Kein Sieg am 10. Bundesliga-Spieltag

BVB-Einzelkritik zum Remis in Frankfurt: Eine Note 6 für Borussia Dortmund

BVB Youssoufa Moukoko Eintracht Frankfurt
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BVB-Talent Youssoufa Moukoko (m.) kam zur zweiten Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt ins Spiel.

Der BVB spielt nur Remis gegen Eintracht Frankfurt. Bis Youssoufa Moukoko ins Spiel kam, tat sich Borussia Dortmund schwer. Alle Noten in der Einzelkritik.

Frankfurt am Main – Die erste Halbzeit haben die Profis von Borussia Dortmund verschlafen. Nach der Einwechselung von Youssufa Moukoko (16) änderte sich die Statik des Spiels, zum Sieg reichte es dennoch nicht.

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Keine guten Noten für die Dortmund-Defensive

Roman Bürki: Beim 1:1 gegen Lazio Rom noch mit der besten BVB-Einzelkritik, war der Schlussmann heute gegen Eintracht Frankfurt deutlich weniger im Fokus. Den frühen Rückstand durch Kamada (9.) konnte er aus kurzer Distanz nicht verhindern. Ansonsten kaum geprüft, weil die neun Torabschlüsse von Eintracht Frankfurt nur selten auch wirklich auf den Kasten kamen. Note: 3,5

Emre Can: Dass er und Mats Hummels sich rechtzeitig für das Spiel des BVB bei Eintracht Frankfurt fit meldeten, versprach Stabilität für die schwarz-gelbe Dreierkette. Besonders in der Anfangsphase konnte das Duo dieses Versprechen aber nicht einlösen. Beim langem Ball von Hinteregger hob Emre Can das Abseits auf und ermöglichte damit die SGE-Führung. Mit zunehmender Spieldauer klappte die Abstimmung etwas besser. Was aber auch daran lag, dass der BVB das Spielgeschehen ab der 46. Minute komplett in die Frankfurter Hälfte verlagerte. Positiv: Er verlor keinen einzigen Zweikampf. Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Mats Hummels und Dan-Axel-Zagadou melden sich fit

Mats Hummels: Um kurz nach 11 Uhr erhielt der BVB grünes Licht für einen Einsatz. BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl über die Fußverletzung seines Abwehrchefs bei Sky: „Es ist nichts kaputt. Mit Schmerzen kann man als Fußballer leben“. Ganz auf dem gewohnten Niveau agierte Mats Hummmels heute zwar nicht, seine gefürchteten Außenristbälle waren ebenso Mangelware wie Vorstöße in die Spitze. Hinten nach anfänglichen Problemen meist sicher. Note: 3

Dan-Axel Zagadou: Er komplettierte die körperlich ramponierte Abwehr des BVB. Weil Manuel Akanji ausfiel, kam der große Franzose erstmals nach über sechs Monaten wieder in einem Pflichtspiel zum Einsatz. „Er will vielleicht nicht 90 Minuten spielen“, sagte Trainer Lucien Favre vor dem Spiel. Musste er aber trotzdem. Dafür eigentlich ganz passabel unterwegs und deshalb in der Einzelkritik mit Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Mateu Morey hinterlässt guten Eindruck

Mateu Morey: Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt war bereits das zweite in Folge, in dem der junge Spanier es in die Startelf des BVB schaffte. Wie schon gegen Lazio Rom erledigt er seine Aufgabe defensiv verlässlich, obwohl Kostic ihm das Leben nicht immer leicht machte. Mehr noch: Seine Quirligkeit kommt ihm im Offensivspiel zugute. Bereitete drei Torschüsse vor. Wenn Thomas Meunier von seiner Verletzung zurückkehrt, steht Lucien Favre vor einer schwierigen Entscheidung. Note: 3

Axel Witsel: Gemeinsam mit Mahmoud Dahoud bildete der Routinier gegen Eintracht Frankfurt das zentrale Mittelfeld des BVB. Dass von dem Duo keinerlei Impulse im Offensivspiel kamen, wurde zum zentralen Problem der ersten Halbzeit. 94 Prozent angekommene Bälle helfen nicht, wenn es sich dabei fast ausschließlich um Querpässe handelt. Daher in der Einzelkritik nur Note: 4

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Note 6 für Mahmoud Dahoud

Mahmoud Dahoud: Er sollte eigentlich für die Geistesblitze im Spiel des BVB sorgen. Was blieb, war ein Geisterspiel über 45 Minuten. In der ersten Hälfte spielte er ganze 20 Pässe, sechs unter ihnen landeten zu allem Überfluss beim Gegner. Dass Zielspieler Erling Haaland fehlte, ist eine mögliche Erklärung, aber keine Entschuldigung. Das sah auch Lucien Favre so und nahm ihn früh vom Platz. Note: 6

Nico Schulz reihte sich ein in die mittelmäßige Leistung des BVB gegen Eintracht Frankfurt. Er bekommt die Note 3,5 in der Einzelkritik.

