Reus und Haaland scheiterten

Elfmeter-Problem beim BVB: Jetzt fällt Trainer Edin Terzic eine Entscheidung

Der BVB hat drei Elfmeter in Folge verschossen. Erling Haaland und Marco Reus scheiterten. Jetzt äußerte sich Dortmund-Trainer Edin Terzic zu der Problematik.

Dortmund - Erling Haaland (20) gilt als extrem sicherer Elfmeterschütze. In seiner noch jungen Profi-Karriere hat der Norweger jeden Strafstoß verwandelt. Bis er am 19. Spieltag bei dem Bundesliga-Spiel des BVB gegen Augsburg (3:1) vom Punkt antrat.

NameEdin Terzic
Geboren30. Oktober 1982 (Alter 38 Jahre), Menden (Sauerland)
Größe1,84 Meter
EhepartnerinKora Wölm (verh. 2013)
Bisherige TrainerstationBorussia Dortmund (seit 2020)
AusbildungRuhr-Universität Bochum

BVB mit Elfmeter-Problem? Marco Reus und Erling Haaland scheiterten dreimal in Folge

Hoch konzentriert schnappte der 20-Jährige sich den Ball - ehe er ihn geradewegs an den Querbalken nagelte. Es war sein erster verschossener Elfmeter bei 14 Versuchen (alle News zu Erling Haaland auf RUHR24.de).

Für Borussia Dortmund setzte sich damit eine Serie vergebener Strafstöße in Folge fort. Zuvor war Marco Reus (31) zweimal gescheitert. Am 12. Spieltag gegen Werder Bremen hatte er immerhin noch im Nachschuss getroffen, am 16. Spieltag gegen Mainz 05 setzte er die Kugel am Tor vorbei.

BVB-Trainer Edin Terzic verteidigte Marco Reus nach verschossenem Elfmeter gegen Mainz

Die Mannschaft kam gegen den damaligen Tabellenletzten nicht mehr über ein 1:1 hinaus. „Ich muss mich bei der Mannschaft entschuldigen“, sagte Marco Reus anschließend. „Ich hätte das Spiel entscheiden können. Das habe ich nicht geschafft. Das tut mir leid“.

Von den jüngsten neun Versuchen vergab der BVB-Kapitän satte vier. Das entspricht einer Elfmeter-Quote von schwachen 56 Prozent für den einst so sicheren Schützen. Trainer Edin Terzic (38) nahm ihn anschließend bei Sky in Schutz: „Kein Vorwurf, das gehört zum Sport dazu“.

Marco Reus beim Elfmeter gegen Werder Bremen: Erst der Nachschuss landete im Tor.

BVB: Jadon Sancho versenkte in DFB-Pokal und Champions League beide Elfmeter

Der einzige schwarz-gelbe Elfmeter-Schütze mit blütenweißer Weste ist in der laufenden Saison Jadon Sancho (20). Er trat bisher immer in den Pokalwettbewerben an, versenkte im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg und in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg (alle News zu Jadon Sancho auf RUHR24.de).

Da stellt sich nun nach den Fehlschüssen von Erling Haaland und Marco Reus unweigerlich die Frage: Darf Jadon Sancho jetzt auch in der Bundesliga vom Punkt ran? Dazu äußerte sich Edin Terzic auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des BVB gegen den SC Freiburg (zum Live-Ticker).

BVB-Profis Erling Haaland und Marco Reus: Trainer Edin Terzic seine verteidigt Elfmeterschützen

„Wir haben gute Elfmeterschützen, auch wenn ihr in den letzten Wochen einen anderen Eindruck gewonnen habt“, erklärte er in Richtung der Journalisten. „Die Jungs, die sich gut und wohlfühlen auf dem Platz, sollen sich den Ball schnappen und ihn rein schießen.“

Erling Haaland und Marco Reus bekommen also weiterhin das Vertrauen. „Es gibt eine klare Abfolge und dabei werden wir es auch belassen.“ Wie genau diese Abfolge aussieht, verriet der BVB-Trainer nicht.

Gut möglich aber, dass das Duo unter sich ausmacht, wer den nächsten Elfmeter in der Bundesliga schießt. Jadon Sancho würde dann wie bisher in den Pokalwettbewerben zum Strafstoß antreten.

BVB: Jadon Sancho wohl wieder fit gegen Freiburg, Favoriten auf Elfmeter sind Haaland und Reus

Um einen Einsatz des Engländers gab es nach dem DFB-Pokal-Krimi des BVB gegen den SC Paderborn noch leichte Fragezeichen, da er nach 116 Minuten mit Krämpfen ausgewechselt werden musste.

Edin Terzic (38) hat vor dem Spiel gegen den SC Freiburg die Hoffnung, dass Jadon Sancho für Borussia Dortmund auflaufen kann. „Wir gehen davon aus, dass Jadon uns ganz normal zur Verfügung steht.“ Sollte der BVB zum Elfmeter antreten dürfen, werden aber wohl weiterhin Erling Haaland und Marco Reus die Favoriten auf die Ausführung bleiben.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinbach/dpa

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