Schiedsrichter in der Kritik

BVB-Streit mit Zwayer: Watzke lehnt Friedensangebot ab – und Zorc legt nach

Der Streit zwischen Schiedsrichter Felix Zwayer und dem BVB geht in die nächste Runde. Nun melden sich der Unparteiische sowie Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc zu Wort.

Update, Mittwoch (8. Dezember), 16.14 Uhr: Michael Zorc hat noch einmal gegen Felix Zwayer nachgelegt. „Ich habe die gleiche Haltung wie Aki Watzke“, sagte der BVB-Sportdirektor bei Sport1. „Die Basis eines Gesprächs ist nicht gegeben, wenn Vertraulichkeit nur von einer Seite erwartet wird. „Das Thema ist für uns durch und erledigt.“

Der Schiedsrichter hatte sich eine Entschuldigung von Jude Bellingham erhofft und im Zuge dieser ein „Friedensgespräch“ mit dem BVB-Spieler angeboten. Dies wird es nun offenbar nicht geben, weil Felix Zwayer den Vorschlag bei der Bild-Zeitung öffentlich gemacht hatte.

BVB: Nach Interview von Felix Zwayer – Watzke lehnt Friedens-Gespräch ab

Erstmeldung: Die Wunden nach der bitteren 2:3 Niederlage des BVB gegen den FC Bayern sind noch immer da. Auch wenn Borussia Dortmund sich am Dienstagsabend mit einer 5:0-Gala gegen Besiktas Istanbul zumindest ein Stück weit rehabilitieren konnte. Der Ärger über die Schiedsrichterleistung und das allgemeine Auftreten von Felix Zwayer im Topspiel ist nach wie vor groß.

Verein Borussia Dortmund
CheftrainerMarco Rose
StadionSignal Iduna Park
Kapazität81. 365

Der DFB hat das Thema für sich abgehakt. BVB-Star Jude Bellingham wurde nach seinen Aussagen über Felix Zwayer vom Kontrollausschuss zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verdonnert. Der Verein akzeptierte die Strafe.

Doch zwischen Borussia Dortmund und dem Schiedsrichter bleibt die Situation weiterhin angespannt. Felix Zwayer erklärte gegenüber Bild: „Die Aussage erweckt bewusst den Eindruck, ich hätte das Spiel nicht nach bestem Wissen und Gewissen geleitet. Sie ist persönlich, verunglimpfend und respektlos.“

BVB: Felix Zwayer will klärendes Gespräch mit Jude Bellingham führen

Weiterhin führte Felix Zwayer aus: „Ich möchte das am liebsten in einem persönlichen Gespräch mit Jude Bellingham klären und habe gegenüber Borussia Dortmund ein solches Gespräch angeboten. Mir geht es nicht um Bestrafung, sondern um die Einsicht, dass er zu weit gegangen ist. Eine aufrichtige Entschuldigung würde ich annehmen“.

Vor der Partie des BVB gegen Besiktas bestätigte Hans-Joachim Watzke im Gespräch mit Amzon Prime dieses Angebot. Gleichzeitig kritisierte der Geschäftsführer allerdings die Vorgehensweise des 40-Jährigen.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke lehnt ein klärendes Gespräch mit Schiedsrichter Felix Zwayer ab.

BVB: Hans-Joachim Watzke lehnt vertraulichen Gespräche mit Felix Zwayer ab

„Wir haben die Geldstrafe akzeptiert, weil wir sicherstellen wollten, dass der Junge weiterspielen kann. Wenn der Herr Zwayer mir und Michael Zorc ein Schreiben schickt und ein Gespräch anregt, da kann man ja darüber diskutieren“, erklärte Hans-Joachim Watzke.

„Wenn ich aber eine Stunde später das Gleiche in den Medien lese, dann muss ich ehrlich sagen, dass ich keine vertraulichen Gespräche mit jemandem führen kann, der das Ganze eine Stunde später an die Medien weitergibt.“

BVB: Stimmung zwischen Felix Zwayer und Borussia Dortmund bleibt angespannt

Zu einem versöhnlichen Gespräch wird es demnach wohl nicht mehr kommen. Für beide Parteien bleibt nun zu hoffen, dass dieses Thema nun durch die Begleichung der Geldstrafe ein Ende findet. Felix Zwayer und Borussia Dortmund werden inhaltlich scheinbar nicht mehr auf einen Nenner kommen.

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