Kommentar

Fehler häufen sich: Emre Can ist den Beweis für die Champions League schuldig

Emre Can soll den BVB als Leader in die Champions League bringen. Derzeit scheitert er an seinen eigenen Ansprüchen. Ein Kommentar von RUHR24-Autor Nicolas Luik.

Dortmund - Der Anspruch von Emre Can (27) an sich selbst ist groß. „Ich habe keinen Bock, in der Europa League zu spielen. Ich will Champions League spielen“, sagte der BVB-Allrounder jüngst nach einer 1:2-Niederlage des BVB gegen Eintracht Frankfurt bei Sky.

NameEmre Can
Geboren12. Januar 1995, Frankfurt am Main
Größe1,86 Meter
Karrierebeginn2000
Aktuelles TeamBorussia Dortmund

BVB: Emre Can hat keinen Bock auf Europa League, spielt aber nicht auf Champions-League-Niveau

Das ist verständlich. Schließlich hat Borussia Dortmund ihn im Sommer 2020 als Leader verpflichtet. Ganze 25 Millionen Euro ließen sich die Bosse den Transfer von Emre Can damals kosten. Noch bleiben allerdings Wünsche offen.

Fehlende Mentalität ist definitiv nicht sein Problem. Emre Can ist laut auf dem Platz. Und versucht stets, seine Kollegen mitzureißen. Wenn da nur nicht die immer wiederkehrenden eigenen Fehler wären.

BVB-Leader ist zu fehlerhaft: Emre Can patzt gegen Union Berlin jetzt schon zum wiederholten Male

Die jüngste Unkonzentriertheit des sogenannten Aggressiv-Leaders hat den BVB beim 2:0-Sieg gegen Union Berlin fast schon wieder in die Bredouille gebracht.

Nach nur 12 Sekunden spielte er Marcus Ingvartsen (25) den Ball in die Beine. Glück und die Querlatte verhinderten, dass der BVB einem frühen Rückstand hinterherrennen musste. Leider war dieser Fehlpass nicht der einzige Lapsus in diesem Spiel. Immer wieder landeten Zuspiele bei Gegner.

BVB-Profi Emre Can (l.) unterlief gegen Union Berlin erneut ein grober Fehlpass.

BVB: Emre Can wird seinem Anspruch nicht gerecht, schwere Patzer auch in der Champions League

Das Problem zieht sich konsequent durch die vergangenen Wochen. Emre Can wird derzeit seinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Ausgerechnet in seinem Lieblingswettbewerb patzte er zuletzt in beängstigender Regelmäßigkeit.

Beim Achtelfinalhinspiel in Sevilla ließ er den Torschützen Luuk De Jong (27) laufen. Im Rückspiel verursachte er gegen den Holländer einen Elfmeter. Eine Runde später: In Manchester führte sein Fehlpass zum 1:0 für die Engländer.

BVB: Emre Can muss zuerst selbst stabil werden, bevor er Leader bei Borussia Dortmund sein kann

Beim Rückspiel in Dortmund war sein unglückliches Handspiel Grund genug für den Schiedsrichter, den Gästen einen umstrittenen Elfmeter zuzusprechen. Obwohl diese Szene unterschiedlich bewertet werden kann: Emre Can bringt sich und seine Mannschaft viel zu häufig in Schwierigkeiten.

Meist sind technische Unsauberkeiten oder Übermotiviertheit der Grund. Fakt ist: Nur über Mentalität geht es leider nicht. Schritt Nummer eins ist das Vermeiden von haarsträubenden Fehlern. Stabilität zu gewinnen. Erst dann kann Emre Can sich zu dem Leader aufschwingen, den der BVB in ihm sieht. Und der er auch selbst gerne sein möchte.

BVB: Mats Hummels fehlt gegen Wolfsburg verletzt, jetzt muss Emre Can sich beweisen

Wie wichtig er für seine Mannschaft ist, muss Emre Can schon am Samstag (24. April) beweisen. Dann fehlt Abwehrchef Mats Hummels (32) nämlich wegen einer Gelbsperre beim so wichtigen Auswärtsspiel in Wolfsburg.

Emre Can ist dann in der Innenverteidigung des BVB gefordert. Stellt er seine Fehler nicht ab, droht das Verpassen der Königsklasse mehr denn je. Und auf Europa League hat er bekanntermaßen keinen Bock.

Rubriklistenbild: © David Inderlied/Kirchner-Media

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