Nico Schulz: Gegen Lazio Rom „feierte“ er das Comeback des Grauens, als sein ungestümer Einsatz den sehr umstrittenen Elfmeter zum 1:1 verursachte. Weil Raphael Guerreiro aber fehlte, durfte er diesmal sogar von Beginn an auflaufen. Besonders eindrucksvoll sein Vollsprint mit nachfolgender Lehrbuch-Grätsche gegen Erik Durm (6.). Ansonsten eine unauffällige Leistung, was im Vergleich zum jüngsten Auftritt in der Champions League schon als Fortschritt gewertet werden darf. Note: 3,5

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Gute Leistung von Jadon Sancho, Julian Brandt spielt falsch

Jadon Sancho: Unermüdlich kämpft der Offensivkünstler gegen seine Formschwäche an. Heute mit Erfolg. Denn neben Giovanni Reyna war er der Aktivposten im Spiel des BVB. Zwar gelang nicht alles, aber drei Torschüsse und vier Torschussvorlagen sind ein dominanter Wert. Gefährlich und sehenswert zugleich war sein Schlenzer, der beinahe noch die Latte geküsst hätte (20). Kurze Zeit später schoss er in aussichtsreicher Position flach am Tor vorbei (26.). Gekrönt wurde der gelungene Auftritt mit der Vorlage zum Ausgleichstreffer (56.) Note: 2

Julian Brandt: Dass er sich nicht im Sturmzentrum des BVB wohlfühlt, ist bekannt. Dennoch setzte Trainer Lucien Favre ihn gegen Eintrach Frankfurt auf der ungeliebten Position ein. Und er bekam, was zu erwarten war. Julian Brandt agierte unglücklich, das Kombinationsspiel mit den Mannschaftskollegen wirkte hilflos. Als mit Youssoufa Moukoko zur Pause ein waschechter Stürmer eingewechselt wurde, beorderte Favre ihn ins Mittelfeld zurück. Fortan kam die Offensive des BVB ins Rollen. Und erst jetzt hatte Julian Brandt seine beste Chance des Spiels, als er aus spitzem Winkel nicht an Trapp vorbeikam (64.). Wegen der Leistungssteigerung auf angestammter Position gibt es in der Einzelkritik noch Note: 4,5

BVB-Einzelkritik gegen Eintracht Frankfurt: Giovanni Reyna und Youssoufa Moukoko retten den Punkt

Giovanni Reyna: Wie er beim 1:1 in die Mitte zog und den Ball mit knapp 100 Km/h in den Winkel des kurzen Ecks jagte, hatte allein schon Note 1 verdient. Darüber hinaus schoss er noch vier weitere Male aufs Tor von Eintracht Frankfurt. Das Zusammenspiel mit Jadon Sancho gefiel. Note: 2

Youssoufa Moukoko: „Ich bin froh, dass wir so einen jungen Mouki noch haben“, jubelte Roman Bürki nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt über BVB-Talent Youssoufa Moukoko. Denn weil Erling Haaland verletzt fehlt, habe man „einen klassischen Mittelstürmer vermisst“. In der Tat änderte sich alles, nachdem der 16-Jährige gegen Eintracht Frankfurt eingewechselt wurde. Plötzlich ergaben die schwarz-gelben Angriffsbemühungen wieder Sinn. Pässe kamen wieder dort an, wo sie den Gegner vor Probleme stellen. Die Abstimmung der Mannschaftsteile lief wieder rund. Dass „Mouki“ noch der eine oder andere Ball versprang, ist kein Beinbruch. Allein durch seine Präsenz als Gefahrenherd in der Sturmspitze half er seiner Mannschaft ganz entscheidend. Mit gemessenen 34,6 Km/h war er außerdem der schnellste Spieler auf dem Platz. Note: 2

Jude Bellingham: In Minute 74 für Julian Brandt gekommen. Zeigte eine ansprechende Leistung, wegen der kurzen Einsatzzeit dennoch in der Einzelkritik: Ohne Note