28. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 6 für Emre Can nach Totalausfall

Der BVB kassierte gegen RB Leipzig eine deftige Heimpleite. Die Einzelkritik mit Noten zeigt: Einige Dortmund-Spieler waren völlig von der Rolle.

Dortmund - Der BVB ist am Samstagabend (2. April) gegen Leipzig kräftig unter die Räder gekommen. 1:4 hieß es am Ende aus Sicht von Borussia Dortmund.

VereinBorussia Dortmund (BVB)
GegnerRB Leipzig
WettbewerbBundesliga

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Alle Noten für Borussia Dortmund

Gregor Kobel: Der Torhüter wurde in Anfangsphase kaum geprüft. Innerhalb von neun Minuten musste der Schweizer dennoch zweimal hinter sich greifen. Bei beiden Gegentoren hatte Gregor Kobel allerdings keine Chance. Auch beim 0:3 und 1:4 war er machtlos. Ein bitterer Abend für ihn. Viel vorzuwerfen hatte er sich am Ende nicht, denn die Bälle, die es zu halten gab, konnte er entschärfen. Er wurde von seinen Vorderleuten zu oft im Stich gelassen. Note: 3,5

Emre Can: Von Marco Rose als Rechtsverteidiger aufs Feld geschickt. Für ihn war er es ein rabenschwarzer Samstagabend. Zunächst verzettelte er sich vor dem Gegentreffer zum 0:1 wiederholt in einem unnötigen Zweikampf mit Leipzigs Laimer. Anschließend konnte RB blitzschnell kontern. Wenig später hatte Emre Can Pech, als er im Strafraum einen Torschuss von Laimer blocken wollte. Seine unglückliche Fußabwehr lenkte den Ball unhaltbar an Gregor Kobel vorbei zum 0:2. Im weiteren Verlauf machte sich dann seine Verunsicherung bemerkbar. Mehrfach schlug er den Ball blind nach vorne, ohne dass ein Dortmunder die Chance hatte, an die Kugel zu kommen. In der zweiten Hälfte verschätzte er sich zudem mehrmals. Note: 6

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 4,5 für Mats Hummels

Mats Hummels: Der Routinier hätte in der 7. Spielminute beinahe einen traumhaften Assist für sich verbuchen können. Seinen präzisen Flugball mit dem Außenrist konnte Kapitän Marco Reus jedoch nicht verwerten. Ansonsten wirkte Mats Hummels in den ersten 20 Minuten über weite Strecken präsent und resolut im Zweikampf. Das Aufbauspiel zog der Abwehr-Chef zu Beginn sehr ordentlich auf, ließ sich im Verlauf jedoch auch zu unnötigen langen Bällen hinreißen. Generell war nach dem ersten Gegentreffer ein deutlicher Leistungsabfall zu erkennen. Die komplette Defensive wirkte verunsichert und agierte, Zitat Hummels, „wie ein wilder Hühnerhaufen“. Note: 4,5

Manuel Akanji: Geimeinsam mit seinen Abwehr-Kollegen war der Schweizer überfordert mit den schnellen Offenisvspielern der Gäste. Bei den Gegentreffern zum 0:2, 0:3 und 1:4 fehlte die Zuordnung komplett. In den Zweikämpfen war er oftmals zu spät oder zu zaghaft. Auch das Aufbauspiel war insgesamt zu fahrig und zu unpräzise. Im ersten Durchgang konnte er jedoch einen vorzeitigen K.O durch gelungene Abwehraktionen verhindern. Note: 4,5

Manuel Akanji zeigte ein schwaches Spiel im BVB-Trikot.

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 3,5 für Axel Witsel

Raphael Guerreiro: Der Portugiese schaltete sich insbesondere in der Offensive häufiger ein. Zu selten blitzte jedoch seine spielerische Klasse im Passspiel auf. In der Defensive wirkte Raphael Guerreiro zunächst aufmerksam. Mit zunehmender Spieldauer machten sich allerdings seine Defizite bemerkbar. Ein insgesamt dürftiges Zweikampfverhalten gepaart mit einigen Stellungsfehlern sorgten für ein instabiles Abwehrgefüge. Seine Standards versprühten zudem überhaupt keine Torgefahr. Note: 5

Axel Witsel: Er bekam im Leipzig-Spiel den Vorzug gegenüber Mo Dahoud. Der Belgier rechtfertigte dieses Vertrauen weitestgehend mit einer soliden Leistung. Insbesondere in puncto Zweikampfverhalten machte Axel Witsel seine Sache gut und hielt Jude Bellingham den Rücken in der Offensive frei. Mitte der 1. Halbzeit tauchte er jedoch zu häufig ab und wirkte in der Folge unauffällig. In der 61. Minute war für ihn Feierabend. Für ihn kam Mo Dahoud in die Partie. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 2,5 für Jude Bellingham

