Als Sancho-Nachfolger gehandelt

Kurioser Grund: Warum der BVB den Transfer des Deutschland-Schrecks ablehnte

Ferran Torres BVB Spanien
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Spaniens Ferran Torres wurde beim BVB als Nachfolger von Jadon Sancho gehandelt.

Im Falle eines Transfers von Jadon Sancho schien der BVB bereits einen Nachfolger an der Angel zu haben. Aber die Westfalen lehnten aus einem Grund ab.

Dortmund – Im vergangenen Transfer-Sommer drehte sich bei Borussia Dortmund beinahe alles um die Personalie Jadon Sancho (20) und einen möglichen Abgang zu Manchester United. Sogar ein Ersatzkandidat wurde bereits mit dem deutschen Vizemeister in der Verbindung gebracht.

Vollständiger Name Ferran Torres Garcia
Geboren29. Februar 2000 (Alter 20)
Größe1,84 Meter
Aktuelle TeamsManchester City, Spanische Nationalmannschaft
BeitrittsdatenManchester City (2020), FC Valencia (2017)

Borussia Dortmund: Ferran Torres fiel beim BVB als Nachfolger von Jadon Sancho durchs Raster

Die Rede ist von Ferran Torres (20), der damals noch beim FC Valencia in der spanischen La Liga spielte. Wäre der Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United im Sommer tatsächlich zustande gekommen, hätte der BVB wohl als aussichtsreichster Kandidat auf einen Transfer des 20-Jährigen gegolten.

Den Anschein machte es jedenfalls in der medialen Berichterstattung. Doch am Ende kam alles anders.

Borussia Dortmund: Der BVB lehnte Transfer von Ferran Torres als Nachfolger von Jadon Sancho ab

Jadon Sancho spielt immer noch bei Borussia Dortmund und Ferran Torres hat sich mittlerweile Manchester City angeschlossen. Denn bei den Westfalen fiel der spanische Nationalspieler offenbar aus einem bestimmten Grund durchs Transfer-Raster.

Dabei seien die Berater des 20-Jährigen nach Informationen von Sky-Reporter Max Bielefeld im vergangenen Transfer-Sommer gleich zweimal in Dortmund vorstellig geworden. Doch beim BVB soll man den Offensivspieler als „nicht torgefährlich genug“ eingestuft haben.

Beim BVB lehnte man einen Transfer von Ferran Torres (r.) offenbar ab.

Borussia Dortmund: Ferran Torres war dem BVB wohl nicht torgefährlich genug als Nachfolger von Jadon Sancho

Im Nachhinein betrachtet könnte sich dies als Fehleinschätzung herausstellen. Schließlich stellte Ferran Torres seine Torgefahr in der laufenden Spielzeit bereits eindrucksvoll unter Beweis.

Bei Deutschlands 0:6-Debakel gegen Spanien traf der Flügelspieler gleich dreimal. Mit seinen Treffern sorgte der 20-Jährige für die höchste Niederlage der DFB-Elf seit Mai 1931.

Borussia Dortmund: Ferran Torres wechselte nicht zum BVB, sondern für 23 Millionen Euro zu Manchester City

Schlussendlich sicherte sich jedoch Manchester City für eine Ablösesumme von 23 Millionen Euro die Dienste von Ferran Torres. Ein echtes Schnäppchen. Denn ursprünglich hatte der FC Valencia den Vertrag des 20-Jährigen mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro versehen.

Für die „Citizens“ ein überschaubares finanzielles Risiko. Zumal sich der Spanier unter Cheftrainer Pep Guardiola (49) bereits weitestgehend als Stammspieler durchgesetzt hat.

Borussia Dortmund: Der BVB wollte bei Ferran Torres wohl kein Risiko als Nachfolger von Jadon Sancho eingehen

Aus Sicht von Borussia Dortmund war das Risiko jedoch offenbar zu hoch. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation durch die Auswirkungen des Coronavirus‘ nur allzu verständlich.

Schließlich musste der BVB für das Geschäftsjahr 2019/2020 bereits einen Fehlbetrag von rund 44 Millionen Euro ausweisen. Für 2020/2021 kalkuliert Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (61) sogar mit einem Minus von 70 bis 75 Millionen Euro. Da wären 23 Millionen Euro für einen Profi, von dem man offenbar nicht vollends überzeugt war, deutlich zu viel gewesen.

Borussia Dortmund: Der BVB hat die Suche nach einem Nachfolger für Jadon Sancho vertagt

Durch den geplatzten Wechsel von Jadon Sancho zu Manchester United hat der BVB ohnehin noch eine Saison Zeit, um einen geeigneteren Nachfolger für den englischen Nationalspieler zu finden. Dass Ferran Torres in naher Zukunft doch noch zu Borussia Dortmund wechseln wird, muss aber bezweifelt werden.

Jedenfalls, solange er weiterhin bei Manchester City und in der spanischen Nationalmannschaft überzeugt. Denn günstiger wird er auf diesem Wege sicherlich nicht für mögliche Interessenten.