Proteste enden in Gewalt

Junger BVB-Fan im Iran getötet: Borussia Dortmund bezieht Stellung

Im Iran ist ein junger BVB-Fan ums Leben gekommen. Die Behörden weisen die Schuld von sich.

Dortmund/Izeh – Während in Katar die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet und der BVB durch Asien reist, protestieren im Iran die Menschen gegen die Führung des Landes. Das Mullah-Regime reagiert mit brutaler Gewalt. Mindestens 450 Menschen wurden nach Schätzungen von Menschenrechtlern bereits getötet. Unter ihnen ist ein junger BVB-Fan, wie ein Video zeigt, das sich in den Sozialen Medien verbreitet.

Junger BVB-Fan im Iran getötet: Borussia Dortmund bezieht Stellung

Kian Pirfalak ist am 16. November von iranischen Sicherheitskräften in Izeh getötet worden, wie die iranische Journalisten Masih Alinejad berichtet. Der Junge sei mit seinem Vater auf dem Heimweg gewesen, als ihr Auto beschossen worden sei, schreibt die in der Schweiz erscheinende Tageszeitung 20 Minuten. Sechs weitere Menschen starben demnach. Die Behörden weisen die Schuld von sich, sie sprechen von Terrorismus.

Masih Alinejad schreibt, Kian Pirfalak sei zehn Jahre alt gewesen, in anderen Berichten heißt es, er war erst neun. Er habe den BVB geliebt, heißt es weiter. Ein Video zeigt ihn im Trikot von Borussia Dortmund, wie er aus Stiften und einem Plastikbecher einen Mal-Roboter baut.

BVB solidarisiert sich mit den Menschen im Iran

Die Anteilnahme ist schier grenzenlos. Videos und Bilder von Kian Pirfalak werden bei Twitter tausendfach aufgerufen, Demonstranten halten auf den Straßen des Landes Plakate des Jungen hoch und auch Borussia Dortmund bezieht Stellung.

„Solidarität mit den Menschen im Iran“, schrieb der BVB am Montag (28. November) auf Twitter. Die Westfalen versahen ihre Zeilen mit den Hashtags KianPirfalak und MahsaAmini.

Der BVB reagiert auf den Tod eines Fans.

Der Tod von Mahsa Amini am 16. September war der Auslöser für die Proteste im Iran. Die 22-Jährige kam im Polizeigewahrsam ums Leben, nachdem sie wegen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verhaftet worden war.

BVB-Fan im Iran getötet: Borussia Dortmund reagiert

Vor Kian Pirfalak war bereits Sarina Esmailzadeh vom Mullah-Regime bei einer Protestaktion im Iran Ende September umgebracht worden. Auch die 16-Jährige war BVB-Fan, das Spiel gegen den FC Bayern wurde zu einem Solidaritätsakt.

„Egal, welches Geschlecht, egal welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung – für uns sind alle Menschen gleich. Wir stehen an der Seite der mutigen Frauen in Iran. In Gedenken an Sarina Esmailzadeh #MahsaAmini“, hatte der BVB anschließend geschrieben.

Rubriklistenbild: © Osnapix/Imago

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