Spielzeit „ausgesprochen dürftig“

BVB-Sponsor Evonik bitter enttäuscht: Dortmund bekommt weniger Geld

Der BVB bekommt das schwache Abschneiden in den Pokalwettbewerben auch finanziell zu spüren. Ein Dortmund-Sponsor zahlt weniger.

Dortmund – Die Saison 2021/22 verlief für Borussia Dortmund aus sportlicher Sicht trotz des zweiten Tabellenrangs in der Bundesliga enttäuschend. Letztlich trennte sich der BVB sogar von Trainer Marco Rose. Unter Edin Terzic soll es nun wieder besser laufen – vor allem in den Pokalwettbewerben.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park
TrainerEdin Terzic

BVB-Sponsor Evonik von Saison enttäuscht: Dortmund bekommt weniger Geld

Die Schwarz-Gelben haben ein Alleinstellungsmerkmal: Sie haben auf ihren Jerseys unterschiedliche Brustsponsoren. Auf dem Heimtrikot von Borussia Dortmund prangt das Logo von Hauptsponsor 1&1, ebenso auf dem Auswärtstrikot.

Doch das sogenannte Cup-Trikot des BVB ist einem anderen Sponsoren vorenthalten: Evonik. Seit 2006 sponsert der Essener Chemiekonzern den Klub. Doch aufgrund der in den Pokalwettbewerben enttäuschend verlaufenden Saison 2021/22 erhielt Borussia Dortmund weniger Geld als in den Vorjahren.

BVB: Geldbeträge von Sponsor Evonik abhängig vom Dortmunder Erfolg

Seit dem Jahr 2020 ist Evonik „nur“ noch auf dem Trikot für die Pokalwettbewerbe vertreten, zuvor lief der BVB noch in allen Wettbewerben mit dem Chemiekonzern auf der Brust auf. Die Zahl der Spiele, bei den Evonik sichtbar auf den Jerseys beworben wird, verringerte sich somit deutlich.

Aufgrund des Ausscheidens im Achtelfinale des DFB-Pokals sowie der Gruppenphase in der Champions League und der Zwischenrunde der nachfolgenden Europa League, bekam der BVB weniger Geld von Evonik ausgezahlt. „Die genauen Beträge sind abhängig von den Erfolgen des Teams“, erklärte Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann, zugleich Dortmunder Aufsichtsratsvorsitzender, bei der digitalen Hauptversammlung des Essener Chemiekonzerns, wie die WAZ berichtet.

BVB-Sponsor Evonik ist enttäuscht vom Abschneiden von Borussia Dortmund in der Saison 2021/22.

BVB: Evonik in lediglich zwölf Spielen auf der Dortmunder Trikotbrust zu sehen

Insgesamt lief der BVB in der Saison 2021/22 in zwölf Spielen mit Evonik auf der Brust auf (den Supercup eingerechnet). Bei einem Erreichen der Finalspiele im DFB-Pokal und der Champions League wären aber 22 Partien möglich gewesen. „Die Kosten wurden dadurch auf etwa acht Millionen Euro im Vergleich zu den Vorjahren halbiert“, so Christian Kullmann.

Der Evonik-Vorstandschef zeigte sich nicht zufrieden mit dem Abschneiden von Borussia Dortmund und bezeichnete die Leistung des Klubs vor allem in den internationalen Wettbewerben als „ausgesprochen dürftig“.

BVB: Evonik hält 8,19 Prozent der Aktien von Borussia Dortmund

Groll hege Evonik deshalb aber keinesfalls. Im Gegenteil: Stieg mit Opel zuletzt beim BVB ein der Ärmelsponsor auf dem Trikot aus, möchte der Essener Chemiekonzern weiter bei Borussia Dortmund an Bord bleiben. Seit 2014 ist Evonik Aktionär bei den Schwarz-Gelben und hält laut Aktionärsstruktur 8,19 Prozent der Aktien.

Laut Christian Kullmann sei „die Qualifikation des BVB für internationale Wettbewerbe“ wichtig für den Marketing-Erfolg von Evonik. Die Hoffnung bleibt, dass das Unternehmenslogo unter Trainer Edin Terzic in mehr Pokal-Spielen zu sehen ist, als in der Saison 2021/22. Ein gutes Omen: Unter dem neuen Coach gewann Borussia Dortmund im Mai 2021 den DFB-Pokal.

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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