Blamage im Bundesliga-Finale

Nur ein BVB-Profi versagt nicht: die Einzelkritik nach dem Debakel gegen Hoffenheim

Bei der BVB-Blamage gegen die TSG Hoffenheim verdiente sich kein BVB-Spieler gute Noten.
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Bei der BVB-Blamage gegen die TSG Hoffenheim verdiente sich kein BVB-Spieler gute Noten.

Die BVB-Einzelkritik und Noten gegen die TSG Hoffenheim fallen nach einer peinlichen Vorstellung mau aus. Borussia Dortmund ging im Bundesliga-Finale unter.

  • Mit 0:4 ging Borussia Dortmund gegen die TSG Hoffenheim unter.
  • Der BVB bot im letzten Saisonspiel der Bundesliga eine indiskutable Leistung.
  • Entsprechend schlechte Noten gibt es für die schwarz-gelben Profis in der Einzelkritik.

Dortmund - Nach der peinlichen 0:4-Pleite gegen Hoffenheim (der BVB-Ticker zum Nachlesen) stellte Roman Bürki die Mentalitätsfrage bei Borussia Dortmund. Hier lest ihr, wie wir die Spieler für ihre Leistung bewertet haben.

Vereinsname

Borussia Dortmund

Trainer

Lucien Favre

Stadion

Signal Iduna Park

Ort

Dortmund

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 3 für Roman Bürki

Roman Bürki: Der BVB-Keeper sah gegen die TSG Hoffenheim "eine Mannschaft, die nicht viel Lust hatte. Das ist nicht in Ordnung", fand er. In der Tat war Roman Bürki einer der wenigen schwarz-gelben Profis, die zumindest versuchten, sich gegen das Desaster zu stemmen. Klasse Parade gegen Skov (56.), gut mitgespielt gegen Jacob Bruun Larsen (79.). Bei den Gegentoren konnte er nicht viel machen. Note: 3

Lukasz Piszczek: Die Dreierkette von Borussia Dortmund (alle BVB-Artikel auf RUHR24.de) war gegen die schnellen Vorstöße der Gäste extrem anfällig und auch Piszczek machte da keine Ausnahme. Beim 0:2 durch Kramaric hob er das Abseits auf (30.), vor dem 0:3 ließ er sich vom Kroaten austanzen. Nur 43 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind für einen Abwehrspieler außerdem viel zu wenig. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Leonardo Balerdi erlebt Debüt des Grauens

Mats Hummels: Auch der sonst so souveräne Abwehrchef erwischt in seinem 350. Pflichtspiel für Borussia Dortmund keinen guten Tag. Die Hoffenheimer doppelten früh, sobald er in Ballbesitz kam. So blieben die Zuspiele in die Spitze von Mr. Außenrist heute größtenteils aus. Kam vor den ersten drei Toren jeweils einen Schritt zu spät in die Zweikämpfe. Dass Schiri Winkmann nach einem regulären Zweikampf dann auch noch einen Elfmeter gegen ihn pfiff, ist Hummels nicht anzulasten. Note: 4,5

Leonardo Balerdi: Die Freude über sein erstes Bundesliga-Spiel von Beginn an währte beim Argentinier nicht lange. Sah sich hilflos den zahlreichen Hoffenheim-Angriffen über seine linke Abwehrseite ausgesetzt und hatte an zwei Gegentoren maßgeblichen Anteil. Ohne einen einzigen gewonnenen Zweikampf wurde er nach 65 Minuten wieder ausgewechselt. Ein Debüt zum Vergessen. Note: 5,5

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 5 für Morey und Guerreiro

Mateu Morey: Der Spanier erhielt überraschenderweise erneut den Vorzug in der Startelf vor Achraf Hakimi. Nach seinem überzeugenden Debüt in der vergangenen Woche wollte ihm heute allerdings nicht viel gelingen. Offensiv abgemeldet und defensiv im Zweikampf meist zweiter Sieger. Note: 5

Die BVB-Profis Lukasz Piszczek (l.) und Leonardo Balerdi hatten gegen die TSG Hoffenheim große Mühe.

