiten der DFL mit einer Zweidrittel-Mehrheit verabschiedet. Dieser besagt, dass die Teilnahme an der Virtuellen Bundesliga für Profivereine kein optionales Angebot mehr darstellen soll, sondern ab der Saison 2023/2024 verpflichtend ist.

Demnach sollen alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga ein E-Sport-Team stellen und für den Wettbewerb melden. Innerhalb der Virtuellen Bundesliga messen sich zurzeit 24 der 36 Profivereine auf dem digitalen Rasen und spielen dort den Deutschen Meister an der Konsole im Videospiel FIFA aus. Spätestens zur übernächsten Saison sollen dann auch die restlichen 12 Vereine dazustoßen.

BVB: Teilnahme an der virtuellen Bundesliga für alle Profiklubs ab 2023/2024 verpflichtend

Die Deutsche-Fußball-Liga kündigte zudem an, Verweigerer mit Geldstrafen zu sanktionieren. Wie diese konkret aussehen sollen, ließ man jedoch vorerst offen.

Der BVB ist im Bereich E-Sport zwar aktiv und wirbt online sogar für das aktuelle Fußballsimulationsspiel FIFA22, jedoch hat der Revierklub kein Team für den Wettbewerb der DFL gemeldet. Trotzdem stehen bereits mehrere E-Sportler in Dortmund unter Vertrag.

Dem BVB droht wegen eines Videospiels eine Geldstrafe.

BVB-E-Sports: Auch Bayern, Freiburg und Union drohen Geldstrafen

Das Thema E-Sport hatte bei Borussia Dortmund bislang ohnehin keinen großen Stellenwert. Ob sich das nun aufgrund des Drucks vonseiten des Verbandes ändert, ist fraglich. Sollte es bei der aktuellen Ausrichtung im Klub bleiben, muss der BVB also künftig mit Geldbußen rechnen.

Neben dem Vizemeister gibt es jedoch noch weitere Vereine, denen ein ähnliches Schicksal drohen könnte. Aus der Bundesliga sind unter anderem der FC Bayern, Union Berlin und der SC Freiburg bisher keine Mitglieder der Virtuellen Bundesliga. Die Eisernen lehnten einen Einstieg in den E-Sport bisher sogar kategorisch ab.

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