11. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Note 5,5 für Mittelfeld-Motor

Der BVB ist gegen RB Leipzig chancenlos. Alle Noten für die Spieler von Borussia Dortmund am 11. Bundesliga-Spieltag in der Einzelkritik.

Am 11. Spieltag der Bundesliga hat der BVB sein Spiel bei RB Leipzig mit 1:2 verloren. Borussia Dortmund zeigte über weite Strecken des Spiels eine lethargische Vorstellung. Mit wenig Biss und vielen Ballverlusten verdiente sich kaum ein Profi in der Einzelkritik eine gute Note.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
Gründung19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park
TrainerMarco Rose

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der BVB-Torhüter rettete zunächst mit starken Paraden gegen Nkunku (13. und 17.). Nach 27 Minuten umkurvte ihn der RB-Franzose und schob zum 1:0 für die Leipziger ein. Bei einer Doppelchance in der 60. Minute ebenfalls auf dem Posten. Beim 2:1 von Poulsen dann wieder machtlos (68.). Hielt, was er halten konnte und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Der Schweizer Schlussmann ist in der laufenden Saison nicht selten bester BVB-Akteur. Was für ihn spricht, seinen Vorderleuten aber zu denken geben muss. Note: 2

Marin Pongracic: Unter der Woche sorgte der Leihspieler des VfL Wolfsburg mit unbedachten Aussagen für Unruhe beim BVB. Gegen RB Leipzig machte er auf dem Platz genauso weiter. Leistete sich zu viele Unsicherheiten. Und musste schon zur Halbzeit weichen, als Marco Rose von Dreier- auf Viererkette umstellte. Ansgar Knauff war fortan mit von der Partie. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Innenverteidiger werden von Nkunku schwindelig gespielt

Mats Hummels: Wurde bei der ersten Großchance von RB Leipzig von Nkunku vernascht (13.), kam mit seiner Rettungsaktion gegen den Leipzig-Stürmer beim 0:1 zu spät. Bezeichnend, als der personifizierte BVB-Albtraum ihn und die komplette schwarz-gelbe Defensive mit einem unwiderstehlichen Solo ins Karussell schickte und den Innenpfosten traf. Note: 4,5

Manuel Akanji: Schmerzhafter Auftakt: Schon nach 5 Sekunden trat ihm Nkunku auf den Fuß, nach kurzer Behandlungspause erholte sich der BVB-Verteidiger wieder. In der 27. Minute entwischte ihm der Leipziger Matchwinner dann und erzielte das 1:0 für die Gastgeber. Sah von seinen Gegenspielern zu häufig nur noch die Rückennummer. In der Einzelkritik bekommt Manuel Akanji: Note: 4,5

Die BVB-Abwehr um Mats Hummels bekommt in der Einzelkritik gegen RB Leipzig keine guten Noten.

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Thomas Meunier aus dem Nichts mit der Vorlage zum 1:1

Thomas Meunier: Der BVB-Rechtsverteidiger präsentierte sich in der Defensive ähnlich wackelig und in der Offensive ähnlich harmlos wie seine Teamkollegen. Bis er in der 53. Minute aus dem Nichts den Steilpass auf Marco Reus auspackte. Hinderte dann Nkunku nicht am Zuspiel in die Mitte für Poulsen, der zum 2:1 für RB Leipzig verwertete. Generell kam er häufig einen Schritt zu spät. Note: 4,5

Thorgan Hazard: Die meisten Angriffe liefen über seine linke Abwehrseite. Der gelernte Offensivspieler hatte damit schwere Probleme. Man hat ihm angemerkt, dass es nicht seine Lieblingsposition ist. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Axel Witsel bekommt für behäbigen Auftritt Note 5,5

Axel Witsel: Verlor bei der Entstehung des 1:0 den vorentscheidenden Zweikampf. Auch bei der Entstehung des 2:0 ließ er seinen Gegenspieler laufen. Zeigte nur bei seiner überharten Grätsche gegen Adams einmal richtig Biss und sah berechtigterweise die Gelbe Karte (37.). Dieser behäbige Auftrifft war viel zu wenig und gibt in der Einzelkritik: Note: 5,5

Thorgan Hazard und die BVB-Kollegen hatten gegen die technisch starken und schnellen Leipzig-Profis Probleme.

Jude Bellingham: Der Überflieger im BVB-Mittelfeld versuchte zumindest, seine lethargisch agierenden Mitspieler mitzureißen. In der 31. Minute von Schiri Felix Zwayer mit einer fragwürdigen Gelben Karte bedacht - zuvor hätte das Spiel unterbrochen werden müssen, weil Angelino Julian Brandt ebenfalls gefoult hatte. Hatte nach 35 Minuten die erste gute Abschlusschance, doch mit Donyell Malen stand ein eigener Mitspieler im Weg. In der zweiten Halbzeit war auch ihm die wachsende Verzweiflung anzumerken. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Marco Reus erzielt immerhin ein Tor – Note 4

Julian Brandt: Verhinderte das Zuspiel auf Nkunku vor dem 1:0 für RB Leipzig nicht (28.). Dann mit starkem Zuspiel für Thomas Meunier, der die erste Chance für Jude Bellingham auflegte (35.). Insgesamt bemüht, aber mit schwacher Zweikampfführung. Seine Ecken sorgten kaum für Gefahr. Hatte immerhin bei der Entstehung des 1:1 seine Füße im Spiel. Note: 4,5

Marco Reus: Auch dem BVB-Kapitän gelang in der Offensive nahezu überhaupt nichts. Eben bis zu jener 53. Minute, als er einen Steilpass von Thomas Meunier gekonnt mitnahm und eiskalt zum 1:1-Ausgleich im Netz versenkte. Mit Tor-Bonus reicht das in der Einzelkritik noch zu Note: 4

Marco Reus schoss das einzige Tor für den BVB gegen RB Leipzig. In der Einzelkritik gibt es Note 4.

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Donyell Malen als Fremdkörper – Note 5,5

Donyell Malen: Nach zwei Spielen Startelf-Pause durfte der Niederländer gegen RB Leipzig wieder von Beginn an auflaufen. Bezeichnend, dass er beim Schuss von Jude Bellingham im Weg stand (35.). Traf regelmäßig die falschen Entscheidungen. Wie etwa kurz vor dem Pausenpfiff, als er einen Ball von der eigenen Torauslinie per Querschläger zurück in die Gefahrenzone prügelte. Nach 71 Minuten erlöste ihn Youssoufa Moukoko. Note: 5,5

Ansgar Knauff: Als offensivere Option kam er zur Pause für Marin Pongracic ins Spiel. Mit ein-zwei ordentlichen Antritten. Ansonsten wirkungslos in einer hoffnungslos unterlegenen BVB-Elf. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Dan-Axel Zagadou feiert Comeback

Youssoufa Moukoko: Kam nach 71 Minuten für Donyell Malen. Wegen der kurzen Spielzeit in der Einzelkritik: Ohne Note

Reinier: Ersetzte nach 81 Minuten Julian Brandt. Ohne Note

Dan-Axel Zagadou: Immerhin eine positive Nachricht aus schwarz-gelber Sicht an diesem Abend: Der Abwehr-Hüne feierte nach achtmonatiger Verletzungspause sein Bundesliga-Comeback für den BVB. Ohne Note

Rubriklistenbild: © Dennis Ewert/RHR-FOTO