Niederlage im Breisgau

BVB kassiert fünfmal Note 5 in der Einzelkritik: Superstar bekommt miese Zensur

Der BVB musste beim SC Freiburg überraschend die zweite Niederlage binnen einer Woche hinnehmen. Die Einzelkritik fällt entsprechend schlecht aus.

Freiburg/Dortmund - Am Ende bezwang der SC Freiburg den BVB mit 2:1. Zwar war Borussia Dortmund feldüberlegen, jedoch mangelte es dem Offensivspiel an der nötigen Kreativität. In der Defensive stand man zudem nicht gerade sattelfest, was sich auch in der BVB-Einzelkritik bemerkbar macht.

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Alle Noten von Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der Keeper musste sich nur selten auszeichnen, schluckte dennoch zwei Gegentore. Bei beiden Treffern gab es für ihn jedoch nur wenig Abwehrchancen. Im Spielaufbau wirkte er dafür überwiegend sicher. Zudem parierte er einen Freistoß von Vincenzo Griffo stark. Ansonsten hielt der Schweizer, was es zu halten gab. Note: 4

Nico Schulz: Für ihn war es ein relativ kurzer Arbeitstag. Nach 38 Minuten musste Nico Schulz vermutlich verletzungsbedingt für Raphael Guerreiro weichen. Bis dahin war es allerdings kein guter Auftritt des Linksverteidigers. Ähnlich wie Felix Passlack auf der anderen Seite war er zu fehleranfällig und zeigte keine gute Partie. Auch seine Offensivaktionen waren in Summe zu harmlos. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 5 für Axel Witsel bei Borussia Dortmund

Manuel Akanji: Viel Licht und ein wenig Schatten zeigte Manuel Akanji gegen den SC Freiburg. Als Abwehrchef machte er seine Sache recht solide. Besonders im Zweikampf zeigte er sich oftmals stark. Mit robusten Tacklings, oft auch an der Grenze der Legalität, erstickte er so manchen Angriff im Keim. Im Spielaufbau wirkte er aber oftmals zu lethargisch. Beim Gegentreffer zum 0:2 fehlte er zudem in der Defensive. Note: 4

Axel Witsel: Der Belgier wirkte etwas überfordert gegen die agilen Freiburger. Besonders in den Konter-Aktionen merkte man Axel Witsel seine Tempo-Defizite an. Häufig kam er zu spät in die Zweikämpfe. Im Spielaufbau war er ebenso wie Manuel Akanji zu behäbig. Vermutlich war es der vorerst letzte Einsatz als Innenverteidiger für ihn. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 4 für Jude Bellingham bei Borussia Dortmund

Felix Passlack: Wie schon im Supercup gegen den FC Bayern wirkte Felix Passlack auf der rechten Seite über weite Strecken orientierungslos. Im Zweikampfverhalten war er oft nur zweiter Sieger. Zudem unterliefen Felix Passlack wiederholt einfache Fehlpässe und Ballverluste. Immerhin konnte er mit einer guten Hereingabe den 1:2-Anschlusstreffer initiieren. Doch das war auch schon fast das einzig Positive. Note: 5

Jude Bellingham: Der Engländer gehörte noch zu den aktivsten BVB-Akteuren und stemmte sich gegen die Niederlage. Besonders im Zweikampfverhalten war dies zu spüren. Letztlich war es aber auch von ihm zu wenig. Eine dicke Torchance ließ er liegen, als er frei stehend an Mark Flekken scheiterte. Ansonsten wirkte er im Offensivspiel ähnlich uninspiriert, wie der Rest des Teams. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 4,5 für Marco Reus bei Borussia Dortmund

Marco Reus: Der Kapitän konnte nicht an seine starken Leistungen aus den ersten Spielen anknüpfen. Er war als Antreiber zwar darum bemüht gefährliche Angriffe zu starten, jedoch spielte er häufig zu überhastet und ungenau. Immer wieder versuchte er Erling Haaland in die Show zu bekommen. Oftmals scheiterte er jedoch an der nötigen Genauigkeit. Die Standards waren allesamt ungefährlich. Note: 4,5

Marco Reus blieb in Freiburg unter seinen Möglichkeiten.

Giovanni Reyna: Auch der US-Amerikaner wirkte gegen den Sportclub aus Freiburg nicht zielstrebig genug. Mehrfach traf er die falsche Entscheidung und dribbelte sich fest. Zu selten zeigte er sein gutes Auge für die Mitspieler. Große Torchancen hat er zudem nicht. Ansonsten wirkte Giovanni Reyna eher blass. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 4,5 für Donyell Malen bei Borussia Dortmund

Mahmoud Dahoud: Der Mittelfeldmotor stotterte gewaltig im Dreisamstadion. Von Mo Dahoud war im Spiel viel zu wenig zu sehen. Nur in Ansätzen war seine Genialität zu erkennen. Seine Abspielfehler häuften sich dafür von Minute zu Minute. Auch im Zweikampf war er oftmals nicht bissig genug. Insgesamt ein schwacher Vortrag von ihm. Note: 5

Donyell Malen: Der Neuzugang des BVB zeigte in der ersten Halbzeit teils gute Ansätze. Seine Tempo-Dribblings erinnerten ein wenig an Jadon Sancho. Allerdings verpufften seine Versuche nach wenigen Minuten. Danach machte er ein unauffälliges Spiel. Generell ging von seiner Seite zu wenig Gefahr aus. Es war ihm noch immer anzumerken, dass sein Fitness-Niveau noch ausbaufähig ist. Note: 4,5

Marco Rose konnte mit der Leistung des BVB nicht zufrieden sein.

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note 5 für Erling Haalnd bei Borussia Dortmund

Erling Haaland: Der Torgarant wurde von der SCF-Abwehr fast komplett aus dem Spiel genommen. Nur selten kam Erling Haaland zu Torchancen. Eine gute Möglichkeit vergab der Norweger kläglich. Ansonsten war er kaum ins Spiel eingebunden, weil er immer mindestens einen Verteidiger im Rücken hatte. Seine gefürchteten Tiefenläufe konnte er gar nicht zeigen, da die Breisgauer sehr defensiv standen. Ein unglücklicher Nachmittag für den BVB-Angreifer. Note: 5

Raphael Guerreiro: Der Portugiese feierte nach der Verletzung von Nico Schulz überraschend sein Comeback. Defensiv ließ er häufig zu viele Lücken zu. Im Offensivspiel war Raphael Guerreiro zwar bemüht, jedoch fand er mit seinen Zuspielen zu selten einen Mitspieler. Dennoch macht seine Rückkehr ein wenig Hoffnung für die kommenden Aufgaben. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note keine Note für Julian Brandt bei Borussia Dortmund

Julian Brandt: Auch Julian Brandt kam nach überstandener Corona-Erkrankung zu seinem Comeback. Mit seiner Einwechslung in der 70 Minute veränderte sich das BVB-Spiel allerdings kaum. In der kurzen Zeit konnte seinem Team nicht mehr zum Ausgleich verhelfen. Ohne Note

Julian Brandt feierte gegen den SCF sein Comeback.

Youssoufa Moukoko: Wurde in der Schlussphase eingewechselt, um noch den Lucky-Punch zu schaffen. Allerdings ohne Erfolg. Ohne Note

BVB-Einzelkritik gegen SC Freiburg: Note keine Note für Emre Can bei Borussia Dortmund

Emre Can: Kam ebenfalls in der Schlussphase für Felix Passlack in die Partie. Ohne Note.

Mats Hummels: Wurde zusammen mit Emre Can und Youssoufa Moukoko eingewechselt. Ohne Note.

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