Fast fataler Fehlpass

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Emre Can ist schon wieder im Fokus

Der BVB konnte gegen Union Berlin die nächsten, wichtigen drei Punkte einfahren. In der Einzelkritik bekommt aber nicht jeder eine gute Note.

Dortmund – Im Kampf um eine Champions-League-Platzierung bleibt Borussia Dortmund auf Kurs. Der BVB gewann 2:0 gegen Union Berlin am Mittwochabend (21. April). Die Schwarz-Gelben zeigten sich angriffslustig und quirlig, allerdings gab es einen Totalausfall. Alle Noten in der Einzelkritik.

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Alle Noten für Borussia Dortmund

Marwin Hitz: Union Berlin scheiterte am Aluminium und am Torwart Marwin Hitz. Er hielt den BVB im Spiel. In der ersten Minute mit Glück als Marcus Ingvartsen an die Latte schoss. Seine Parade gegen Max Kruse war ganz wichtig (69.). Er lenkte den Hammer-Freistoß an den Pfosten. Note: 2

Lukasz Piszczek: Nicht Mateu Morey, nicht Thomas Meunier – es war Routinier Lukasz Piszczek, der als rechter Verteidiger gegen Union Berlin auflief. Und er machte seine Sache ordentlich. Auf seiner Seite war für Keita Endo nicht viel zu holen. Was sich der Verteidiger ankreiden lassen muss: Er verlor zu viele Bälle. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Hummels und Akanji bilden stabiles Abwehr-Bollwerk mit soliden Noten

Manuel Akanji: Kampfstark und zur Stelle, wenn er da sein musste. Ganz wichtig: Als Marcus Ingvartsen eine vielversprechende Flanke in den Dortmunder Strafraum geben wollte, hielt Manuel Akanji den Kopf hin und klärte zur Ecke (87). Verteidigt gegen Ingvartsen per Kopf (87.), sonst hätte es gefährlich werden können. Er gewann die meisten Duelle des Spiels (8) und bekommt in der Einzelkritik die Note: 2,5

Mats Hummels: Klärte vieles und einmal zu viel: In der 72. Minute verschätzte sich Mats Hummels und grätschte Musa von den Beinen. Das gab die fünfte Gelbe Karte in der Bundesliga. Gegen den VfL Wolfsburg muss der BVB auf den Abwehrchef verzichten. Das war unnötig. Sonst aber Teil eines gewohnt soliden Abwehr-Bollwerks. Note: 3

BVB-Abwehrchef Mats Hummels bekommt in der Einzelkritik gegen Union Berlin die Note 3.

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Emre Can hat Komplett-Ausfall – nur Note 5 für Nationalspieler

Raphael Guerreiro: Beste Passqoute des Spiels und zum Schluss sicherte er den BVB ab: Raphael Guerreiro arbeitet sich Schritt für Schritt zurück zur alten Form. Er brachte die Erlösung, als er nach 17 Torschüssen zum zweiten Mal für Borussia Dortmund traf (88.). Note: 2,5

Emre Can: Leitete die erste Großchance des Spiels ein. Allerdings nicht für den BVB. Einen bösen Fehlpass nach 12 (!) Sekunden vor dem eigenen Sechzehner nutzte Marcus Ingvartsen und donnerte den Ball an die Latte. Auch in der Folge trug er nicht viel zur Stabilität des schwarz-gelben Spiels bei. Nach 58 Minuten war Schluss. Der flatterhafte Nationalspieler bekommt in der Einzelkritik nur Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Mittelfeld wirkt ordentlich in der Offensive mit – Reyna mit Note 3

Jude Bellingham: Er musste mal wieder jede Menge einstecken. Jude Bellingham war der meistgefoulte Spieler (3). Sorgte wieder für Offensivpower im Mittelfeld – etwa mit seinem Torschuss in der 33. Minute. Der Engländer bekommt in der Einzelkritik die Note: 2,5

Giovanni Reyna: Giovanni Reyna spielte überzeugend, kollegial und angriffslustig. Legte in der 36. Minute zu Erling Haalands Großchance auf. Was aber die Stimmung bei dem offensiven Kreativkopf dämpft: Er verlor die meisten Zweikämpfe des Spiels (8) und hatte einige Ballverluste. Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Marco Reus holt Elfmeter raus und bekommt gute Note

Marco Reus: Er war maßgeblich an dem Dortmunder Sieg beteiligt – und das zeichnete sich früh ab. In der 10. Minute hatte der BVB-Kapitän die erste gute Chance. Er spielte vier weitere Großchancen raus. Die auffälligste Szene um Marco Reus: der rausgefischte Elfmeter. Marco Reus streifte den gegnerischen Torwart, war allerdings davor schon im Fallen. Den wollte er. Im Nachschuss verlud er Union Keeper Luthe und erzielte die 1:0-Führung für Borussia Dortmund. Für seine Angriffs-Power bekommt er in der Einzelkritik die Note: 2

Throgan Hazard: Er war quirliger als in den vergangenen Spielen. Das zeigte er in der 10. Minute, als der Belgier vor der Berliner Abwehr entlang dribbelte und den Pass auf Marco Reus spielte. Nur vier Minuten später die gleiche Szene, allerdings versuchte Thorgan Hazard es dieses Mal selbst. Hatte viele gute Ansätze, diese blieben aber zu oft erfolglos. Note: 3

Marco Reus holte den fraglichen Elfmeter raus und schoss das Führungstor. In der Einzelkritik bekommt der BVB-Kapitän die Note 2.

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Erling Haaland scheitert an Union-Keeper – nur Note 4

Erling Haaland: Sonst ist er der Torwart-Schreck, aber gegen Union war der gegnerische Torwart sein Schreck. Sechsmal schoss Erling Haaland auf das Tor, darunter waren einige Hochkaräter, insbesondere natürlich der Elfmeter in der 27. Minute, den Luthe halten konnte. Auch in der zweiten Halbzeit versuchte er es noch einige Male – erfolglos. Note: 4

Mahmoud Dahoud: Er kam in der 58. Minute für den Unruhepol Emre Can und brachte mehr Stabilität ins Zentrum des BVB. Insgesamt kaum auffällige Szenen. Eine unaufgeregte Leistung, die aber nach dem Aufreger seines Vorgängers angebracht war. In der Einzelkritik mit Note: 3

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Jadon Sancho feiert Comeback und bekommt direkt Note 2

Jadon Sancho: Der Youngster durfte nach 48 spielfreien Tagen sein Comeback feiern. In der 58. Minute kam er für Thorgan Hazard und drehte direkt voll auf. In der 60. hatte er nach Vorlage von Reyna die erste Torchance. Danach versuchte er es immer wieder. Tunnelte frech Trimmel (76.), hatte eine weitere Großchance (85.) und spielte eine Traumkombination mit Erling Haaland (90 +2). Wer glaubte, dass er nicht auf dem Level wieder einsteigt, auf dem er verletzungsbedingt ausgestiegen ist, sieht sich getäuscht. Note: 2

BVB-Star Jadon Sancho bekommt für sein Comeback gegen Union Berlin in der Einzelkritik die Note 2.

Julian Brandt: Kam für Giovanni Reyna in der 78. Minute. Seine auffälligste Szene: Julian Brandt spielte Raphael Guerreiro frei, der den Ball nur noch einmal mitnahm und den Ball ins gegnerische Tor schoss (88.). Ohne Note

Reinier: Kam in der Nachspielzeit für Jude Bellingham. Sein 12. Einsatz im BVB-Trikot war wohl sein kürzester. Er bleibt in der Einzelkritik Ohne Note

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