10. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Zweimal Note 6 für schwache Dortmunder

Der BVB hat mit 0:2 gegen Union Berlin verloren. Dortmund begann mit einer Slapstick-Aktion. Zwei Spieler bekommen die Note 6 in der Einzelkritik.

Berlin – Borussia Dortmund hat am zehnten Bundesliga-Spieltag eine Niederlage einstecken müssen. Der BVB verlor mit 0:2 gegen Union Berlin. Das Spiel begann schon mit einer Slapstick-Aktion von Gregor Kobel. Die Einzelkritik mit Noten.

VereinBorussia Dortmund
GegnerUnion Berlin
WettbewerbBundesliga
SpielortAlte Försterei

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Was für ein bitterer Auftritt des Schweizers! Schon in der 5. Minute ließ der BVB-Torwart einen Schuss von Andras Schäfer nur nach vorne abprallen. Drei Minuten später dann eine Szene, die wohl in jedem Rückblick auf die Saison 2022/23 zu sehen sein wird. Gregor Kobel trat über den Ball, Janik Haberer konnte ins leere Tor schießen. Später fing sich der Keeper und rettete sein Team vor einer höheren Niederlage gegen Union Berlin, wie beim Schuss von Haberer (56.), was die Einzelkritik leicht hebt. Note: 5

Thomas Meunier: In Berlin als sogenannter Schienenspieler auf der rechten Seite unterwegs. Der Plan von Edin Terzic ging aber überhaupt nicht auf. Meunier ließ Julian Ryerson schalten und walten, wie der Norweger es wollte. Terzic löste den Plan mit der Dreierkette beziehungsweise Fünferkette in der Rückwärtsbewegung zur Halbzeitpause auf und opferte dafür Meunier. Auch aus Leistungsgründen eine vollkommen richtige Entscheidung. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 4,5 für Niklas Süle

Niklas Süle: Symbolisch waren zwei Szenen des Verteidigers: Bei Pässen von Mats Hummels (41.) und Emre Can (62.) blieb der deutsche Nationalspieler des BVB einfach stehen, der Ball rollte ins Seitenaus. Niklas Süle agierte passsicher, rieb sich aber nicht oft in Zweikämpfen auf, er versuchte die Angriffe der Berliner auszubügeln, die Thomas Meunier zuließ. In der zweiten Halbzeit als Rechtsverteidiger unterwegs, nach 70 Minuten war für den leergepumpten Verteidiger Schluss. Note: 4,5

Mats Hummels: Dortmunds Chef in der Abwehr-Dreierkette gegen Union Berlin konnte die beiden Gegentreffer in Halbzeit eins nicht verhindern, ihn traf aber keine Schuld. Den Schuss von Janik Haberer zum 0:2 bekam Mats Hummels unglücklich durch die Beine beim Abblockversuch. Warf gegen Ende des Spiels alles rein, stürmte vorne mit, sicherte aber auch immer wieder hinten mit ab. Forderte in der 83. Minute Elfmeter, nachdem ihn Robin Knoche zu Boden gezogen hatte. Die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Stieler blieb aber stumm. Note: 4

Mats Hummels (hinten) und Niklas Süle konnten die BVB-Niederlage gegen Union Berlin nicht verhindern. Beide bekommen keine gute Note.

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 3,5 für Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck: Gegen seinen Ex-Klub Union Berlin rettete er gleich zweimal stark (31./64.), vor allem die erste Szene gegen Jordan imponierte. Sicher im Passspiel, ansonsten unauffällig. Note: 3,5

Raphael Guerreiro: Passend zur Leistung des Portugiesen war eine Szene in der neunten Minute: Raphael Guerreiro lamentierte lieber, statt mit dem Gegenspieler auf der Außenbahn mitzugehen. Er leistete sich mehrere Ballverluste im Spielaufbau, in der 34. Minute wäre daraus fast eine Union-Chance resultiert. Ein schwacher Auftritt. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 6 für Salih Özcan

Emre Can: Offensiv auffällig durch seinen Kopfball über das Tor (7.). Defensiv bemüht, aber fehleranfällig. Vor dem 0:2 wich er nach links aus und machte so die Mitte für Janik Haberer frei. Emre Can war nicht der gewünschte Stabilisator im Dortmunder Mittelfeld. Note: 4,5

Salih Özcan lieferte beim BVB gegen Union Berlin eine unterirdische Leistung ab. Zur Halbzeitpause wurde er ausgewechselt und bekommt die Note 6.

