Erling Haaland ist zurück

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 1 für furioses Dortmund-Comeback

Erling Haaland ist zurück – und wie! Die Einzelkritik des BVB gegen den VfL Wolfsburg mit Noten.

Wolfsburg – Borussia Dortmund hat sich vor dem Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern keine Blöße gegeben. Beim 3:1 des BVB gegen den VfL Wolfsburg kam es auch zum Comeback von Erling Haaland. Die Einzelkritik mit Noten.

VereinBorussia Dortmund
Gründung19. Dezember 1909
TrainerMarco Rose

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Alle Noten von Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Er war der gewohnt sichere Rückhalt des BVB. In Wolfsburg bekam Gregor Kobel in den Anfangsminuten viel zu tun und parierte mehrmals stark, auch im weiteren Spielverlauf. Alleine Dodi Lukebakio scheiterte dreimal an ihm. Beim Gegentor war der Keeper im Grunde machtlos, allerdings könnte man ihm vorhalten: Kommt der Ball in den Fünfmeterraum, muss auch der Torwart ein Wörtchen mitsprechen. Die Hereingabe war jedoch sehr scharf mit viel Geschwindigkeit hereingeschlagen. Note: 2,5

Thomas Meunier: Wie bereits in Lissabon ein ordentliches Spiel des Belgiers. Er versuchte sich in die Offensive einzuschalten, schlug einige Flanken, die Genauigkeit fehlte jedoch. Defensiv nahezu ohne Fehler, mit vier von sieben gewonnenen Zweikämpfen. Das macht in der Einzelkritik die Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 2,5 für Manuel Akanji

Manuel Akanji: Der Innenverteidiger verlor den Zweikampf gegen Wout Weghorst vor dem Treffer zum 0:1 (2.). Ansonsten zeigte der Schweizer aber kaum Schwächen. So blockte er den Schuss von Luca Waldschmidt in der 67. Minute im Strafraum und köpfte viele Hereingaben heraus. Herausragend seine Passquote von 96 Prozent. Note: 2,5

Mats Hummels: Der Abwehrchef warf sich in seinem 300. Bundesliga-Spiel für den BVB rein, dirigierte seine Nebenmänner und hätte in der Offensive fast einen Torabschluss per Fallrückzieher gehabt (48.). Die Einzelkritik schmälert jedoch sein Laufweg vor dem 0:1, Mats Hummels machte die Lücke auf statt abzusichern. Note: 3

Nico Schulz zeigte beim BVB auch in Wolfsburg keine gute Leistung, wie die Einzelkritik mitsamt Note zeigt.

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 4 für Nico Schulz

Nico Schulz: Trotz seines Fehlers in Lissabon spielte der Linksverteidiger wieder, da Raphael Guerreiro noch nicht im BVB-Kader in Wolfsburg stand. Nico Schulz konnte dem Zuschauer in den ersten Minuten leidtun. Immer wieder sah er sich mit Ridle Baku und Dodi Lukebakio gleich zwei Gegenspielern gegenüber – und ließ daher einige Angriffe über seine Seite zu. Da fehlte die Unterstützung aus der Offensive von Julian Brandt. Mit fortlaufender Spieldauer verbesserte sich Nico Schulz und knallte einen Volleyschuss an den Pfosten (48.). Note: 4

Emre Can: Nach seiner Roten Karte in Lissabon glänzte der 27-Jährige jetzt als Torschütze. Den Elfmeter in der 35. Minute nach Foul an Marco Reus verwandelte er souverän. Ansonsten rieb sich Emre Can vor allem in Zweikämpfen auf (Erfolgsquote: 50 Prozent). Der Mittelfeldmann verzückte die Fans mit dem einen oder anderen Dribbling und einem Tunnler gegen Maximilian Arnold (10.). Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 3,5 für Mahmoud Dahoud

