Borussia Dortmund ist Vizemeister

Mats Hummels überragt: Die BVB-Einzelkritik nach dem Top-Spiel gegen RB Leipzig

Ein BVB-Profi erhielt nach dem Topspiel gegen RB Leipzig sehr gute Noten.
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Ein BVB-Profi erhielt nach dem Topspiel gegen RB Leipzig sehr gute Noten.

Die BVB-Einzelkritik und Noten sind nach dem 2:0-Sieg bei RB Leipzig durchweg positiv. Im Prestige-Duell um Platz zwei überzeugte Borussia Dortmund.

  • Borussia Dortmund gewann mit 2:0 gegen RB Leipzig.
  • Der BVB sicherte sich mit einer starken Vorstellung die Vizemeisterschaft.
  • Ein Profi erhält in der Einzelkritik sehr gute Noten.

Leipzig - Mats Hummels war nach dem 2:0-Sieg des BVB gegen RB Leipzig von der Leistung seiner Mannschaft begeistert. Das durfte er auch sein, denn viele Profis haben sich im Topspiel von ihrer besten Seite gezeigt. Hier lest ihr, wie wir die BVB-Spieler für ihre Leistung bewertet haben.

VereinsnameBorussia Dortmund
TrainerLucien Favre
StadionSignal Iduna Park
OrtDortmund

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Note 2 für Roman Bürki

Roman Bürki: Der Torwart von Borussia Dortmund (alle BVB-Texte auf RUHR24.de) wird normalerweise eher selten geprüft. Gegen RB Leipzig bekam er zumindest vereinzelt die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Besonders stark die Fußabwehr gegen Werner (40.) und sein Herauslaufen gegen Angelino (84.). Note: 2

Lukasz Piszczek: Das BVB-Urgestein zeigte sich im Vergleich zum schwachen Auftritt gegen Mainz 05 stabilisiert, wenn auch noch nicht wieder komplett auf der Höhe. Wenn Borussia Dortmund im Strafraum ganz selten ins Schlingern geriet, dann meist über seine rechte Seite. Kam seinen Gegenspielern Angelino und Werner nicht immer hinterher. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Weltklasse! Note 1 für Abwehrchef Mats Hummels

Mats Hummels: Am vergangenen Spieltag hatte der BVB-Abwehrchef bei der 0:2-Pleite gegen Mainz noch über das "Alibi-Pressing" seiner Kollegen geflucht, heute trat ein deutlich besser gelaunter Mats Hummels vor die Sky-Mikrofone: "Wir haben ein absolutes Topspiel hingelegt. Einer der besten Auftritte der Saison", schwärmte er. Dabei war er selbst an der Entstehung beider Treffer beteiligt und hinten ohnehin stets zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Feine Spieleröffnung, seine Außenrist-Flanken sind ein Augenschmaus. 104 Ballkontakte waren außerdem Bestwert. Eine Weltklasse-Partie, Hut ab! Note: 1

Emre Can: Der Neuzugang, der heute wieder den verletzten Manuel Akanji in der Dreierkette ersetzte, machte ebenfalls eine gute Figur. Robust im Zweikampf, wichtige Grätsche gegen den einschussbereiten Schick (28.). Schade für ihn, dass er das letzte Heimspiel der Saison gegen die TSG Hoffenheim wegen einer Gelbsperre verpassen wird.  Note: 2

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Julian Brandt ist der Kopf im Dortmund-Spiel

Mateu Morey: Der Spanier ersetzte gegen RB Leipzig den gesperrten Achraf Hakimi und feierte ein gelungenes Startelf-Debüt. In Minute 47 wäre ihm sogar fast direkt sein erstes Bundesliga-Tor gelungen, doch frei stehend vor dem überragend aufspielenden Gulacsi zitterte das Füßchen. Eine engagierte Vorstellung, die Lust auf mehr machte. Note: 2,5

BVB-Mittelfeldmann Julian Brandt spielte gegen RB Leipzig groß auf.

