Verletzung am Knöchel

BVB: Haaland-Farce kein Einzelfall – die Täuschungen haben System in Dortmund

Erling Haaland ist nicht fit. Wie BVB-Trainer Marco Rose bestätigt, plagt sich der Dortmund-Stürmer mit Schmerzen herum. Es ist nicht das erste Mal.

Dortmund – „Er beißt auf die Zähne und nimmt vor dem Spiel möglicherweise wieder ein Tablettchen und dann sollte das funktionieren“, erklärte Trainer Marco Rose auf der Pressekonferenz am Donnerstag (14. April) über Erling Haaland. Grund dafür ist das grobe Foul an dem Angreifer beim Freundschaftsspiel zwischen Norwegen und Armenien am 29. März, als der BVB-Stürmer mit einem blutigen Knöchel vom Platz musste.

PersonErling Haaland
Geboren20. Juli 2000 (21 Jahre)
Aktueller VereinBorussia Dortmund (BVB)
PositionSturm

BVB: Haaland-Posse kein Einzelfall – die Täuschung hat System

Seitdem stand hinter der Personalie von Borussia Dortmund ein Fragezeichen. Und trotzdem spielte der Profi sowohl gegen RB Leipzig als auch gegen VfB Stuttgart jeweils 90 Minuten. Auch gegen den VfL Wolfsburg lief er für den BVB auf – wenngleich wohl unter Schmerzmitteln.

Eine genaue Diagnose gab es bislang noch nicht. Aber Marco Rose räumte vor dem Wolfsburg-Spiel ein: „Erling kann noch nicht schmerzfrei sein. Ich habe ein Foto gesehen, da stand der Fuß 90 Grad zum Bein. Da wird sicher etwas kaputtgegangen sein.“ Die Frage, warum nicht geklärt wird, was genau kaputtgegangen ist, beantwortete der BVB-Trainer im selben Atemzug.

BVB: Erling Haaland am Knöchel verletzt – Norweger will keine Diagnose

„Man erarbeitet sich mit dem Spieler gemeinsam, wie man damit umgeht. Macht man Bilder? Macht man keine Bilder? Wir können den Jungen ja nicht in die Röhre reinschieben, wenn er das für sich gar nicht möchte.“ Mit anderen Worten: Offenbar wollen Erling Haaland und sein Team keine genaue Diagnose.

Der Grund liegt auf der Hand: der sich anbahnende Transfer des BVB-Mega-Stars in Richtung Manchester City. Die aktuelle Verletzungsanfälligkeit des Profis soll durchaus abschreckend auf Interessenten wirken, wie Sport1 in Erfahrung gebracht haben will.

BVB-Star Erling Haaland trägt seine Knöchelverletzung mit sich rum. Die Geheimnistuerei ist kein Einzelfall.

BVB-Star Erling Haaland: Transfer-Gespräche als Hintergrund für verweigerte Diagnose

Immerhin verpasste die zunächst vielversprechendste Personalie der Schwarz-Gelben bereits 16 Spiele der laufenden Saison verletzungsbedingt. Dazu kommt: Die Knöchel-Verletzung ist offenbar nicht die erste Diagnose, die das Team um Erling Haaland unter Verschluss halten will.

Wie Sport1 berichtet, haben der Norweger und sein Umfeld auch bei seiner letzteren größeren Verletzung im Januar unbedingt verhindern wollen, dass eine Diagnose bekannt gegeben wird – anders als der BVB.

BVB-Stürmer: Erling Haaland verheimlichte schon mal eine genaue Diagnose

Damals verpasste Erling Haaland vier Spiele. Die bekanntgegebene Diagnose lautete „muskuläre Probleme“. Der Sportsender berichtet jetzt, dass es sich damals wohl um einen Muskelfaserriss im Oberschenkel gehandelt habe. Auch im September fiel der bullige 21-Jährige wegen „muskulärer Probleme“ für zwei Partien aus.

Die Verletzung nicht diagnostizieren zu lassen, ist offenbar im Sinne des BVB-Stürmers Erling Haaland.

Die Geheimnistuerei um die Verletzungen hat also System – vonseiten des Norwegers. Seine Ausfälle sollen seine Transfer-Chancen offenbar nicht schmälern. Und das auf Kosten seiner Gesundheit.

BVB: Erling Haaland spielt mit seiner Gesundheit – Fahrlässigkeit zugunsten des Marktwerts

Denn im Sport ist es nie gut, eine Verletzung nicht ausheilen zu lassen. Auch BVB-Trainer Marco Rose mahnte: „Wenn da irgendetwas am Band-Apparat oder an der Kapsel ist und du hast ständig Belastung drauf, kriegst Schläge, dann macht es etwas mit dem Körper. Das ist ganz klar.“

Doch offenbar ist es nicht nur im Sinne der Haaland-Gemeinschaft, der Verletzung nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Angesichts des dezimierten Kaders beim BVB erklärte der Übungsleiter auch: „Erling ist grundsätzlich ein wichtiger Spieler, er wäre in unserer aktuellen Situation aber nochmal wichtiger.“

Rubriklistenbild: © Christopher Neundorf/Kirchner-Media

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