Salih Özcan: Seine Rolle als Sechser füllte Salih Özcan gegen Union Berlin nur spärlich aus. Beim 0:2 fehlte er in der Mitte, da sich der Mittelfeldspieler in der Vorwärtsbewegung befand. Statt sich aber Richtung Mitte zu orientieren, trabte der BVB-Profi auf der linken Seite herum, obwohl hier auch Emre Can gebunden war. Die Mitte blieb somit völlig frei. Auch ansonsten mit einem schwachen Spiel, Özcan wirkte nach der Gelben Karte in der 29. Minute bereits früh gehemmt und blieb in der Halbzeitpause in der Kabine. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 4,5 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Beim 19-Jährigen ist spürbar der Akku leer. BVB-Star Jude Bellingham bemängelte zuletzt bereits die hohe Belastung, in Berlin spielte er erneut über die kompletten 90 Minuten. Nach gut einer Stunde humpelte der Engländer, schleppte sich aber dennoch zu Läufen in die freien Räume. Spielerisch war vom Engländer, vielleicht auch aufgrund der fehlenden Frische, nur wenig gegen Union zu sehen. Stattdessen meckerte Jude Bellingham vor allem deutlich in Richtung seiner Teamkollegen, die das Spiel nicht schnell genug machten. Note: 4,5

Karim Adeyemi: Der BVB-Angreifer bekam gegen Union Berlin einiges ab, in der 16. Minute wurde er rüde von Baumgartl vor dem Strafraum von Union Berlin abgeräumt. Zweimal zeigte er ein gutes Zusammenspiel mit Youssoufa Moukoko. Er war aber entscheidend am 0:2 beteiligt. Karim Adeyemi spielte einen Fehlpass, weil er lieber mit der Hacke nach hinten statt schlicht flach nach vorne zu Raphael Guerreiro passen wollte. Trainer Edin Terzic nahm den Offensivspieler nach weiteren Fehlpässen zur Halbzeitpause raus. Macht in der BVB-Einzelkritik die Note: 5,5

BVB-Spieler Karim Adeyemi musste gegen Union Berlin ordentlich einstecken.

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 3,5 für Youssoufa Moukoko

Youssoufa Moukoko: Der Youngster zeigte sich, forderte viele Bälle und verzeichnete einige Chancen. Stets blieb aber Union-Torwart Frederik Rönnow Sieger. Wenn man Youssoufa Moukoko eines anlasten kann, dann die schwache Chancenverwertung in Berlin. Ansonsten war es ein ordentlicher Auftritt des Stürmers, das macht in der Einzelkritik die Note: 3,5

Julian Brandt: Zur 46. für Karim Adeyemi gekommen, hatte Julian Brandt nur eine gute Szene: das Zusammenspiel mit Marco Reus vor dessen Chance (78.). Ansonsten war der Blondschopf nur als Ballverteiler ohne große Wirkung auffällig. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Note 3 für Marco Reus

Marco Reus: In nur 45 Minuten schaffte es Marco Reus einer der am besten benoteten BVB-Profis gegen Union Berlin zu werden. Nach der Halbzeitpause für Salih Özcan eingewechselt, ackerte der Kapitän wie ein Verrückter. Er ging weite Wege zurück, um den Ball zurückzuerobern und ging als Spielführer voran. Stark sein Lauf in den Berliner Strafraum in der 78. Minute, allerdings entschied sich Reus für einen Schlenker zu viel, statt abzuschließen, und holte somit nur eine Ecke statt eines Torschusses heraus. Note: 3,5

Donyell Malen: In der 46. Minute für Thomas Meunier eingewechselt, sorgte Donyell Malen nicht für den erhofften Offensiv-Schwung gegen Union Berlin. Der Niederländer verlor jedes Dribbling und blieb somit stets hängen. Damit empfahl sich der BVB-Angreifer nicht für einen künftigen Einsatz in der Startelf. Note: 5

BVB-Einzelkritik gegen Union Berlin: Keine Note für Thorgan Hazard und Giovanni Reyna

Thorgan Hazard: Der Belgier kam in der 70. Minute für Niklas Süle ins Spiel und musste als Rechtsverteidiger aushelfen. Schlug acht Flanken in den Strafraum, die aber fast alle ihr Ziel verfehlten. Ohne Note

Giovanni Reyna: Kam in der 82. Minute für Emre Can und sollte noch einmal für offensive Ideen sorgen. Giovanni Reyna hatte nur acht Ballkontakte. Ohne Note

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