Julian Brandt: Genau so wollen die Fans den Edeltechniker sehen! Sauber im Passspiel und Strippenzieher in der Mittelfeldzentrale des BVB. An beiden Toren hatte er nach beherzten Flügelläufen mit überlegten Zuspielen in die Mitte seine Aktien. Dazu mit 12,2 Kilometern heute das Laufwunder im schwarz-gelben Trikot. "Wir wollten eine Reaktion zeigen, das ist uns gelungen", sagte er nach dem Spiel. Stimmt! Note: 1,5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Note 3 für Witsel und Guerreiro

Axel Witsel: Eine unaufgeregte und solide Leistung des weniger filigranen Nebenmannes von Julian Brandt. Spielt selten die genialen Pässe, dafür landet aber auch fast nie einer beim Gegner. Auch heute wieder mit einer Passquote von 95 Prozent. Note: 3

Raphael Guerreiro: Wie die meisten BVB-Offensivspieler startete auch Guerreiro sehr agil und zielstrebig in die Partie. Betätigte sich anfangs als umsichtiger Vorbereiter für seine Mitspieler. Als Borussia Dortmund nach 60 Minuten die Defensive stärkte, war er vor allem in der Abwehrarbeit eingebunden. Ein solider Auftritt. Note: 2,5

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Giovanni Reyna mit Assist bei Startelf-Debüt

Giovanni Reyna: Der US-Boy hätte nach Angaben von Michael Zorc bereits am vergangenen Spieltag gegen Mainz seine Startelf-Premiere feiern sollen, doch ein bakterieller Infekt kam dazwischen. Dass er heute den Vorzug vor Jadon Sancho erhielt, kam dennoch überraschend. Viel Eingewöhnungszeit brauchte er nicht, denn nach nur einer halben Stunde legte er per Zuckerpass zum 1:0 für Erling Haaland auf. Mit zunehmender Spielzeit wurde es ruhiger um ihn. Note: 2,5

Thorgan Hazard: Auch dem Belgier war anzumerken, dass er gegen Leipzig die Mainz-Schlappe vergessen machen wollte. Vor allem in der Anfangsphase ausgesprochen umtriebig. Betätigte sich als umsichtiger Mit-Initiator des Führungstreffers, selbst fehlte ihm im Abschluss bei aussichtsreichen Gelegenheiten die Genauigkeit (13. und 24.). Baute in der zweiten Halbzeit ab. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Note 2 für Erling Haaland

Erling Haaland: Heute hat der Tor-Heiland Geschichte geschrieben. Seine beiden Treffer bedeuteten Nummer 83 und 84 für den BVB in der laufenden Bundesliga-Saison: Vereinsrekord! Und ganz nebenbei sicherten sie die Vizemeisterschaft sowie einen wichtigen Prestige-Erfolg gegen RB Leipzig. Kleine Abzüge in der B-Note gibt es nur, weil er tatsächlich noch zwei bis drei weitere Großchancen vergab. Note: 2

Jadon Sancho: Trainer Lucien Favre ließ den Superstar 78 Minuten lang auf der Bank schmoren. Am 2:0 in der 90. Minute war Sancho beteiligt, die kurze Spielzeit reicht dennoch nicht für eine Bewertung. Ohne Note Ob er am 34. Spieltag wieder von Beginn an gegen die TSG Hoffenheim für den BVB (zum Live-Ticker) rand darf?

BVB-Einzelkritik gegen RB Leipzig: Dan-Axel Zagadou feiert Comeback

Leonardo Balerdi: Er verstärkte ab Minute 81 die BVB-Defensive, kam für Giovanni Reyna. Ohne Note

Dan-Axel Zagadou: Der Abwehr-Hüne kam nach überstandenem Außenbandanriss in der 90. Minute zu seinem Comeback, als er Raphael Guerreiro ablöste. Gegen die TSG Hoffenheim (das BVB-Spiel live im TV und Stream) könnte er vielleicht schon wieder in der Startelf stehen. Ohne Note

Nico Schulz: Durfte ebenfalls in der Nachspielzeit anstelle von Thorgan Hazard ran. Ohne Note