Trainer unter Druck

Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp in Mega-Krise – und jetzt kommt auch noch Haaland

Jürgen Klopp steckt mit den „Reds“ in einer historischen Krise. Der Ex-BVB-Coach steht in England am Scheideweg. Ausgerechnet jetzt kommt Erling Haaland.

Liverpool – Während bei Borussia Dortmund nach dem vergangenen Wochenende fast schon Partystimmung angesagt war, herrscht beim FC Liverpool große Tristesse. Der Klub von der Anfield Road verlor das Topspiel beim FC Arsenal mit 2:3 und muss nun jegliche Titelträume in der Premier League vorzeitig begraben. Für Jürgen Klopp wird die Luft auf dem Trainerstuhl langsam dünner.

NameJürgen Klopp
Geboren16. Juni 1967 (Alter 54 Jahre), Stuttgart
Größe1,91 Meter
Aktueller VereinFC Liverpool

Ex-BVB-Trainer Klopp in Mega-Krise: Liverpool muss jetzt gegen Haaland liefern

Es ist der schlechteste Saisonstart seit 10 Jahren. Der LFC steht nach acht Spieltagen mit nur zehn Punkten im Niemandsland der Tabelle (Platz 10). Der Rückstand auf Spitzenreiter Arsenal beträgt nach dem abgelaufenen Spieltag bereits 14 Punkte. Eine Schieflage, die nach den Erfolgen der vergangenen Jahre kaum abzusehen war.

Entsprechend niedergeschlagen äußerte sich Jürgen Klopp am Sonntag (9. Oktober) nach Abpfiff: „Ich bin sehr enttäuscht. Viele Leute fragen mich, ob wir so spielen, weil wir letztes Jahr die beiden großen Trophäen verloren haben. Es fühlt sich an, als ob es Jahre her ist.“ Der FC Liverpool verlor in der vergangenen Saison das Champions-League-Finale gegen Real Madrid (0:1) sowie den Premier League-Titel nach einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag.

Jürgen Klopp: Ex-BVB-Trainer verlängerte Vertrag in Liverpool bis Sommer 2026

Ernsthafte Zweifel an der sportlichen Ehe von Jürgen Klopp und dem FC Liverpool traute sich bislang noch niemand auszusprechen. Zu erfolgreich waren seine bisher sieben Jahre beim Klub, zu groß die Dankbarkeit in der Stadt und zu groß das Vertrauen in Trainer und Spieler.

Auch die amerikanischen Klub-Besitzer der Fenway Group glauben an die BVB-Ikone. Jürgen Klopp verlängerte erst vor Kurzem seinen Vertrag in Liverpool bis zum Sommer 2026.

Jürgen Klopp steckt mit dem FC Liverpool tief in der Krise.

Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp: Liverpool empfängt Manchester City zum Topspiel

Trotzdem befinden sich die Reds in einer prekären Situation und müssen fortan kontinuierlich punkten, um nicht auch noch den Anschluss an die Champions-League-Plätze zu verlieren. Sollte Jürgen Klopp weiterhin Gefahr laufen, die Qualifikation für die Königsklasse zu verpassen, könnte es in naher Zukunft womöglich doch zu einer Trennung kommen.

Ein perfekter Start für die anvisierte Aufholjagd wäre am Sonntag (16. Oktober) beim nächsten Ligaspiel möglich. Doch ausgerechnet da trifft der FC Liverpool zu Hause auf Manchester City um Tormaschine Erling Haaland. So wie sich beide Teams derzeit präsentieren, ist es nur schwer vorstellbar, dass „Kloppo“ dort der Turnaround gelingt.

Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp: „Dann muss man es beenden“

„Sind das die besten Gegner, um Selbstvertrauen aufzubauen? Wohl kaum“, knirscht Jürgen Klopp schon vor der Partie. Aufgeben wolle er aber trotzdem nicht: „Wir werden da rausgehen und kämpfen. Das müssen wir tun und das werden wir tun.“

Erling Haaland ist am Wochenende mit Manchester City zu Gast an der Anfield Road.

Für Jürgen Klopp scheint sich ein Stück weit das Unheil zu wiederholen. In Liverpool ist er nun im siebten Jahr auf der Trainerbank. Exakt so lang war der 54-Jährige auch bei Borussia Dortmund tätig, als er mit dem BVB völlig unerwartet in eine Mega-Krise rutschte und mit dem Klub phasenweise sogar in die Abstiegsränge rutschte. Am Ende gelang allerdings ein kleines Happy End mit der Qualifikation für die Europa League. Trotzdem war es seine letzte Saison beim Revierklub.

Nach der Niederlage gegen die Gunners hielt Jürgen Klopp noch ein Plädoyer für sich selbst: „Bei uns steht ein Umbruch an. Ich wollte dabei sein, wenn diese jungen Burschen mehr zum Zuge kommen. Denn ich finde das total spannend. Ich bin hier im Moment noch am richtigen Ort, 100-prozentig. Und wenn nicht, dann muss man es beenden. Aber alle Beteiligten sehen das derzeit nicht.“

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