Wochenlanger Ausfall

BVB-Star Erling Haaland: Experte verrät Grund für erneute Verletzung

Erling Haaland fehlt dem BVB seit einigen Wochen verletzt. Es war nicht die erste Verletzung in dieser Saison – das hat einen genauen Grund, sagt ein Experte.

Berlin (dpa) – Die biegsamen Finger von Starpianist Lang Lang, die stahlharten Fäuste der boxenden Klitschko-Brüder oder die muskulösen Beine von Fußballprofis – Sportphysiotherapeut Aldo Vetere hat schon viele Meister ihres Fach begleitet und behandelt und wieder fit für den Job gemacht. Im Fall der Verletzung von Erling Haaland sieht er einen Fehler beim BVB.

BVB-Star Erling Haaland: Experte verrät Grund für erneute Verletzung

„Der Fußball ist in den vergangenen 30 Jahren verdammt schnell geworden, das Tempo hat zugenommen. Die Effizienz des Trainings, die Betreuung durch die Spezialisten sind super. Aber die Dosierung ist das Problem, also immer wieder die Intensität. Es wird nach Verletzungspausen zu früh wieder angefangen“, sagte Vetere in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Viele kommen zu früh zurück, der Druck für ein Comeback ist da einfach zu groß“, beklagte Vetere.

Auch den Fall von BVB-Superstürmer Erling Haaland hat der Experte verfolgt – allerdings mit Abstand, denn der Norweger ist kein Patient von Vetere. „Bei Erling würde ich spontan sagen: Viel zu viel, viel zu früh und viel zu viel Stress“, meinte Vetere. „Und: Die Ursache ist nicht behoben worden.“ Haaland sei „schnell unter Druck“ zurückgekommen. „Die Genesungschancen halte ich für wirklich hoch, das wird man auch in den Griff kriegen. Nur Fakt ist: Ein drittes Mal in so kurzer Zeit dürfte das nicht passieren!“

BVB: Erling Haaland zum dritten Mal im Jahr 2021 verletzt

Der 21-jährige Haaland fehlt Borussia Dortmund erneut wochenlang, weil er sich am Hüftbeuger – einem großen Muskel – verletzt hat. Tormaschine Haaland war Anfang Januar 2021 nach ausgeheiltem Muskelfaserriss und rund einmonatiger Zwangspause ins BVB-Team zurückgekehrt. Anfang Oktober verletzte er sich erneut, verpasste drei Spiele und stand am 16. Oktober wieder im Bundesliga-Kader. Nur wenige Tage später kam vom BVB die nächste Hiobsbotschaft.

Als weiteres Beispiel nannte der Spezialist Mario Götze, den WM-Siegtorhelden von 2014. „Zu viel verheizt, viel zu viel, viel zu schnell. Und bumm - heute spricht fast keiner mehr drüber“, sagte Vetere über den 29 Jahre alten Eindhoven-Profi. „Man fängt dann plötzlich an, sich selber zu hinterfragen. Zweifel kommen auf, Ängste, Druck“, schilderte Vetere. „Man ist nicht mehr präsent, man ist nicht frisch, man ist nicht effizient. In diesem Hamsterrad sind viele schon drin gewesen.“

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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