13. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Nur ein Dortmunder bekommt die Note 1

Am 13. Bundesliga-Spieltag hatte der BVB den VfL Bochum zu Gast. Alle Noten für die Profis von Borussia Dortmund in der Einzelkritik.

Bochum/Dortmund – Borussia Dortmund hat am 13. Bundesliga-Spieltag einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den Reviernachbarn aus Bochum eingefahren. Doch gegen den VfL konnte trotz des deutlichen Sieges kaum ein BVB-Profi überzeugen. Die Einzelkritik und Noten von RUHR24.

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Kurioser Arbeitstag für Keeper Kobel

Gregor Kobel: Kurioser Arbeitstag des BVB-Keepers. Er war das erste Mal geschlagen, da hatte er noch gar nicht ins Spiel eingegriffen (27. Spielminute), doch der Treffer wurde zur Freude des Schweizers, der in jener Szene zu weit vor seinem Kasten stand, zurückgenommen. Den Pfostentreffer von Osei-Tutu hat er noch leicht abgelenkt (47.), ansonsten beschäftigungslos. Note: 3

Gregor Kobel musste den Ball einmal aus dem BVB-Netz holen, dennoch blieb er zu Null.

Niklas Süle: Der erneut als Rechtsverteidiger aufgestellte 1,95-Meter-Mann meldete Osei-Tutu in Halbzeit eins komplett ab und hatte noch genug Ressourcen, um sich ins Offensivspiel einzubinden, dabei allerdings mit vielen Ballverlusten. Verlor kurz nach Wiederanpfiff das Laufduell gegen den VfL-Angreifer, der anschließend den Pfosten traf (47.). Er schaltete wie alle Borussen nach der Pause einen Gang zurück. Nach 67 Spielminuten war Feierabend. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Innenverteidiger-Duo bekommt die Note 3

Nico Schlotterbeck: Der risikoliebende Innenverteidiger spielte mit dem Feuer gegen Zoller (22.) und musste gegen Hofmann zuschauen, wie dieser ins Dortmunder Tor traf (27.) – Glück für den Linksfuß, dass das Tor aberkannt wurde. Wackeliger Start nach der Pause, doch fing sich mit dem weiteren Spielverlauf. Er leitete das 3:0 ein und war der beste BVB-Zweikämpfer (88 Prozent). Note: 3

Mats Hummels: Desorientiert nach einer Bochum-Ecke (25.), in deren Folge Zoller den Anschlusstreffer per Fallrückzieher nur knapp verpasste. Ebenso unglücklich in der 40. Minute, doch Schlotterbeck konnte das Missverständnis zwischen dem Abwehrchef und Süle beheben. Ansonsten solide im Pass- und Zweikampfverhalten. Note: 3

BVB-Abwehrchef Mats Hummels bekommt in der Einzelkritik die Note 3.

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Jude Bellingham unter dem Radar

Raphael Guerreiro: Der Linksverteidiger leidet unter einem Offensivdrang - dieser wurde in der 27. Spielminute beinahe bestraft, als Hofmann völlig freistehend zum vermeintlichen Anschlusstreffer über Kobel hinweg ins BVB-Tor lupfen konnte. Fahrlässig auch gegen Osei-Tutu (49.). Der Portugiese konnte seine Defensivschwäche im Vorwärtsgang allerdings nicht ausgleichen. Ausgewechselt in der 78. Minute. Note: 4

Jude Bellingham: Keine gute Partie des müde wirkenden BVB-Stars. Er gab Bälle leichtfertig her, fand nicht in die Zweikämpfe. Leicht verbessert in Durchgang zwei. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Salih Özcan einer der besten Dortmunder

Salih Özcan: Der Mittelfeldmotor war wie oft einer der unauffälligsten BVB-Akteure, dafür allerdings gegen den Reviernachbarn einer der besten. Der Sechser räumte nahezu alles ab, was ihm in die Quere kam, spielte selbst mit blutiger Nase weiter. Kleiner Wermutstropfen: Er konnte sich in der 78. nur mit einem Foulspiel weiterhelfen, das eine Gelbe Karte bedeutete. Note: 2,5

BVB-Star Jude Bellingham machte gegen den VfL Bochum kein gutes Spiel.

Donyell Malen: Formverbessert. Er überzeugte mit Tempo, Raffinesse und feinem Passspiel: Schöne Drehung um Lampropoulos, der das Bein stehen ließ und den Niederländer im Strafraum zu Fall brachte (11., Elfmeter). Gutes Auge für die Nebenmänner (18., 34.), hielt selbst eine verunglückte Hummels-Flanke auf Höhe der Mittellinie sehenswert im Spiel. Ein großes Manko bleibt: Von seiner Torgefahr, die er einst in Eindhoven unter Beweis gestellt hat, fehlt weiterhin jede Spur. Hatte nach 67 Spielminuten Feierabend. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Moukoko ist der beste Dortmunder

Julian Brandt: Spielte Malen frei, der den Elfmeter vor dem 2:0 herausholte (12.). Kombinierte sich gerne mit Reyna in den Bochumer Strafraum, doch ebenso häufig landete das Zuspiel bei den Männern in Blau: Die Ideen waren da, die Qualitäten auf der Zehner-Position fehlen doch. Seine Standards verursachen weiterhin Schmerzen im schwarz-gelben BVB-Herz. Note: 3,5

Giovanni Reyna: Sehr quirlig, sehr agil, zog viele Fouls. Der US-Amerikaner baute die BVB-Führung per Elfmeter aus (12.), er ließ Riemann keine Chance und schickte den Bochumer in die falsche Ecke. Hatte den Elfmeterpfiff des Unparteiischen nach Zweikampf gegen Soares (42.) bereits bekommen, doch der VAR korrigierte dessen Entscheidung. Note: 2,5

BVB-Teenie Yossoufa Moukoko traf gegen den VfL Bochum doppelt.

Youssoufa Moukoko: Erst wuchtig, dann gefühlvoll: Das Sturm-Juwel traf mit seinem ersten Abschluss der Partie zur 1:0-Führung (8.): Er schloss wuchtig (85 km/h) aus rund 20 Metern ab und schweißte das Leder mit Unterstützung der Latte in den Bochumer Kasten. Kurz vor dem Pausenpfiff lupfte er das Leder dann aus rund 35 Metern über den herausgestürmten Riemann ins leere Tor (45. +2). Ließ seinen dritten Treffer sträflich liegen (57.), als er aus rund zwölf Metern seinen Abschluss knapp am Kasten vorbeisetzte. Raus mit Applaus in der 82. Note: 1,5

BVB-Einzelkritik gegen VfL Bochum: Fünf Wechsel bei Borussia Dortmund

Felix Passlack: Betrat in der 67. für Süle den Rasen. Spielte unaufgeregt seinen Stiefel herunter. Note: 3

Marco Reus: Wurde für Reyna eingewechselt (67.). Der BVB-Kapitän braucht noch Zeit, um zu alter Top-Form zu finden. Doch allein mit seiner Präsenz auf dem Platz verstärkt er jede BVB-Mannschaft. Note: 3

Karim Adeyemi: Durfte für Malen ab der 67. Spielminute ran. Ließ die Chance ungenutzt, Werbung für sich machen. Note: 3,5

Thorgan Hazard: Kam für Guerreiro in die Partie (78.) Ohne Note

Anthony Modeste: Spielte anstelle von Moukoko ab Spielminute 82 mit. Ohne Note

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