Star hadert mit seinem Ruf

BVB-Großverdiener genervt: „Habe im Ausland ein ganz anderes Standing“

Beim BVB sitzt er im Mannschaftsrat, bekommt ein sattes Gehalt. Dennoch hadert Emre Can mit seinem Ruf in Deutschland.

Dortmund – Emre Can wundert sich über die Rolle, die er in der öffentlichen Betrachtung spielt. Der Defensiv-Allrounder von Borussia Dortmund verweist auf sein Image im Ausland.

BVB: Emre Can hat exklusive Vita und Top-Gehalt

Emre Can hat in seiner Karriere schon für viele große Klubs gespielt. In der Jugend lief er für den FC Bayern München auf, später folgten Stationen beim FC Liverpool und Juventus Turin. Aus Italien wechselte er im Sommer 2020 fix zum BVB (25 Millionen Euro Ablöse).

10 Millionen Euro Gehalt lässt sich der BVB die Dienste des Ex-DFB-Nationalspielers (37 Spiele, 1 Tor) kosten. Die Leistungen: häufig durchwachsen.

BVB-Großverdiener Emre Can genervt: „Ich habe im Ausland ein ganz anderes Standing“

Ob er das Gefühl habe, dass er im Ausland anders gesehen werde als in Deutschland, wurde Can im Interview mit dem Kicker gefragt. „Ja, dieses Gefühl habe ich sogar ganz extrem“, antwortete er. „Ich habe im Ausland ein ganz anderes Standing, in England zum Beispiel. Ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht respektiert man meine Leistungen da anders oder mag mich als Fußballer-Typ lieber. In Deutschland werde ich schon immer kritischer gesehen.“

Er wisse selbst, dass er nicht den besten Fußball gespielt habe, seit er beim BVB sei. Aber: „Ich hatte auch gute Spiele, die vergangene Saison war persönlich gut, und das, obwohl ich größtenteils auf einer anderen Position gespielt habe. Es war nicht so schlecht, wie es oft dargestellt wird, zu dieser Meinung stehe ich.“

BVB-Allrounder Emre Can: vom Vielspieler zum Bankdrücker

Seine Vielseitigkeit kam dem 29-Jährigen zugute: Beim verletzungsgeplagten BVB lief er mal im defensiven Mittelfeld auf, mal in der Innenverteidigung. Und sogar als Rechtsverteidiger. Wenn er fit war, spielte Emre Can.

Das ist in der laufenden Saison etwas anders. Nur einmal durfte er über die vollen 90 Minuten in der Bundesliga ran. Fünfmal schmorte er 90 Minuten lang auf der Bank.

BVB-Profi Emre Can ist unzufrieden mit seinem Image in Deutschland.

BVB-Vertrag bis 2024: Emre Can hegt keine Abwanderungsgedanken

Die bisherige Spielzeit sei überhaupt nicht zufriedenstellend verlaufen. „Ich kann viel mehr, das weiß ich“, erklärte Emre Can. „Das wissen auch viele im Verein. Mein Ziel ist es, das wieder abzurufen und dafür Gas zu geben. Vielleicht ist mein Fehler aber auch, dass ich manchmal zu viel will, da muss ich ruhiger werden.“

Generell fühlt sich der gebürtige Frankfurter wohl beim BVB, wo er noch bis Sommer 2024 unter Vertrag steht und im fünfköpfigen Mannschaftsrat sitzt. „Ich bin zur Zeit glücklich in Dortmund, der Vertrag läuft noch eineinhalb Jahre. Was danach passiert, ist noch weit weg“, sagte Emre Can. Abwanderungsgedanken gebe es nicht.

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