Mahmoud Dahoud: Der Mittelfeldspieler orientierte sich bei seinem Startelf-Comeback schon nach zwei Minuten falsch. Der BVB stand zu zweit gegen Dodi Lukebakio vor dem 0:1, Mahmoud Dahoud verschaffte dem Wolfsburger mit einem Schritt weg von der Grundlinie zu viel Platz. Da hätte er stehen bleiben müssen, um mitlaufen zu können. Zweimal scheiterte der 25-Jährige mit einem Flachschuss, der jeweils vorbeiging (12./31.). Note: 3,5

Julian Brandt: Er unterstützte Nico Schulz auf der linken Seite zu wenig. Wenn er doch hinten war, dann griff der deutsche Nationalspieler nicht an, sondern ließ Riedle Baku machen. Das wurde im Verlauf des Spiels aber besser. Stark seine Vorlage auf Erling Haaland in der 80. Minute zum 3:1, auch der Pass auf Marco Reus vor dem Elfmeter-Foul kam von ihm. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 2 für Marco Reus

Marco Reus: Sein erster Schuss in der 2. Minute war kein Problem für Pavao Pervan. Der BVB-Kapitän wurde übel vor dem Elfmeter, der zum 1:1 führte, gefoult. Das Sprunggelenk hielt aber stand, wenngleich sich Marco Reus wenig später eine Tablette gegen die Schmerzen an der Ersatzbank abholen musste. Der 32-Jährige bereitete das 2:1 durch Donyell Malen vor, scheiterte aber in der 87. Minute erneut an Pervan. Note: 2

Marius Wolf: Überraschend stand er in der BVB-Startelf in Wolfsburg, obwohl der Rechtsaußen zuvor drei Wochen lang verletzt gefehlt hatte. Die Einzelkritik fällt durchwachsen aus. Offensiv mit wenig Akzenten, er sah Gelb nach kleinem Privatduell mit Wout Weghorst und wurde in der 62. Minute durch Ansgar Knauff ersetzt. Note: 4

Marco Reus wurde in Wolfsburg übel gefoult, was zu einem Elfmeter führte. In der Einzelkritik bekommt der BVB-Kapitän eine gute Note.

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 2 für Donyell Malen

Donyell Malen: Sein Treffer in der 55. Minute zum 2:1 war sein drittes Tor im dritten Spiel in Folge – der Niederländer kommt immer besser in Form. Er zeigte sich sehr aktiv, war in viele Offensivaktionen eingebunden, aber nicht alles klappte. Nach 71 Minuten war dann Schluss für den Stürmer, Erling Haaland kam rein. Note: 2

Ansgar Knauff: Er kam nach 62 Minuten für Marius Wolf ins Spiel. Die beste Aktion: Der Schuss des Rechtsaußen in der Nachspielzeit, der aber von Pablo Otavio abgeblockt wurde. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Wolfsburg: Note 1 für Erling Haaland

Erling Haaland: 16.59 Uhr war es, als Jubel in der Volkswagen-Arena aufbrandete. Die vielen mitgereisten BVB-Fans bejubelten, dass der Norweger zur Bank lief und dann zwei Minuten später für Donyell Malen ins Spiel kam. 20 Sekunden später hätte es fast geklingelt, doch Haalands Schuss war zu schwach und kein Problem für den Keeper. In der 80. Minute war die norwegische Urgewalt dann zurück: Mit einem Sprung im Kung-Fu-Style bugsierte er den Ball nach einer Flanke von Julian Brandt mit dem Außenrist ins Netz. Ein perfektes Comeback. Note: 1

Erling Haaland überragt beim Comeback, das zeigt die Einzelkritik des BVB gegen den VfL Wolfsburg.

Dan-Axel Zagadou: Der Franzose kam in der 85. Minute für Nico Schulz und sollte die Abwehr verstärken. Ohne Note

Axel Witsel: Der Belgier kam nach 84 Minuten für Emre Can und hatte noch zehn Ballkontakte. Ohne Note

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