Jude Bellingham: Wieder einmal gehörte Jude Bellingham zu den auffälligsten Akteuren im schwarz-gelben Trikot. Die Vielzahl der Angriffe wurden durch seine Ballgewinne und Dribblings initiiert. Er war einer der wenigen, die sich gegen die Niederlage stemmten. Hätten seine Mitspieler eine ähnliche Körpersprache und Aggressivität an den Tag gelegt, hätte das Spiel vermutlich einen anderen Verlauf genommen: Note: 2,5

Jude Bellingham erhielt in der BVB-Einzelkritik die Note 2,5.

Marco Reus: Der BVB-Kapitän vergab nach nur sieben Minuten eine ganz dicke Möglichkeit zur Führung. Nach einem langen Ball von Hummels stand er frei vor Torhüter Gulacsi. Anstatt den Abschluss zu suchen, entschied er sich, den Ball querzulegen. Sein Pass fand allerdings keinen Abnehmer. Anschließend wirkte Marco Reus umtriebig und zog viele Foulspiele. Dennoch ließ er in der Offensive die nötige Kreativität vermissen. In seiner Rolle als Spielführer ging er zudem früh unter. Zu wenig Leidenschaft und Gegenwehr kennzeichneten sein Spiel, aber auch das seiner Kollegen. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 4 für Marius Wolf

Marius Wolf: Engagiert, aber glücklos. Diese Überschrift passt heute zum Auftritt des zuletzt formstarken Marius Wolf. Der Einsatzwille und die Laufbereitschaft waren dem Flügelspieler zwar anzusehen, jedoch gelang ihm insgesamt sehr wenig. Bezeichnend dafür war wohl seine verunglückte Flanke in der 13. Minute, die nur für Gefahr sorgte, weil sich die Leipziger Defensive verschätzte. Ansonsten sah man insbesondere im Offensivspiel kaum etwas von Marius Wolf. Häufig war er in Eins-gegen-Eins-Duellen nur zweiter Sieger. Note: 4

Thorgan Hazard: Auch ihm fehlte die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Oftmals traf er die falsche Entscheidung und biss sich in unnötigen Zweikämpfen fest. In der zweiten Halbzeit war er dann bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute überhaupt nicht mehr zu sehen. Von ihm muss künftig deutlich mehr kommen, wenn er auch in der kommenden Saison eine Rolle bei Borussia Dortmund spielen will. Note: 5

Marius Wolf wirkte gegen RB Leipzig häufig zu glücklos.

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 4,5 für Erling Haaland

Erling Haaland: Sein Einsatz war lange fraglich. Am Ende wollte Erling Haaland unbedingt spielen und wurde schließlich in die Startelf beordert. Dort war er aber über das gesamte Spiel hinweg kein Faktor. In der 13. Minute kam er nach einer verunglückten Flanke unverhofft zum Abschluss. Sein Schuss ging knapp am Torpfosten vorbei. Darüber hinaus hatte Erling Haaland nahezu keine nennenswerten Strafraumszenen. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass ihn seine Mitspieler viel zu selten in Szene setzten. Note: 4,5

Mo Dahoud: Der Mittelfeldspieler kam in der 61. Minute für Axel Witsel ins Spiel. Zu einer Verbesserung der Spielanlage führte seine Hereinnahme allerdings nicht. Er fügte sich nahtlos ins schwache BVB-Spiel ein. Mehrfach unterliefen Mo Dahoud einfache Abspielfehler, sodass die wenigen Offensivbemühungen der Dortmunder im Keim erstickt wurden. Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Leipzig: Note 3,5 für Donyell Malen

Donyell Malen: Der Niederländer war nach seiner Einwechslung in der 61. Minute einer der wenigen Lichtblicke beim BVB. Etwas glücklich erzielte er in der 84. Minute den Ehrentreffer für seine Farben. Nach einer Ecke kam er im Gewusel zum Abschluss. Großen Einfluss konnte er dennoch nicht mehr nehmen. Immerhin war bei ihm so etwas wie Mut und Wille zu spüren. Note: 3,5

Julian Brandt: In der 74. Minute für Marco Reus eingewechselt. Ohne Note.

Gio Reyna: Kam zusammen mit Julian Brandt in die Partie. Für ihn ging Thorgan Hazard vom Feld. Ohne Note.

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