Kommentar

Erling Haaland und seine Torgefahr: Dem BVB droht ein großes Dilemma

Erling Haaland mit Thorgan Hazard im Arm.
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Erling Haaland (l.) trifft aktuell nach Belieben. Für den BVB birgt das eine Gefahr.

Erling Haaland ist bei Borussia Dortmund nicht zu bremsen. Das birgt jedoch auch eine große Gefahr für den BVB. Ein Kommentar.

Dortmund – Egal ob Bundesliga, Champions League oder DFB-Pokal: Auf die Tore von Erling Haaland (20) kann sich Borussia Dortmund in allen Wettbewerben gleichermaßen verlassen. Die Treffsicherheit des Norwegers hat paradoxerweise auch Schattenseiten, findet RUHR24-Autor Sven Fekkers.

Name Erling Braut Haaland
Geboren21. Juli 2000 (Alter 20), Leeds, England
Größe1,94 Meter
Eltern Alf-Inge Haaland und Gry Marita Braut
Aktuelle TeamsBorussia Dortmund, Norwegische Nationalmannschaft

Borussia Dortmund: Erling Haaland trifft beim BVB nach Belieben

31 Saisontore in 30 Spielen: Die Bilanz von Erling Haaland bei Borussia Dortmund spricht eine deutliche Sprache. Damit zeigt sich der Sturmhüne in der laufenden Saison für rund 38 Prozent aller BVB-Tore verantwortlich.

Weitere acht Treffer legte er seinen Mitspielern auf. Für den deutschen Vizemeister ist der 20-Jährige längst zu einer fleischgewordenen Lebensversicherung avanciert. Zum Vergleich: In der internen Torjägerliste rangiert Jadon Sancho (20) mit sechs Bundesliga-Treffern mit weitem Abstand auf Rang zwei.

Borussia Dortmund: Sturmstar Erling Haaland ist unersetzbar für den BVB

Tore und Vorlagen sind allerdings nicht die einzigen Vorzüge, die Erling Haaland dem BVB zu bieten hat. Der norwegische Nationalspieler ist aus vielerlei Gesichtspunkten unersetzbar für die Westfalen.

Sei es durch seine Physis, seine Geschwindigkeit oder durch seinen unbändigen Willen. Ein ähnliches Gesamtpaket findet man bei keinem weiteren Offensivspieler im Kader der Dortmunder Borussia.

Erling Haaland ist für den BVB unersetzlich.

Borussia Dortmund: Der Erfolg des BVB steht und fällt mit Erling Haaland

Und genau in diesem Punkt liegt die Gefahr: Der BVB hängt am imaginären „Haaland-Tropf“. Allzu häufig lässt die Tagesform des Norwegers das Pendel zwischen Erfolg und Misserfolg ausschlagen. Für einen Verein mit den Ansprüchen von Borussia Dortmund ist das beinahe schon unwürdig (alle News zu Erling Haaland auf RUHR24.de).

Borussia Dortmund: Nur mit Erling Haaland kann der BVB die Qualifikation für die Champions League schaffen

Schließlich will sich der BVB auch am Ende dieser Saison für die Champions League qualifizieren. Gelingen kann dies allerdings nur mit einem Erling Haaland in Topform.

Wie sehr Borussia Dortmund zu knacken hat, wenn der 20-Jährige fehlt, offenbarte sich etwa im Dezember des Vorjahres. Damals verpasste der Stürmer vier Bundesliga-Spiele aufgrund eines Muskelfaserrisses.

Borussia Dortmund: Ohne Erling Haaland läuft es nicht rund beim BVB

In Abwesenheit von Erling Haaland holte der BVB lediglich vier Punkte aus vier Spielen. Dazu stellten lediglich vier erzielte Treffer eindrucksvoll unter Beweis, dass der Norweger im Sturmzentrum der Westfalen nicht zu ersetzen ist.

Zugegebenermaßen fiel die Zwangspause des Torgaranten in die schwächste Saisonphase des deutschen Vizemeisters, die schlussendlich in der Entlassung von Lucien Favre (63) als Cheftrainer von Borussia Dortmund mündete.

Borussia Dortmund: Auch Sportdirektor Michael Zorc schwärmt von Erling Haaland

Dennoch sollte der Kader des BVB in der Lage sein, auch auf einen Ausfall des aktuell wohl wichtigsten Spielers zu reagieren. Einen Nachweis dieser These bleibt die Borussia jedoch aktuell noch schuldig. Diese Dysbalance in der Kaderplanung könnte den Verantwortlichen der „Schwarz-Gelben“ teuer zu stehen kommen.

In der finalen Saisonphase bleibt aus Sicht des Tabellenfünften daher zu hoffen, dass Erling Haaland nicht erneut ausfällt. Ansonsten könnte es schwierig werden mit der Qualifikation für die Champions League. Ohne die Königsklasse läuft man zudem Gefahr, sich schneller als erwartet nach einer neuen Lebensversicherung umsehen zu müssen.

Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht unbedingt die Ansicht der gesamten Redaktion widerspiegeln.