Schiedsrichter-Frust in Dortmund

BVB-Ärger gegen FC Bayern: DFB liefert Beweis zugunsten von Felix Zwayer

Die Entscheidungen von Felix Zwayer im Spitzenspiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern haben für Kritik gesorgt. Jetzt liefert der DFB den Beweis, warum der Schiedsrichter recht hatte.

Dortmund – Das Gipfeltreffen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) wird noch allen Beteiligten und Zuschauern lange in Erinnerung bleiben. Dafür sorgten neben den strittigen Entscheidungen von Schiedsrichter Felix Zwayer auch die deutlichen Aussagen von BVB-Star Jude Bellingham in dessen Richtung.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerMarco Rose
StadionSignal Iduna Park
Kapazität81.365

BVB-Ärger gegen Bayern: DFB liefert Beweis – Felix Zwayer hatte recht

Auch zwei Tage nach der Heimniederlage gegen den FC Bayern hat man beim BVB noch immer das Gefühl, dass in diesem Spiel „zu oft mit zweierlei Maß gemessen wurde“. Das gab Dortmunds Cheftrainer Marco Rose auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas Istanbul zu Protokoll.

Neben zahlreicher Kleinigkeiten geht es den Verantwortlichen und Spielern von Borussia Dortmund insbesondere um zwei spielentscheidende Szenen. Zum einen der gegebene Elfmeter nach einem Handspiel von Mats Hummels (73.) – und zum anderen der nicht gegebene Strafstoß nach einem Foulspiel an Marco Reus (53.). Jetzt liefert der DFB den Beweis, warum Schiedsrichter Felix Zwayer in der letztgenannten Szene richtig gehandelt haben soll (weitere Erklärungen zu den diskussionswürdigen Entscheidungen finden sich auf der Homepage des DFB).

BVB – FC Bayern: Ärger gegen Felix Zwayer – DFB erklärt, warum der Schiedsrichter recht hatte

„Bei diesem Laufduell kommt es zu einem Oberkörperkontakt und einem leichten Schieben durch den Münchner Spieler. Einen ‚Treffer‘ im Fußbereich gibt es hier nicht. Auch hier hat der Schiedsrichter und insbesondere auch der Schiedsrichter-Assistent eine vollständige Wahrnehmung und Kontrolle über den gesamten Vorgang“, erklärt Dr. Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent und Mitglied der Sportlichen Leitung der Elite-Schiedsrichter.

„Der Zweikampf wird als nicht strafwürdig bewertet. Da sich die Information der vorliegenden Bilder nicht von der Wahrnehmung des Schiedsrichters unterscheiden, handelt es sich um eine reine Bewertungsfrage, die der Schiedsrichter auf dem Platz treffen muss“, führt der 51-Jährige sein Einschätzung zum fragwürdigen Zweikampf zwischen Bayern-Star Hernandez und BVB-Kapitän Marco Reus fort.

BVB-Star Marco Reus (l.) wurde von Bayern-Star Lucas Hernandez elfmeterwürdig zu Fall gebracht. Ein Pfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer blieb aus.

BVB-Ärger gegen Bayern: Elfmeter hätte nicht gezählt – DFB liefert Beweis für Felix Zwayer

Jetzt kommt allerdings zum entscheidenden Punkt, warum der BVB nach dem Foulspiel von Lucas Hernandez an Marco Reus ohnehin keinen Elfmeter erhalten hätte: „Entscheidend in dieser Szene ist aber auch, dass sich der Spieler Haaland in der Eröffnung der Angriffssituation mit einem Fuß im Abseits befindet, sodass die nachfolgende Bewertung der Zweikampfszene für den VA (Video Assistent, Anm. d. Red.) regeltechnisch keine Rolle mehr spielt“, erläutert Dr. Jochen Drees.

„Das bedeutet, dass selbst bei einer strafbaren Bewertung des Zweikampfes, dieser Strafstoß aufgrund der Abseitsstellung des Dortmunder Angreifers durch den VA korrigiert worden wäre.“ Zumindest in dieser Szene dürfte der Ärger der BVB-Verantwortlichen folglich unbegründet gewesen sein. Es blieb allerdings auch bei weitem nicht die einzige strittige Szene im Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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