Im Spiel gegen die TSG Hoffenheim

VAR-Frust nach Foul an Erling Haaland: BVB-Legende völlig verständnislos

BVB-Stürmer Erling Haaland will gegen die TSG Hoffenheim ein Tor schießen.
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BVB-Star Erling Haaland, hier im Zweikampf mit Kevin Vogt, wurde unmittelbar vor einem Tor der TSG Hoffenheim gefoult. Weder der Schiedsrichter noch der VAR griffen aber ein.

Bitterböses Pech für den BVB. Der Ausgleich der TSG Hoffenheim fiel nur kurz nach einem Foulspiel an Erling Haaland. Im Netz begann wieder die VAR-Debatte.

Dortmund – Nach kurzzeitiger BVB-Führung durch Jadon Sancho (20) in der 25. Minute erzielte die TSG Hoffenheim in der 31. Minute den Ausgleich. Doch für mehr Aufsehen sorgte eine Szene wenige Sekunden vor dem Tor: Erling Haaland (20) wurde eindeutig gefoult, Borussia Dortmund verpasste womöglich dadurch eine Torchance. Im Netz und bei BVB-Legende Kevin Großkreutz (32) herrschte eine einschlägige Reaktion: Unverständnis.

SpielerErling Haaland
Geboren20. Juli 2000 (20 Jahre)
VereinBorussia Dortmund
Größe1,94 Meter

BVB gegen TSG Hoffenheim: Erling Haaland wird vor dem Tor gefoult – Borussia Dortmund im Pech

„Ganz klares Foulspiel für mich.“ Ein klares Statement von Kevin Großkreutz, nachdem er auf Sky zu der Szene mit Erling Haaland befragt wurde. Der Ex-Nationalspieler erklärte: „Das ist kein Vorteil mehr. Hoffenheim erobert den Ball. Haaland hätte ihn nur reinschieben müssen.“

Doch was war eigentlich passiert? Kurz vor dem 1:1-Ausgleichstreffer der TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund durch Munas Dabbur (28) lief Jude Bellingham (17) auf das Tor der Kraichgauer zu. BVB-Stürmer Erling Haaland wurde unmittelbar davor beziehungsweise parallel zu dieser Szene von Hoffenheim-Spieler Kevin Vogt (29) vor dem Strafraum umgerissen. Ein klares Foulspiel, das Schiedsrichter Bastian Dankert (40) nicht ahndete.

Erling Haaland (BVB) gefoult: Szene gegen TSG Hoffenheim umstritten – VAR infrage gestellt

Doch nicht nur der Schiedsrichter entschied hier scheinbar falsch. Auch der Videoschiedsrichter wird wieder infrage gestellt. Kevin Großkreutz auf die Frage, ob der VAR eine Hilfe sei: „Wenn man es gerade gesehen hat, dann nicht. Es ist ein schwieriges Thema. Aber wenn man die Chance schon hat, muss man die Möglichkeit nutzen.“

Auch im Netz zeigen sich viele BVB-Fans erzürnt und ratlos. Ein Twitter-User fragt: „Warum gibt es eigentlich diesen VAR? Der Zweikampf abseits des Balls muss doch gepfiffen werden oder seh ich das falsch?“

Foul an BVB-Stürmer Erling Haaland: VAR in der Kritik

Ein weiterer ist der Meinung: „Grad mehrfach angeguckt: Warum wird die Aktion von Vogt an Haaland vom VAR nicht bewertet? Wenn sie es doch wurde, ist das kein sträfliches Foulspiel? Verändert den BVB-Angriff aus meiner Sicht enorm – und wirkt sich dadurch auch auf die Entstehung des 1:1 aus.“

Die Meinungen im Netz sind klar verteilt. Auch mit Blick auf das Regelwerk bleibt das Nicht-Eingreifen des VAR fraglich. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) schreibt auf ihrer Internetseite: In vier Fällen dürfe der Video-Schiedsrichter eingreifen. Einer dieser Fälle ist bei einem Tor, „falls dem Tor ein Foul, Handspiel, Abseits oder eine andere Regelwidrigkeit voranging“.

BVB gegen TSG Hoffenheim: Foul an Erling Haaland rollt VAR-Debatte auf

Grundvoraussetzung für ein Eingreifen des VAR ist, „dass eine klare und offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz vorliegt.“ Sky-Experte Dietmar Hamann erklärte im Anschluss des Spiels, warum der VAR dennoch nicht eingegriffen hatte.

Erling Haaland fassungslos: Nach einem Foul an dem BVB-Stürmer erzielt TSG Hoffenheim das Tor. Das Nicht-Eingreifen des VAR sorgt auch bei Fans für Unverständnis.

Der Hauptgrund: Der Gegner TSG Hoffenheim spielte nach Balleroberung noch zweimal den Ball zurück, ehe der finale Angriff, der zum Tor führte, ausgespielt wurde – dies sei eine Unterbrechung des Angriffs. „Wäre es ein Angriff gewesen und sie hätten das Tor erzielt, dann hätte der Video-Assistent eingegriffen. In dem Fall war es richtig, dass er es nicht gemacht hat.“

Video: 1. FC Köln: Gisdol nach Videobeweis-Verwirrung: „Kenne die Regel nicht“

Zwar eine Erklärung, doch für viele BVB-Fans sicherlich keine zufriedenstellende. Letztlich bleiben viele Fragezeichen, viel Konjunktiv und nach Ansicht einiger Fußballfans sicherlich auch viel Willkür, wenn es um den Video-Beweis geht. Und der für Frust bei Erling Haaland und den BVB-Fans sorgt.

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