Raphael Guerreiro: Er war auf dem linken Flügel des BVB vergleichsweise gefordert. Offensiv resultierte das in zwei Torschussvorlagen des sonst so quirligen Guerreiro, defensiv ließ er aber jegliche Unterstützung für Leonardo Balerdi vermissen. Schon nach 45 Minuten musste er für Achraf Hakimi weichen. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Julian Brandt zeigt sich engagiert

Axel Witsel: Die Präsenz, die Axel Witsel einst in seiner Anfangszeit beim BVB ausgestrahlt hat, kommt ihm zunehmend abhanden. Zu schnell konnte die TSG Hoffenheim immer wieder die schwarz-gelbe Schaltzentrale überspielen. Packte kurz vor Schluss noch einen brachialen Gewaltschuss aus der Distanz aus, der zu den ganz wenigen sehenswerten Szenen von Borussia Dortmund gehörte. Note: 5

Julian Brandt: Der BVB-Regisseur tat alles, um das Spiel an sich zu reißen. Das gelang ihm auch insofern, als dass er die meisten Kilometer abspulte (10,96) und die meisten Ballkontakte hatte (109). Der Wille war da, allerdings haperte es bisweilen an der Umsetzung. Auch er versuchte sich zweimal an Distanzschüssen, weil spielerisch gegen die stabile Hoffenheim-Defensive kein Durchkommen war. Note: 4

BVB-Profi Axel Witsel fasst sich während der BVB-Pleite gegen Hoffenheim an den Kopf.

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Gebrauchter Tag für Reyna und Hazard

Giovanni Reyna: Zum zweiten Mal in Folge erhielt der junge US-Amerikaner den Vorzug vor BVB-Topscorer Jadon Sancho. Heute konnte er nicht an die starke Leistung anknüpfen, die er am vergangenen Spieltag gezeigt hatte. Ebenso wie den anderen kreativen Köpfen in der schwarz-gelben Offensive mangelte es ihm an Präzision, Ideen und Durchschlagskraft. Note: 5

Thorgan Hazard: In der Anfangsphase war dem Dortmunder Dauerläufer noch anzumerken, dass er sich etwas vorgenommen hatte. Sammelte schnell drei Torabschlüsse und wurde damit in dieser Disziplin zum fleißigsten Profi des BVB, dessen Mentalität Michael Zorc kritisierte. Für Sorgenfalten bei Hoffenheim-Keeper Baumann sorgte er aber mit keinem der Versuche. Tauchte anschließend ab und schon nach einer Halbzeit war wieder Schluss. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Erling Haaland hängt in der Luft

Erling Haaland: Kein Torschuss, keine Torschussvorlage und nur 18 Ballkontakte. Der torhungrige Norweger erlebte einen grauenhaften Nachmittag, den er zu großen Teilen der Schlafmützigkeit seiner Mitspieler zu verdanken hatte. Es mangelte schlichtweg an verwertbaren Zuspielen. Wenn er doch einmal an den Ball kam, wusste er damit aber auch nichts anzufangen. Note: 5

Achraf Hakimi: Gemeinsam mit Jadon Sancho sollte er zur zweiten Halbzeit für neuen Esprit im Offensivspiel des BVB sorgen. Das gelang den beiden abwanderungswilligen Profis aber ebenso wenig wie den Kollegen zuvor. Note: 5

Jadon Sancho: Auch der so überragende Könner wirkte heute nach seiner Einwechselung ganz gewöhnlich. Abgemeldet. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Tobias Raschl mit Bundesliga-Debüt

Dan-Axel Zagadou: Der französische Riese erlöste nach 65 Minuten den bedauernswerten Leonardo Balerdi und machte seine Sache nicht schlecht. Ohne Note

Tobias Raschl: Der Anlass war zwar wenig erfreulich. Dennoch wird sich der 20-Jährige darüber freuen, dass er ein 25-minütiges Bundesliga-Debüt feiern durfte. Kam für Giovanni Reyna. Ohne Note

Nico Schulz: Der BVB-Neuzugang wirkte ab Minute 70 anstelle von Lukasz Piszczek mit. Ohne Note